Grundsicherung, Abzug der Betriebsrente?

5 Antworten

Hallo,

das du die Rente nicht sofort angegeben hast, war natürlich ein Fehler, ob unbeabsichtigt oder beabsichtigt ! 

Ein kleiner Lichtblick könnte für dich künftig das Betriebsrentenstärkungsgesetz sein, welches allerdings erst zum 1.Januar 2018 in Kraft tritt. Es wurde am 1. Juni 2017 im Bundestag verabschiedet. Am 7. Juli 2017 stimmte der Bundesrat zu. 

Darin heißt es u.a.

" Wer eine kleine Rente bezieht und daneben Grundsicherung, für den bleiben freiwillige Zusatzrenten künftig bis 202 Euro anrechnungsfrei. Das gilt für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung........"

dazu nähere Details:

https://m.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/12/2016-12-21-betriebsrente-wird-attraktiver.html

Danke für Ihre Antwort, leider tritt dieses Gesetz erst 2018 in Kraft, ich bräuchte aber jetzt ein Hilfe.

Gruß

Wenzl

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Danke für Ihre Antwort! Leider tritt dies erst 2018 in Kraft!

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@Wenzl

schon klar, richtige Antworten kamen ja schon......deshalb,  

" Ein kleiner Lichtblick könnte für dich künftig ......." 

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Ach, ist schon verabschiedet - dann ist das ja keine Zukunftsmusik (wie ich in meiner Antwort schreibe), sondern ein schönes Konzert.

Wetten, darauf ruhen sich die Politiker wieder aus, so als hätten ALLE Grundsicherungsbezieher nach SGB XII diese (volle) Summe zusätzlich zur Verfügung, und damit darf der Regelsatz ruhig weiter so künstlich kleingerechnet bleiben ... so wie sie sich auch auf die Existenz der Tafeln ausruhen ("können ja zur Tafel gehen", schwadronieren ja tatsächlich einige Politiker).

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@cyracus

Vielen Dank für Ihre Mühe und Nachricht! Könnte ich eine Chance haben, dass einbehalte Geld von der Betriebshaftpflicht wieder zurück zu bekommen? Kann es sein, dass ich dann die 70,--€ wo die Grundsicherung einbehält wieder monatlich zu bekommen? Ich bin einfach überfordert mit den ganzen Berichten. LG  Wenzl

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@Wenzl

Hi Wenzl, mit einer Rückzahlung rechne vorerst besser mal nicht. Ich denke es wird eine Stichtagregelung werden, also ab Termin 01.01.18 ! 

Bleib trotzdem vorsichtshalber am Ball und warte etwaige Durchführungsbestimmungen ab. Ich bin darin aber eher pessimistisch. 

Gruß  ! 

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Natürlich zählt eine Betriebsrente zu den Einnahmen, die dann, wenn man Grundsicherung bekommt, abgezogen werden. Alles andere wäre ungerecht.

Trotzdem läuft da was falsch. Warum hast du so wenig zum Leben und warum musst du die Operation selbst bezahlen? Lass dich beraten.

Die Krankenkasse bezahlt nur 140,--€ dazu. Ich habe so wenig zum Leben, da mir monatlich 70,--€  von der Grundsicherung abgezogen wird. Die Auszahlung  der Betriebsrente wird mir monatl. auf 3 Jahre abgezogen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Gruß

Wenzl

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Alles andere wäre ungerecht.

Lies @Primus antwort.

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@cyracus

Primus hat nicht geantwortet oder es ist gelöscht worden.

Du gehst scheinbar davon aus, dass die Politiker um ihre Wähler zu ärgern die Grundsicherung klein halten.

Problem ist aber, dass die, die ohne Umlagen vom Staat auskommen wenigstens ähnlich gut gestellt werden sollen wie die, die Umlagen bekommen. Das und ich denke vor allem das deckelt die Grundsicherung.

Eigene Altersvorsorge in gewissem Umfang nicht anzurechnen ist ein richtiger Schritt, soll aber verschiedene Klassen von Grundsicherungsbeziehnern schaffen denn natürlich soll es dem, der etwas für seine Altersvorsorge gemacht hat besser gehen.

Versetze dich in die Lage derer, die es zum Teil mühsam schaffen, ohne Grundsicherung über die Runden zu kommen und du verstehst, dass demjenigen, der das nicht schafft und der auch nichts für das Alter zurückgelegt hat, weniger bleiben sollte. 

Nebenbei: schon mal ausgerechnet, was die Änderungen für junge Frauen (egal ob mit oder ohne Partner/Ehemann und unabhängig von ihm) bedeutet, die wegen Kindern nicht voll arbeiten können? Für 60 € im Jahr gibt der Staat 175 € Grundzulage und 300 € je Kindergeld-Kind im Jahr drauf. Bei zwei Kindern bekommt die Frau für 60 € Eigenbeitrag - jedenfalls 18 und bis zu 25 Jahre 775 € vom Staat (Rechnung bis 20.875 € eigenes rentenversicherungspflichtiges Einkommen), die dann, wenn das Leben anders kommt, ihre Grundsicherung um bis zu 202 € (und die kommen auch wenigstens raus) erhöhen.

Ich frage mich, wer beraten hat, wenn irgendeine nicht voll berufstätige Mutter das nicht macht!

Nebenbei gibt es auch ganz ausgezeichnete vollkommen flexible Fondsprodukte ohne einmalige oder auf die ersten fünf Jahre verteilte Abschlusskosten und ohne Abschlußkosten auf die Zulagen. Du scheinst in dem Bereich der Hilfe tätig zu sein. Denke darüber nach!

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@Rat2010

Ich bin 67 Jahre und bekomme zu meiner Rente von 400,--€ Grundsicherung dazu, diese beträgt 373,--€, davon wird 70,--€ abgezogen, wegen meiner Auszahlung der Betriebsrente auf einmal Jan. 2016, 2.700,--€, da ich schlecht sehe, habe ich die Klauseln nicht gelesen, habe es zu spät gemeldet. Muss jetzt 3 Jahre mit dem Abzug von 70,--€ zurecht kommen. Miete 490,--€, gesundheitlich muss ich auch öfters zum Arzt (kostet auch Fahrtkosten), meine Augen OP muss ich selber bezahlen, da ich ja noch nicht blind bin, ich habe fast keinen Sinn mehr am Leben.  Vielen Dank für Ihre Mühe und Hilfe.   MFG Wenzl

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@Wenzl

Wenzl,

wie schon oben geschrieben, zurück gibt es wohl eher nichts aber ......

stell im Dezember 17 einfach einen entsprechenden Antrag betr. zukünftiger Zahlungen und beruf dich dabei auf o.g. Gesetzeslage. 

Wie heißt es doch so schön: 

"wer es versucht kann verlieren, wer es gar nicht erst versucht, hat schon verloren " !

Ich wünsche dir Glück !  Gruß 

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@Rat2010

Primus hat nicht geantwortet oder es ist gelöscht worden.

Ja, richtig, sorry, es war @Gaenseliesel - lies doch mal ihre Antwort. Damit erübrigen sich Deine diesbezüglichen Ausführungen.

Was die politischen Ansichten angeht, darauf gehe ich nicht ein. Denn all das muss ja auch der Fragesteller lesen, der damit sowieso große Schwierigkeiten hat. Das erspare ich ihm.

Das Abdriften zu Partner / Familie / Kind gehört hier gar nicht zum Thema. Bitte geh hierauf nicht weiter ein.

Weil der Fragesteller schlecht lesen kann und sowieso ziemlich fertig ist, ist es wichtig, den Focus auf ihn zu halten.

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Hallo,

hier ist als Betrag ein Maximum der Aufrechnung von 5% der laufenden Grundsicherung angegeben:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/44b.html

Ich würde das Sozialamt schriftlich auf diesen Paragraphen hinweisen und eine Reduzierung des monatlichen Betrages von 70 Euro beantragen.

Ich bin aber kein Experte für Grundsicherung. Ggf. kommen noch genauere Antworten.

Mit welcher Begründung zahlt die Krankenkasse nur 140 Euro Zuschuss? Ist es eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Gruß

RHW


@Wenzl, lass Dich auch diesbezüglich bei der Sozialberatung beraten.

Und wenn Du dies dann im Grundsicherungsamt klären willst, geh mit einem Ämterlotsen hin.

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