Günstige Hypothekenzinsen für Aktienkauf nutzen und so fürs Alter vorsorgen?

4 Antworten

Für Aktienkäufe wird Dir keine Bank ein Hypothekendarlehen gewähren und damit bricht Deine ganze Anlagestrategie in sich zusammen. Darüber solltest Du froh sein, denn wenn die Bank einen derartigen Kredit gewähren würde, würde sie auch immer die Entwicklung des Depots im Auge behalten. Beim nächsten Aktiencrash -der so sicher kommen wird wie das Amen in der Kirche- würde man die Sicherheiten überprüfen und von Dir ggf. Ergänzung verlangen. Wenn Deine Aktien das nicht hergeben, dann könnte im schlimmsten Fall die Wohnung in Gefahr sein.

Und im übrigen: Wovon willst Du die Zinsen der Hypothek bezahlen? Das Spekulieren darauf, dass die Aktien weiter munter Dividende abwerfen mutet mir wie russisch Roulette an. Viele Firmen haben miese Jahre. Manche über lange Zeit als erzsolide geltende Unternehmen geraten völlig überraschend in die Krise. Spontan fällt mir da die IKB-Bank und ihr trauriges Schicksal ein. Im Gegensatz zu Dir meine ich, dass sogar alles schief gehen könnte wenn man einen solch heißen Reifen fährt.

Ich würde den Hypotheken-Kredit über 20 Jahre abschließen um sicherzugehen, dass die Dividende den Kredit tilgt.

Zudem habe ich 1000 Euro im monat, die ich für Zinsen und Tilgung aufwenden kann, sollte GDF Suez keine Dividende mehr bezahlen oder pleite gehen. Ich würde aber mich erstmal auf die Dividende verlassen und die 1000 Euro monatlich solange ich die Dividenden bekomme zum Tilgen erstmal für das monatliche kaufen kleiner Aktienpositionen weiterer Dividendenwerte verwenden.

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@Allraunengelee

Für Aktienkäufe wird Dir keine Bank ein Hypothekendarlehen gewähren und damit bricht Deine ganze Anlagestrategie in sich zusammen.

und

Ich würde den Hypotheken-Kredit über 20 Jahre abschließen um sicherzugehen, dass die Dividende den Kredit tilgt.

Hörst Du überhaupt zu, was die Leute hier sagen ? WILLST Du überhaupt einen Rat oder suchst Du einfach nur jemanden, der Deinen Wunsch bestätigt ???

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Bei der Kursentwicklung von GDF seit 2008 hätte ich um mein investiertes Kapital einfach Angst. Ich bin zwar kein Chartist, aber bei GDF sehe ich einen bösen Trend: abgestraft von der Börse. Hinzu kommt bei der momentanen allgemeinen Überhitzung der Aktienmärkte, dass auch viele andere Aktien ein Potential für Kursrückgänge aufweisen. Ich würde momentan weder in Aktien noch in Aktienfonds investieren, also weder mit Mitteln aus einem Immobilienkredit noch aus laufendem Einkommen.

Warum sparst Du jetzt nicht einfach b.a.w direkt aus Deinen monatlichen € 1.000 auf einem Tagesgeldkonto für einige Monate an, um in 6 oder 12 Monaten erneut die Situation zu prüfen? Dir fehlt momentan ja schon Vermögen, also auch der sog. Notgroschen in Höhe von 3-5 Nettogehälter. Wenn Du diesen Notgroschen hast, dann sehen wir weiter. Aber nicht mit einer derzeit unsinnigen Belastung der Immobilie für eine spekulativen Aktienkauf bitte!

Ja ich habe diesen Notgroschen, aber durch einen Kredit kann man eine wesentlich höhere Rendite erzielen und kann diesen Notgroschen dennoch weiter behalten.

Zudem steigen stark gefallene Aktien eher und fallen im Crash nicht so tief wie zuvor stark gestiegene. BMW und BASF sind ja von 17 auf 85 respektive 80. Hier ist klar, dass es gewaltig scheppern muss. Aber wohin soll GDF fallen, wenn die sogar Schulden abbauen und 10% Dividende bezahlen? Die können ja nicht genauso stark fallen wie BMW oder BASF, um wieder auf ein Niveau von vor der Rallye zurückzukommen.

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@Allraunengelee

um wieder auf ein Niveau von vor der Rallye zurückzukommen.

Da hast Du völlig Recht, aber vor der Rally stand die Aktie viel höher;-) Während der letzten 5 Jahre stieg der Index MSCI World von 100 auf 180 %. GdP fiel hingegen von 100 auf 60 %. Die Zinsbelastungen von GdP steigen jährlich. Das Ergebnis 2012 ist gegenüber 2011 mächtig gesunken. Deinen GdP-Optimismus teile ich nicht!

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@Allraunengelee

Zudem steigen stark gefallene Aktien eher und fallen im Crash nicht so tief wie zuvor stark gestiegene.

Sorry, aber das ist Sesamstraßenargumentation !

BMW und BASF sind ja von 17 auf 85 respektive 80. Hier ist klar, dass es gewaltig scheppern muss.

Wieso ist das klar ? Da sollte man sich anschauen, wann und warum die 17 waren und woran die 80 liegen. BMW und BASF stehen (derzeit) auf starken Füßen, für ein Scheppern sehe ich da aktuell keinen Grund.

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Günstige Hypothekenzinsen für Aktienkauf nutzen

diese Zinsen wirst du nicht bekommen, wenn man dich fragt, wofür du das Kapital einsetzten willst. Hypothekenzinsen gibt es nur, wenn du das Kapital entsprechend einsetzt, sonst nicht.

Wenn du Geld aufnimmst, um damit Aktien zu kaufen, dann wird die Bank die Wohnung als Sicherheit nehmen. Das könnte funktionieren. Aber die Verzinsung dieser Geldaufnahme sehe ich mehr bei > 6%. Damit funktioniert dein Deal nicht mahr so richtig oder er lohnt sich nicht mehr.

Übrigens sieht die Bank das nicht so wie du. Die wollen einen Teil in Cash für einen solchen Kredit. Aktien/ Depots werden nur zu einem gewissen Grad beliehen. Wenn der Wert der Aktie fällt, wollen die Geld sehen. Und das wäre wie von deiner Wohnung einen Teil abschneiden.

Ob du nun GDF kaufen sollst, France Telecom etc., weiss ich nicht. Das musst du entscheiden.

Die Rückforderung der Quellensteuer ist für mich weniger das Problem

Wie geht das, wenn du in D lebst? Das verstehe ich nicht.

Wann genau entfällt eine von einer HV beschlossene Dividende auf eine Aktie?

Es geht um Folgendes: Ich besitze u. a. Aktien der Deutschen Beteiligungs AG, die heute ihre HV durchführt. Bislang habe ich einen rechnerischen Kursgewinn von ein paar hundert € erzielt. Heute wird voraussichtlich eine Dividende von 200 € beschlossen. Erfahrungsgemäß sinkt danach der Kurs der Aktie mindestens um die Höhe der Dividende. Ich erwäge nun, mich von dem Papier möglichst rasch nach Dividendenanrechnung (nicht: -zahlung) zu trennen, um die wahrscheinliche Kursbewegung nach unten nicht komplett mitzuvollziehen.

Gibt es eine allgemeine Regel, nach der man als für die Dividendenanrechnung im zeitlichen Grenzbereich relevanter Besitzer einer Aktie gilt?

Wäre das

  • das Ende der HV?

  • der Tag der HV ab 18/ 20 h?

  • der offizielle Handelsbeginn am folgenden Tag?

Muss man vielleicht damit leben, dass Investoren, die den außerbörslichen Handel nutzen können, dieselbe Idee haben, aber zwangsläufig schneller sind, weil sie über Nacht handeln können?

Wie sieht das, falls es keine allgemeine Regel geben sollte, bei der Dt. Bet. AG aus?

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Aktienverlust / Dividende in EkSt Erklärung angeben?

Mal angenommen, man erzielt sein Haupteinkünfte aus einem Gewerbe und ist somit verpflichtet die EkSt Erklärung abzugeben. In 2017 spekuliert man zum ersten mal mit Aktien und hat am Jahresende einen realisierten Verlust von 10.000€. Daneben erzielt man 1000 Euro durch Dividendenausschüttungen. 

Soweit ich es verstanden habe, wird bei der Bank, der Aktienverlust als Verlustvortrag in 2018 eingetragen und kann nicht mit anderen Einkünften (zB aus dem Gewerbe) aus 2017 verrechnet werden. 

Dazu nun zwei Fragen: 

Wird die erhaltene Dividende mit dem Aktienverlust bei der Bank verrechnet?

Muss bzgl des Aktienverlust sowie der Dividendenausschüttung etwas hierzu in der EkSt Erklärung 2017 angegeben werden (wenn ja, was genau)?

Danke.

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