Grundsicherung für Ehe-Mann 77J. im eigenen Haus 130 qm mit Frau?

5 Antworten

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Der bisherige Lebensstil soll auf Kosten der Allgemeinheit beibehalten werden. Ob dafür die Allgemeinheit zahlen wird, daran melde ich gewisse Zweifel an.

Das Haus ist mehr als doppelt so groß wie es als für ein Ehepaar im Mietwohnungsbau als angemessen angesehen wird. Das wird die Frage der Gewährung von Zuschüssen für die Erhaltung des Hauses nicht gerade erleichtern. Solche Zuschüsse müßte man hier beim Grundsicherungsamt beantragen. Die Frage nach der Erfolgsaussicht kann kein Mensch beantworten. Es handelt sich um Ermessensentscheidungen deren Ergebnis nicht absehbar ist. Allerdings sollte man sich wenig Hoffnung darauf machen, dass eine Generalsanierung bezahlt werden könnte. Bei größeren Sanierungen könnte im übrigen zur Absicherung einer eventuellen Darlehensgewährung eine Belastung des Hauses mit Grundpfandrechten verlangt werden. Es kann also sein, dass das offenbar Dir zustehende Erbe dann empfindlich geschmälert wird.

Nach der so langen Wohnzeit und in dem Alter + Altersschwäche und Erkrankung ist eine andere neue Wohnung sozialrechtlich nicht zumutbar

Gerade für diese Fälle gibt es Pflegeheime, in denen beide zusammen in einer angemessenen Wohnung untergebracht werden - und dort unter Aufsicht einen ruhigen Lebensabend verbringen können.

Wird das renovierungsbedürftige Haus verkauft und der Erlös wird dafür investiert, bleibt zwar kein Erbe mehr über, kommt aber den älteren Herrschaften zugute.

Hier eine Teilantwort: die 130QM des Hauses sind sicherlich die Rohbaumasse die bei der Bauplanung berechnet wurden. Davon kann man ohne weiteres 20% abziehen. Es bleiben also netto nur 104QM übrig. Bei der Grundsteuer wird ja auch so verfahren. Wenn Balkone und Terassen mit eingerechnet wurden, diese zuvor abziehen.

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Wie schrieb Goethe:

"Im Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr's nicht aus, so legt was unter."

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