Hauskauf: Gutachter erst nach Einigung über Kaufpreis?

4 Antworten

Sagt das die Bank?:
"Jetzt soll ich ein Angebot für das Haus abgeben, mich mit den Verkäufern auf den Kaufpreis einigen und erst dann zur Bank wegen der finalen Finanzierung und des Gutachters gehen."

Bin kein Profi für Immobilienfinanzierung, jedoch erscheint es mir auch unlogisch.

Kaufen würde ich erst nachdem der Gutachter da war. Vielleicht sollst Du einfach den Preis genau aushandeln, in Abhängigkeit der Bankzustimmung und des Gutachtens. "Dem Preis X stimme ich zu unter der Voraussetzung, das weder die Bank noch der Gutachter einwende haben."

Einen Kaufvertrag würde ich ohne schriftliche Zusage der Finanzierung der Bank nicht unterzeichnen. Aber vielleicht hat ja noch jemand eine Meinung dazu.

Hallo !

Also das ist eine komische Bankberatung. Ein Gutachter vor dem Kauf wäre sinnvoll.

Liebe Grüße

Der beauftragte Gutachter der Bank soll hier verhindern, dass sie ein minderwertiges Objekt für teures Geld finanziert. Er handelt nur im Interesse der Bank und nicht vorrangig des Käufers.

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thefishnr:

wigmuc hat dir bereits den üblichen und vor allem kostengünstigsten Weg aufgezeigt. Du kannst aber auch anders vorgehen.

Beauftrage vorweg einen Gutachter mit der Erstellung des Wertgutachtens. Als Auftraggeber bist du kostenpflichtig von vielleicht mehreren hundert Euro.

Der Verkaufsinteressent gibt dir anschliessend zu vertstehen, dass er mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist. Er verlangt einen (weit) höheren Preis, den du aber nicht gewillt bist zu zahlen.

Das Geschäft platzt und du bleibst auf den Gutachterkosten sitzen.

Dieses Vorgehen passt insofern auch, da ich dann Sicherheit über den Preis des Verkäufers und ggfs. eine Argumentation für Preisverhandlungen bekomme. Aber wie richtig angemerkt muss ich das Gutachten selber zahlen.

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Reservierung dauert schon ewog

Mein Mann und ich haben einen Makler beauftragt unser Haus zu verkaufen. Der dritte Interessent war sofort begeistert und hat das Haus vom Makler reservieren lassen. Das war Anfang Mai. Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Wir selber hängen total in der Luft, müssen selber ausziehen und können nirgends zusagen, weil wir nicht wissen wie es weitergeht. Wir haben mitlerweile herausgefunden dass der potentielle Käufer mit seinem eigenem Haus, das er "angeblich" verkauft hat, vor einem Jahr in Zahlungsschwierigkeiten steckte und kurz vor der Zwangsversteigerung stand. Makler hat nachgefragt und nach wochenlangem stummschalten der Käufer haben diese verlauten lassen, dass ihr Haus verkauft wurde, aber etliche Gläubiger vorhanden sind, die vom Notar jetzt alle angeschrieben werden. Erst danach weiß er angeblich wieviel Geld er noch zur Verfügung hat und was er dann für die Finanzierung benötigt. Makler sagt wir sind nun gebunden, weil der potentielle Käufer ja die Reservierungsgebühr bezahlt hat. Wir befürchten dass wir nur hingehalten werden und der am Ende doch nicht bezahlen kann. Dadurch hätten wir dann fast ein Jahr verloren, im Winter brauchen wir das Haus nicht anbieten, da kauft eh kein Mensch. Wie lange kann der Makler die Reservierung aufrechterhalten wenn wir als Verkäufer keine Lust mehr haben uns hinhalten zu lassen? Und müssen wir dem Makler dann etwas bezahlen, wenn daraufhin der Verkauf nicht zustande kommt?

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