KVdR. Wie verhält es sich bei einem langjährigen Auslandsaufenthalt mit der Vorversicherungszeit?

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2 Antworten

Nun die Definition in §5 SGB5 lautet:

Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen und diese Rente beantragt haben, wenn sie seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte des Zeitraums Mitglied oder nach § 10 versichert waren,

Da gibt es keine Härtefallregelung, auch Ausländer, die erst in höherem Alter nach Deutschland kommen, müssen die "erstmalige Aufnahme einer Erwerbstätigkeit" in ihrem Herkunftsland berücksichtigen lassen.

So soll dafür gesorgt werden, dass gerade diejenigen, die mehr an die Versichertengemeinschaft gezahlt haben, in den Genuss der günstigeren Beitragsmodalitäten kommen.

Gaenseliesel 03.09.2016, 21:03

.... nachvollziehbar ! 

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Snooopy155 03.09.2016, 22:26
@Gaenseliesel

Das Problem hätte der Fragesteller umschiffen können, wenn er bei seiner Auswanderung eine Anwartschaft bei seiner Krankenversicherung beantragt hätte. So wird es bei Entsendungen gehandhabt.

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tullux 04.09.2016, 06:48


Zitat: "So soll dafür gesorgt werden, dass gerade diejenigen, die mehr an die Versichertengemeinschaft gezahlt haben, in den Genuss der günstigeren Beitragsmodalitäten kommen." Zitat Ende

Das wäre nachvollziehbar, wenn nicht auch Versicherte nach § 10 (Familienversicherung) zum Kreis der Begünstigten zählten. Die zahlen bekanntlich auch keinen Beitrag.

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Mikkey 04.09.2016, 11:29
@tullux

Diese Menschen unterliegen dem besonderen Schutz von Ehe und Familie gem. Grundgesetz. Betrachtet man ein Ehepaar als wirtschaftliche Einheit, wurden für den nicht erwerbstätigen Ehepartner sehr wohl Beiträge entrichtet.

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tullux 05.09.2016, 09:05

Ich sehe nicht, dass ich der Versichertengemeinschaft weniger gegeben hätte als jemand der mindestens 9/10 der 2. Hälfte seines Erwerbslebens Beiträge gezahlt hat. Schließlich steht meiner 3 jährigen "Nichtversicherung" anlässlich des Auslandsaufenthalts auch die "Nichtinanspruchnahme" von Leistungen gegenüber.

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Hallo,

bestand vor 3 Jahren in Deutschland zuletzt eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Gruß

RHW

tullux 05.09.2016, 08:32


Ich war Zeit meines Lebens In Deutschland ausschließlich in der GKV versichert.


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tullux 05.09.2016, 08:42

P.S. Inwiefern spielt es für die Versicherungspflicht in der KVdR eine Rolle, ob zuletzt vor dem Umzug ins Ausland eine gesetzliche oder private KV bestand?

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RHWWW 05.09.2016, 11:33
@tullux

Die KVdR-Vorversicherungszeiten werden immer vom Beginn der ersten Berufstätigkeit bis zum Tag des Rentenantrages berechnet. Mit bestimmten ausl. Staaten gibt es Regelungen, dass Krankenversicherungszeiten dort wie deutsche Zeiten gewertet werden (z.B. EU-Staaten, Türkei, Tunesien). Mit Thailand gibt es solch ein Abkommen nicht.

Wenn die KVdR-Zeiten nicht erfüllt sind, kann man direkt ab Rückkehr (Meldung beim Einwohnermeldeamt) sich nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V sich in der GKV versichern, da zuletzt in Deutschland eine GKV bestand. Es sind dann alle Bruttoeinnahmen beitragspflichtig, der Mindestbeitrag liegt bei ca. 170 Euro monatlich (Regeln wie bei freiwilligen Mitgliedern: § 240 SGB V).

Tipp: Solche Fragen am besten vor der Wohnsitzverlegung ins Ausland klären. Dann gibt es weniger Überraschungen.

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