Man kann vor der Entnahmestelle für sog. Gartenwasser einen geeichten Kaltwasserzähler installieren bzw. installieren lassen.

Das meldet man dann dem örtlichen Versorger, der schickt einen Mitarbeiter der prüft ob der Zähler an der richtigen Stelle installiert und geeicht ist, notiert die Zählernummer und ab dann zahlt man für Wasser das über diesen Zähler läuft nur noch die Kosten für Frischwasser.

Als Eigentümer ist alles Problemlos.

Ist man aber Mieter ergäbe sich solch ein Anspruch nur wenn es mietvertraglich so vereinbart/zugesichert wurde.

Ist das nicht der Fall, Vermieter fragen und anbieten die Kosten dafür zu übernehmen.

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Ich interpretiere weißeln mal als streichen, nicht als weiß streichen.

Ein Klausel wonach bei Auszug generell, unabhängig von Wohndauer und tatsächlichem Renovierungsbedarf, gestrichen/renoviert werden muß ist unwirksam.

Nun kommt es natürlich drauf wie farbig Du gestrichen hast. Grelle oder extrem dunkle Farben muß der VM nämlich nicht akzeptieren. Auch wenn eigentlich kein Renovierungsbedarf besteht.

Jede Menge Infos zum Thema hier

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/s1/schoenheitsrep.htm

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In seiner selbst bewohnten Immo kann der Eigentümer so viele Legionellen halten wie er will.

Bei vermieteten Wohngebäuden ist die Prüfung bei Anlagen mit einem Warmwasserspeicher mit mehr als 400 Liter Fassungsvermögen oder mit einem Leitungsvolumen über 3 Liter in der Zirkulationsleitung Pflicht.

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So ehrlich wie möglich. Falschangaben, z. B. zum Einkommen, können zur fristlosen Kündigung oder Anfechtung des Vertrages führen.

Allerdings darf man bei all zu privaten Fragen, z. B. Kinderwunsch oder Religionszugehörigkeit, lügen das sich die Balken biegen bzw. sie gar nicht beantworten.

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Kleine Verschleißteile wie z. B. Dichtungen sind normalerweise in den Wartungskosten enthalten.

Alles andere ist Sache des Vermieters.

Vorsicht bei sog. Wartungsverträgen. Da sind oft nicht umlegbare Kosten enthalten.

Laß Dir vom Vermieter die Originalrechnung bzw. den Wartungsvertrag vorlegen.

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Der Umlageschlüssel gilt, wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, in jedem Fall. Und wird auch weitestgehend so praktiziert.

Garten-/Grundstücksgröße, Keller und Nebengebäude sind für die Grundsteuer völlig ohne Bedeutung. Es zählt allein die Wohnfläche.

In der letzten Nebenkostenabrechnung wurden die Kosten der Grundsteuer sowie für die Gebäudeversicherung allerdings nach der nackten Wohnfläche ... umgelegt

Wurden diese Kosten vorher anders umgelegt?

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Der Vermieter verlangt aber 4 Monatsmieten Kaution

Was schon mal ungesetzlich ist. Gemäß BGB § 551 Abs. 1 darf ein VM maximal das Dreifache einer MM ohne Betriebskosten verlangen.

Und nach Abs. 2 des genannten § ist der Mieter berechtigt diese in 3 gleichen Teilen (Raten) zu zahlen. 1. Rate bei Mietbeginn.

Kann man dann ein Kautionskonto eröffnen und in Raten die Kautionssumme einzahlen?

Kautionssparbuch bei Deiner Hausbank eröffnen, 1. Rate bei Mietbeginn einzahlen und die 2. und 3. weiteren jeweils in den Folgemonaten.

Nähere Infos zum Kautionssparbuch bekommst Du bei Deiner Bank.

Könnte man dann auch versuchen, den Vermieter auf eine geringere Kaution herunterzuhandeln,

Wenn Du anfängst zu verhandeln wird er den Vertrag nicht unterschreiben. Klauseln, wie z. B. 4 statt der erlaubten 3 MM Kaution, sind von vorn herein unwirksam und werden automatisch durch die gesetzliche Regelung/Bestimmung ersetzt.

Aber ich weiß nicht ob man so ein Mietverhältnis gleich beginnen möchte. Such Dir lieber eine andere schöne Wohnung mit einem VM der Dich nicht abzocken will.

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Da aber nur eine Zustellung durch den gerichtsvollzieher zugehen kann

Abmahnungen können auch per "normaler" Post bzw. als Einschreiben zugestellt werden. Das ändert nichts an ihrer Wirksamkeit.

könnte man doch bei Infopost (und auch Einschreiben) den Brief einfach ungelesen bzw. ohne daraufhin zu handeln wegwerfen, oder?

Könnte man. Aber Anwaltskanzleien können sehr hartnäckig sein.

Als welche Postart die Abmahnung verschickt wird ist unwichtig. Sie kann auch als Päckchen mit Hermes z. B. verschickt werden.

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und erhielten nun den Hinweis, dass sie bitte ausziehen sollen,

Der bloße "Hinweis" ist noch lange keine wirksame Kündigung. Die muß schriftlich erfolgen unter genauer Angabe warum und für wen der VM das Haus benötigt.

Ist das überhaupt Eigenbedarf? Es ist ja nicht für die Vermieter selbst!

Eigenbedarf gilt auch für nahe Familienangehörige des Vermieters, Nichten und Neffen, sogar für zum Haushalt gehörendes Personal. Z. B. das Kindermädchen.

wann muss man raus?

Am Ende der gesetzlichen Kündigungsfrist. Das sind in Eurem Fall 3 Monate. Aber wie gesagt die Kündigung muß schriftlich erfolgen.

Mehr Infos dazu hier

http://www.rae-hoss.de/51015495fd0dabd01/51015496900ea7209/index.htm

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Ist es möglich, dass ein Vermieter, der von einem Mieter die Miete nicht rechtzeitig bekommt, für den Verzug Zinsen verlangt?

Ja natürlich ist es das.

Gibt es Regelungen, wie hoch der Zinssatz dafür sein darf?

Gibt es. Siehe hier http://dejure.org/gesetze/BGB/288.html

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Entscheidend ist die Wohndauer nicht die Dauer des Arbeitsverhältnisses.

BGB § 576

Fristen der ordentlichen Kündigung bei Werkmietwohnungen

(1) Ist Wohnraum mit Rücksicht auf das Bestehen eines Dienstverhältnisses vermietet, so kann der Vermieter nach Beendigung des Dienstverhältnisses abweichend von § 573c Abs. 1 Satz 2 mit folgenden Fristen kündigen: 1. bei Wohnraum, der dem Mieter weniger als zehn Jahre überlassen war, spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats, wenn der Wohnraum für einen anderen zur Dienstleistung Verpflichteten benötigt wird;

Ansonsten gilt

§ 573c Fristen der ordentlichen Kündigung

(1) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

Also für den Vermieter 9 Monate in diesem Fall.

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Sie besitzt eine kleine Wohnung, die sie an Studenten vermietet.

Damit ist es doch noch lange keine Studentenwohnung. Nur eine Wohnung. Deine Tante kann die Miete wegen gestiegener Energiekosten erhöhen. Dazu muß sie dem Mieter nachweisen das und um wie viel die Energiekosten im letzten Jahr oder den 2 letzten Jahren gestiegen sind.

Oder sie erhöht die Miete bis zum ortsüblichen Mietspiegel/der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Studentenwohnungen in dem Sinne gibt es nicht. Außer es handelt sich um ein Studentenwohnheim.

Infos zu Thema Mieterhöhung http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/recht/mietrechtslexikon/artikel/artikel/mieterhoehung-modernisierungs-mieterhoehung.html

In Zukunft soll sie die Wohnung besser nicht "all inklusive" vermieten.

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Die Kaution (Mietsicherheit) für Wohnraum darf maximal 3 MM ohne Nebenkosten betragen.

Um Deine Frage genauer zu beantworten, zwischen 0 und 3 MM kann der Vermieter machen was er will. In Deutschland wohl bemerkt.

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Hast Du und der Vermieter die Pflicht Dir dies zu gewähren.

§ 4 MHG; § 259 BGB; § 420 ZPO (Einsichtnahme in Originalunterlagen) Die Betriebskostenabrechnung muss der Vermieter durch Einsichtsgewährung in Originalrechnungsunterlagen belegen können. Er kann an deren Stelle weder auf eingescannte Daten noch auf Unterlagen bei dem Rechnungsaussteller verweisen. (AG Hamburg, Urteil vom 12.4.2002 – 44 C 509/01) -- > WM 09/2002 S. 499


Der Anspruch auf Betriebskostennachzahlung ist nicht fällig, solange der Vermieter nicht die verlangte vollständige Einsicht in die Originalbelege der Abrechnung gewährt hat. (AG Siegburg, Urteil vom 17.05.1991 - 9 C 549/90-) --> WM 91,598

Quelle und mehr zum Thema

http://www.mieter-themen.de/article1737.html

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Wen Muss ich damit beauftragen?

Ein Vermessungsbüro oder einen Bauingenieur z. B. kannst, mußt Du aber nicht beauftragen. Du könntest das auch selbst ausmessen. Ein Vorschrift gibt es da nicht.

Und auch ein Notar ist dazu nicht notwendig.

Was aber notwendig bzw. zu beachten ist, ist die Wohnflächenverordnung (WoFlV). Denn nicht alle Grundflächen sind Wohnflächen bzw. nur anteilig.

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Nein. Das wäre bei einem Dauerauftrag z. B. auch gar nicht möglich. Außerdem werden Mietzahlungen, falls mal die eine oder andere nicht erfolgt sein sollte, immer mit der/den ältesten Forderung(en) verrechnet. Auch wenn Du bei einer Überweisung angibst z. B. Miete Januar 2012 und es ist die Miete für Dezember 2011 noch offen, dann wird diese Zahlung dem Monat Dezember 2011 zugeordnet und nicht dem Januar 2012.

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Fälligkeit

Der Mieter ist nicht dazu verpflichtet, die Nachforderung aus der Betriebskostenabrechnung ohne vorherige Prüfung der Abrechnung durch einen Mieterverein oder einen Rechtsanwalt zu bezahlen. Zur Prüfung steht dem Mieter ein Monat Zeit zu. (AG Gelsenkirchen-Buer WM 94, 549). Der Mieter darf jedoch die Abrechnung auch nicht ohne Grund bestreiten, nur um die Fälligkeit hinauszuzögern (Urteil des LG Berlin siehe oben)

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/bk_abrechnung.htm

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