Miete genauso teuer wie Finanzierung von Eigenheim?

4 Antworten

Kurz- und mittelfristig ist es in der Regel günstiger zur Miete zu wohnen. Bei Vergleichsrechnungen wird in der Regel "vergessen", daß du mit dem für den Immobileienkauf eingesetzten Eigenkapital arbeiten würdest und es nicht unter dein Kopfkissen legen würdest.

diese Frage ist pauschal nicht so einfach zu beantworten weil jeder auch andere persönliche und wirtschaftliche Voraussetzungen hat. Auf einen Zeitraum von vielleicht 10 Jahren ist Mieten günstiger, aber langfristig also über 20 Jahre und länger ist Wohneigentum meistens günstiger.

Diese Frage kann man eindeutig beantworten: "Kann sein, muß aber nicht!" :) Aber im Ernst: was soll man darauf antworten? Es hängt schon mal davon ab, wo in Deutschland die Immobilie liegt. In Magdeburg bekomme ich ein Haus schon für 70.000 Euro und in München kann ich mir davon vielleicht einen Tiefgaragenstellplatz - aber immerhin in guter Lage - leisten. ;) Dann hängt es auch noch davon ab, wieviel Eigenkapital vorhanden ist. Je mehr Eigenmittel, desto günstiger mein Zinssatz und somit die Rate. Einzig sinnvoll für eine Antwort ist für meine Begriffe, das Pferd von hinten aufzuzäumen, d.h. die Frage: was kostet mich ein Kredit. Nehmen wir mal einen durchschnittlichen Zins (je nach Höhe des Eigenkapitals kann dieser auch etwas günstiger oder teurer sein) von 4,8% mit 10 Jahren Zinsbindung. Dazu kommt eine solide Tilgung, die bei 2% liegen sollte. Das macht zusammen 6,8% jährliche Kreditrate. Nun kann man ausrechnen was das pro 1.000 Euro Kredit kostet, nämlich 68 Euro im Jahr. Braucht man nun z.B. 150.000 Euro Kredit, dann rechnet man 68 x 150 = 10.200 Euro. Geteilt durch 12 ergibt das dann 850 Euro Rate im Monat. So können Sie prima vergleichen, was für Sie persönlich besser ist: Miete oder Kauf. Für gute Angebote empfiehlt es sich bei einem unabhängigen Finanzierungsmakler nachzufragen.

Hier eine Antwort aus der Sicht eines Wohneigentümers, der diesen Schritt von der Miete zum Eigentum vor einigen Jahren gewagt hat:

Grundsätzlich ist man bei einer Mietwohnung jeden Monat seinen Mietzins an den Vermieter los.

Wenn man also, wie viele Leute, 30 Jahre oder länger in einer Wohnung lebt, dann ist diese zwar der Lebensmittelpunkt, aber irgendwann muss man die Wohnung verlassen, und man hat nichts. Wenn man nur die Rechnung aufmacht - Summe der langjährig bezahlten Miete gegen den Kaufpreis und die Finanzierungskosten von Wohneigentum -, dann wird man sich wundern welche Summen man über die Jahre an seinen Vermieter bezahlt hat. Das ist aber nur ein Aspekt.

Wenn man Wohneigentum erwirbt, fällt eine hoher Kaufpreis an, den nur wenige Leute direkt vom Konto bezahlen können. Man muss also eine Finanzierung suchen. Dann muss man sich überlegen, habe ich genügend eigene Mittel, und bekomme ich in welcher Form Kredit. Alleine die Kosten für die Zinsen , die sonstigen Nebenkosten und die geringe Tilgung in den ersten Jahren, sind auch wenn man die " ersparte" Miete dagegen setzt noch so hoch, dass eben der Erwerb von Wohneigentum keine Alternative darstellt.

Man muss rechnen - und darf sich nicht täuschen lassen. Zinsen, Tilgung, Nebenkosten, die lange Laufzeit der Kredite, evtl. Schwierigkeiten bei einem Arbeitsplatzverlust, kann ich das langfristig schultern. Man darf also wirklich nicht zum Beispiel 800 € Miete gegen eine monatliche Belastung von 800 € gegenüberstellen - das wäre zu kurz gesprungen.

Die wirklich gute Frage am einen Bauherren stellt sich etwa wir folgt dar : Wenn du deine monatliche Kreditrate überwiesen hast, wieviel Geld hast du noch zum Konsumieren, und für mögliche Eventualitäten ?

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