Haus kaufen und Finanzierung durch Mieteinnahmen?

6 Antworten

Ich halte das, e fehlen ja leider Angaben, nach dem Sachverhalt für ein Abenteuer.

Wenn in der Finanzierung 100.000,- für die Sanierung/Renovierung enthalten sind, wie lange dauert das?

Wann werdet Ihr einziehen können und die Miete sparen?

Wann wird eine Vermietung möglich sein und wieviel Miete wird es geben?

Wie hoch werden die Nebenkosten im Haus sein?

Nehmt nur mal an die Nebenkosten wären 500,- Euro und es dauert 6 Monate bis ihr rein könnt.

dann zahlt ihr neben der Miete und dem Lebensunterhalt aus dem Gehalt auch noch die 2.950,- für den Schuldendienst udn die Nebenkosten.

Ist das in der Kalkulation enthalten?

Wenn Dein Ehemann Architekt ist, würde ich auch die von ihm berechneten Sanierungskosten mit 100.000,- schon mal auf 120.000,- erhöhen. Ich kenne keinen Architekten, der sich nicht um mindestens 15 % verrechnet hat.

bei dem Gehalt von 3.100,- und 3 Personen (mindestens) braucht ihr doch für Lebenshaltung mindestens 600,- Euro. Dazu Auto. dann Versicherungen.

Bei hauskosten (Schuldendienst udn Nebenkosten) von 3.500,- müsstet Ihr sichere 1.500,- Mieteinnahmen haben, um es zu machen zu können.

Ein "schöner" Katalog dank Deiner Erfahrungen!

Vielleicht "nur" noch zu ergänzen um die Anschaffungsnebenkosten, Umzugskosten, Möbelierungsanpassungskosten etc.

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Danke für die Antwort.

In unser EG könnten wir ca nach 5-6 Monaten rein da am wenigsten zu machen ist, dann würden wir auch die Miete einsparen. Wenn wir nicht zimperlich sind könnten wir auch nach verstreichen der 3 monatigen Kündigungsfrist aus der jetzigen Wohnung raus und in das Haus einziehen.

Den Kredit würden wir erst anfangen zu zahlen wenn die zwei anderen Einheiten saniert sind und potentielle Mieter da wohnen können. Die haben dafür den 01.01.2019 angesetzt.

Es würde ca eine monatliche Belastung von 2950€ anfallen. Mieteinnahmen wären ca. 1850€

Eine doppelbelastung wird es vorerst nicht geben bis die Sanierung abgeschlossen sind. Kann gerade nicht erklären wie die Bank das eingerechnet hat.

Die kosten hat er mit 80.000€ berechnet ca und 20.000€ Puffer eingebaut.

Ich wünsche ich hätte mehr Ahnung und könnte das hier besser erklären.

Das Grundstück mit der Lage und das Haus nach der Sanierung wären 1.4 Mio € wert der jetzige Verkäufer möchte es endlich los haben und das ist eine riesen Chance. Ich selber in Elternzeit kann durch mein Gewerbe Inn monat bis zu 1000€ dazu beitragen bis ich wieder arbeiten gehe.

Umzug usw wird privat alles gemacht da wir genug Sprinter usw haben. Auch Abbruch wird von der Familie und Freunden übernommen da genug dabei sind die sich damit auskennen.

Das Haus dürfen wir wenn möbiliert übernehmen und würden einiges mit unseren Möbeln ergänzen.

Die Küche wäre die einzige große neue Anschaffung und dafür habe ich was beiseite gelegt.

Ach und die 80.000€ EK sieht die Bank quasi für die Nebenkosten, Notar usw arbeiten. Wäre eine 100% Finanzierung.

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@househunter

Hier sind nun so viele neue, bisher unbekannte Fakten enthalten (Gewerbeeinkünfte von 1.000,- Euro, die Miete von 1.850,-), dass die Sache schon viel besser aussieht.

Trotzdem machen mir die 6 Monate bis zur Bezugsfertigkeit mit monatlichen Kosten für die Finanzierung (auch wenn die Bank Tilgungsaussetzung gewährt, die Zinsen wollen die auf jeden Fall haben).etwas Sorgen.

Ich traue nur Finanzierungsplänen, die ich selbst zusammengemogelt habe.

Riskiert 200,- Euro für einen Kollegen von mir und lasst es Euch nochmal genau vorrechnen.

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Danke sehr für deine Einschätzung auch wenn diese schwer ist mit meiner Erläuterung.

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Weil zum Rest einiges geschrieben wurde (Fazit: vergesst es!) noch eine Anmerkung von der psychologischen Seite.

Das Haus ist vermutlich schlecht, jedenfalls viel schlechter als ihr glaubt und das für alle anderen Alptraumhaus wurde für euch zum Traumhaus, weil ihr

  1. zuerst überboten wurdet (obwohl euer Preis vermutlich ok gewesen wäre) und es dann doch (zum höheren Preis) angeboten bekommen habt und ihr
  2. zuerst eine Absage von der Bank bekommen habt und dann doch eine Möglichkeit ausgerechnet wure.

Die Entscheidung dafür wäre sicher die Fehlentscheidung eures Lebens. Wer will schon zwei Mieter im eigenen Haus, von denen er das Geld auch noch essenziell braucht? Wer will bis die Kinder (und oft auch der Mann) aus dem Haus ist auf einer Baustelle leben, weil das Geld nicht reicht, alles gleich machen zu lassen? ... Spätestens wenn die Zinsen wieder bei füf Prozent im Jahr liegen, reicht es weder für noch ein Kind noch für Urlaub oder anderes, das dann für euch wichtig wäre.

Ich empfehle euch schon wegen der Umstände, die euch auf genau das Haus hinrnlos machen, das Projekt zu verwerfen.

So ganz kann ich die hier dargestellten Berechnungen zum Wert des Hauses nicht nachvollziehen. Mit einem Aufwand von insgesamt 810.000 Euro soll man ein Haus erstehen können das einen Wert von 1.400.000 Euro haben soll?

Woher soll die wundersame Vermögensmehrung kommen? Wieso werden dem Verkäufer die Türen nicht eingerannt wenn er eine solche Goldgrube im Angebot hat?

Schon sehr merkwürdig. Um den Haken an der Sache entdecken zu können müßte man weit mehr Informationen über Objekt, Standort, die örtlichen Miet- und Kaufpreise sowie die Nachfrage am Mietwohnungsmarkt haben.

Das Bietverfahren ist zwar abgeschlossen und Ihr sollt dennoch bieten? Was ist am bisherigen Gewinner "faul"?

Es handelt sich bei der Sparkasse nur um Eure Sparkasse und nicht um "die" Sparkasse. Meine Sparkasse tickt da ganz anders;-)

Ob der Kauf machbar ist, lasst sich nicht beurteilen, da diverse Komponenten nicht angegeben wurden, z. B. Kaufpreis (davon Grundstückswert), Anschaffungsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Maklerkosten), Umzugskosten, Nachlaufmietkosten u. Betriebskostennachzahlungen für bisherige Wohnung, Möbelierungsanpassungskosten (z. B. neue Küche?), Kosten für Unvorhergesehenes, bereits vermieteter Anteil (Risiko der zeitaufwändigen Mietersuche und des möglichen Mietausfallrisikos), Nettokaltmiete, vermietete bzw. selbstgenutzte Fläche (zugehörige Betriebskosten und AfA), Details der Finanzierung (Zinsbindungsdauer, gesamte Kreditlaufzeit), Jobsicherheit des Ehemannes etc.

Wo soll das zusätzliche Eigenkapital herkommen? Wie wird sichergestellt, dass der vermietete Wohnungsanteil überwiegend mit Fremdkapital und der selbstgenutze Anteil mit Eigenkapital finanziert wird (Steuerberater/-kosten)?

Der ganze Kosten- und Zahlungskomplex muss mal systematisch aufgedröselt werden!

Ja unsere Sparkasse wäre auch komisch wenn es die Sparkasse wäre und alle gleich :)

Bei der Anfrage lief das Bietverfahren noch und da sollten wir mitbieten obwohl das mit der Kreditanfrage noch läuft. Nicht danach. Wir wurden überboten und der Eigentümer möchte nun gerne uns das Haus trotzdem verkaufen. Klar zu dem Preis der zuletzt als höchstes geboten worden ist.

Danke für deine Antwort

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Also vorweg: Das Ding heißt "Laie" und nicht "Leie".

Ich halte das für ein zu großes Risiko und mit einer vernünftigen Familienplanung von Eltern die ihren Kindern ein sicheres, gutes Zuhause bieten sollten hat das nichts zu tun.

Wenn die Kosten (und normalerweise ist es dann noch ein Schnaps mehr) bei dem gesicherten Einkommen des Mannes liegen ist das Risiko einfach zu hoch.

Auf andere Aspekte haben die anderen ja schon hingewiesen. Für mich wäre das Vertrauen in die Mieter, also pünktliche Zahlung und pflegliche Behandlung des Gemieteten, einfach zu risikoreich.

Was machst Du wenn ein oder zwei Mieter mal 6 Monate nichts oder weniger bezahlen (egal ob zu Recht wegen eines Mangels oder einfach zu Unrecht). Rauswerfen kannst Du ihn erst nach einem gewonnenem Prozess und das zieht sich. Und Reserven um das aufzufangen habt ihr in den nächsten 10 Jahren nicht.

Eine Versicherung gegen Mietausfälle gibt es nicht.

Macht Dinge die ihr selbst kontrollieren könnt und nicht solche Konstrukte. Natürlich kann es gut gehen aber bei der Spielbank kannst Du auch gewinnen - die meisten gehen aber als Verlierer nach Hause.

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