Kryptowährungshandel - Private Veräußerungsgeschäft und die Krankenkasse - Wie hoch sind die Beiträge?

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5 Antworten

Du verwechselst und vermischt da einiges.

Die Familienversicherung gilt, wenn die eigenen Einkünfte nicht über 425,- Euro gehen.

Für Studenten ist das der Punkt, wo die in den Studententarif wechseln müssen.

Aus dem Studententarif kann(wird) ein Student rausfliegen, der mehr als 20 Wochenstunden im Semester arbeitet.

Ein etwas anderes Thema ist die Sache mit dem privaten Veräußerungsgeschäft. Das gilt natürlich nur, wenn der Handel, egal ob mit Grundstücken, Antiquitäten, ukrainischen Bräuten, oder Bitcoins, Gelegenheitsgeschäfte sind.

Wenn das aber als Erwerbstätigkeit anzusehen ist, dann ist es eine gewerbliche Tätigkeit. Nun wird man es da nicht so streng sehen, wie beim An- und Verkauf von Immobilien, aber wenn der Handel regelmäßig erfolgt ist es eine gewerbliche Tätigkeit und wird nicht mehr gem. § 23 EStG erfasst, sondern gem. § 15 EStG (Einkünfte aus Gewerbebetrieb). Das ist ebenso wie beim verleihen von Geld. Leihe ich einem Kumpel einen 1000er, ist es privat. Verleihe ich 4 Leuten je 10.000,- ist es gewerbliches Bankgeschäft und die BaFin meldet sich.

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Kommentar von Casio58413
20.05.2017, 19:59

Also wenn ich im Netz rumlese, gibt es noch keine Klare Regelung bezüglich den Handels mit Kryptowährungen und einem Gewerbe. 

Wenn man mit Aktien handelt oder CFDs, muss man ja auch kein Gewerbe anmelden oder? 

Vor allem: Ab wann gilt "regelmäßig". Wenn ich alle 2 Wochen mein Portfolio anpasse und Gewinne mitnehmen, ist das regelmäßig?

Ein Kollege von mir hat mir 1000€ im Januar angefangen und hat mit 1 Portfolio das Vermögen auf  59.000€ erweitert. Kurse beobachtet hat er immer, aber Anpassungen am Portfolio durchgeführt vielleicht 1 mal alle 2 Woche. Ein Gewerbe hat er nicht.

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Kommentar von Casio58413
20.05.2017, 20:06

Definitiv wird jedoch ein Gewerbe benötigt, wenn man die Bitcoins oder andere Cryptowährungen mint/erschafft.

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Also. mich interessiert diese Frage auch (als Mutter einer studierenden Tochter).

Ich habe jetzt bei “studis-online“ gesehen, dass für die Familienversicherung eine Obergrenze des Einkommens besteht( das wußte ich auch schon) ,für die studentische KV aber offenbar nicht.

Hoffentlich anwortet barmer ja noch.

Es ist aber mit Sicherheit nicht so, daß “bei Pflichtversicherten das Gesamteinkommen keine Rolle spielt“, dann müßten ja alle Arbeitnehmer keine Beiträge zahlen bzw.nur geringe Beiträge.

VG

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Kommentar von Casio58413
20.05.2017, 20:49

Habe ich auch gelesen. Und zwar hier:
http://www.studieren-im-netz.org/im-studium/geld/studenten-krankenversicherung#gesetzlicheversicherung

Zitat: "

Um zum Tarif der gesetzlichen Studenten Krankenversicherung versichert zu sein, musst Du keine Gehaltsobergrenze beachten. Allerdings musst Du vorranging studieren. Das bedeutet, dass Du während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Im Falle einer Selbstständigkeit sind es sogar nur 18 Stunden.
"

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Hallo, ich denke ja.

Solange das Studium die Haupttätigkeit ist, kann die studentische KV beibehalten werden. Das ist ja auch bei Werkstudenten unabhängig vom Einkommen so.

Du solltest nur den Eindruck vermeiden, der Coinhandel sei die Hauptbeschäftigung.

Ähnlich ist es auch bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern. Wer Vollzeit beschäftigt ist, kann beitragsfrei nochmal soviel als Gewerbetreibender oder Zocker verdienen.


Viel Glück


Barmer

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Kommentar von Casio58413
20.05.2017, 22:20

Verstehe. Leider ist es so, dass die Krankenversicherungen es zu ihrem Gunsten setzen. So war ich z.B als Schüler mit 16 Jahren nebenberuflich selbstständig und habe jährlich mehr als 30.000 Euro Gewinn erzielt. Da alles über Internetseiten war, musste ich echt wenig zeit investieren (Täglich max eine Stunde). 

Da ich es damals versäumt habe, mich bei der KV zu melden, wollte ich die beiträge nachzahlen und bin selbst auf die KV zugegangen. 

Die KV hat sich entschieden, mich hauptberuflich einzustufen! Und das obwohl ich ein 16 jähriger Schüler war. Somit wurde die  Nachzahlung etwas höher, als wenn sie mich als nebenberuflich eingestuft hätten.

Da ich aber sowieso der Sünder war (3 Jahre lang keine KV Beiträge gezahlt), habe ich das so mal akzeptiert. Ich glaube, hätte ich beim Sozialgericht geklagt, hätte ich sogar den Prozess gewinnen können. Ich finde es jedenfalls unverständlich, dass ein 16 jähriger Schüler als hauptberuflich eingestuft wird. Begründet wurde das ganze mit dem hohen Einkommen.

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Wenn man mit Aktien handelt oder CFDs, muss man ja auch kein Gewerbe anmelden oder? 

Falsch:  für jeden selbständigen Handel benötigt man eine Gewerbeanmeldung.


Dafür benötigt man eine Genehmigung der Industrie-und Handelskammer und muss im Vermittlerregister registriert werden.

Ansonsten bekommt man sehr großen Ärger auch mit der BAFIN.

Nachfolgende Gesetze treffen auch auf deine Tätigkeit zu!

https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/\_\_84.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gewo/\_\_34f.html

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Hallo,

eingeschriebener Student?

Student? Wenn ja, welche Schulart?

Gruß

RHW

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Kommentar von Casio58413
20.05.2017, 21:33

Ich bin an einer Universität eingeschrieben bzw immatrikuliert :)

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