Honorar nicht bekommen, wann Anwalt einschalten, bzw. was tun

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5 Antworten

hast du denn Zahlungsziele gesetzt auf der Rechnung? Hier ist ein § im BGB für Verzug:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__286.html

30 Tage können also auch möglich sein. Wie würde ich vorgehen? Wenn Gefahr in Verzug ist, dann schreib eine eMail, dass du in 2-3 Tagen einen Mahnantrag stellen wirst. Das erzeugt Druck.

Üblich wäre, dem Schuldner/ der Firma eine Mahung zu senden mit einem klaren Termin für die Zahlung. Das ist wohl nicht erfolgt, da kein Termin gesetzt. Und damit ist die Frage, ob man gleich einen Mahnantrag stellt oder diesen doch erst androht.

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Ich würde an deiner Stelle sofort einen Mahnbescheid beantragen. Kannst du online machen. Wird darauf nicht reagiert oder Widerspruch eingelegt, gleich einen Vollstreckungsbescheid hinterher.

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Ich glaube, da ist alles zu spät. Das sind deutlichste Anzeichen einer bevorstehenden Insolvenz und da bleibt Dir wahrscheinlich nur die Anmeldung zur Insolvenztabelle und die Hoffnung, dass die Quote über 0% liegt.

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Taucht Dein Nickname in Deiner email-Adresse auf ? Wenn ja dann würde ich mich nicht wundern, oder Du bittest noch einmal nachträglich darum die Spam-Ordner durchzusehen.:)))

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Deine offensichtliche Hilflosigkeit ist so herzergreifend, dass ich dir gern einen Weg aufzeige (nicht als Rechtsberatung verstehen!!!):

  • Erinnerungen und Mahnungen immer nur schriftlich mit Fristsetzung; Fristen überwachen!

  • Mahnbescheid androhen und nach weiterem Fristablauf online beantragen (sehr Kostengünstig!).

  • Widerspruch abwarten und Klage beim Amtsgericht einreichen (dort herrscht kein Anwaltszwang)

Alternativ geht zwischenzeitlich eine Zahlung ein...

Der Vorteil der obigen Vorgehensweise liegt im minimalen Kostenrisiko, da für dich "nur" die Gesamtforderung auf dem Spiel steht, aber keine Anwalts- und Gerichtskosten. - wenn du stattdessen sofort einen Anwalt beauftragst, wird bei Insolvenz das Anwaltshonorar von dir gezahlt werden müssen. Außerdem gehen Anwälte auch nur wie oben beschrieben vor...

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bankueberfall 04.08.2014, 15:06

Ich habe heute irgendwo gelesen, dass man jetzt keine Mahnungen mehr rausschicken braucht und der Zahlungsverzug automatisch nach 30 Tagen eintritt. Ändert das etwas an der Vorgehensweise?

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mig112 04.08.2014, 15:11
@bankueberfall

Wenn die Gegenseite irgendwann im späteren Verfahren behauptet, deine Leistung sei mangelhaft gewesen, dann fehlen dir Beweise für ausreichende Mahnungen und dass Niemand dich mängelgerügt hat.

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bankueberfall 04.08.2014, 15:17
@mig112

und das hätte zur folge? denke nicht, dass sie sowas behaupten

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Juergen010 04.08.2014, 16:16
@bankueberfall

na, da schleicht sich doch ein Grinsen in mein Gesicht ....

Wenn man tatsächlich seitens des zahlungsunwilligen Auftraggebers die Klage abwartet, kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass man Mängel rügen wird.

Dann wird das Gericht einen Gutachter beauftragen, der dann hoffentlich das Gegenteil beweisen kann. Falls nicht, kannst Du dich schon mal auf einen Vergleich einstellen und die Gesamtforderung in den Wind pusten.

Bytheway: Beläuft sich deine Forderung, die Du geltend machst, auf mehr als 5000 € geht die Sache von Haus aus vor´s Landgericht. Und da besteht Anwaltspflicht.

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