Gewerbeschein und die 70-Tage-Regelung beim Minijob: Wie wird das steuermäßig verrechnet?

2 Antworten

      Dieses Jahr habe ich nun auch noch zwei Wochen lang einen Messejob gemacht, der jedoch nicht über den Gewerbeschein lief, sondern auf Basis der 70-Tageregelung, die seit diesem Jahr geltend gemacht werden kann. 

Die Regelung gibt es nciht erst seit 2015, aber es wird durch den Arbeitgeber pauschal versteuert, also Dir nicht abgezogen. Daher gehört es nicht in die Einkommensteuererklärung.

    Nun bin ich aber unsicher, ob diese bei mir überhaupt in Kraft tritt, da ich mit den Einnahmen meines Kleingewerbes dieses Jahr definitiv die 8.004,00€ Jahresgrenze bzgl. Lohnsteuer einnahmen überschreiten werde

Kleingewerbe gibt es nicht. Du hast vermutlich ein Gewerbe als Nebenerwerb angemeldet. Vermutlich meinst Du mit dem 8.004,- Euro Freibetrag den Grundfreibetrag, der ist dieses Jahr 8.472,- Euro und gilt nicht nur für Einkünfte die dem Lohnsteuerabzug unterliegen, sondern für Einkünfte aus allen Einkunftsarten, also auch für Deinen Gewinn aus Gewerbebetrieb.

   (allerdings auf jeden Fall unter der Jahresgrenze von 16.000,00€ in Bezug auf den Gewerbeschein bleiben werde). 

mit  diesem Betrag meinst Du vermutlich die Kleinunternehmergrenze von 17.500,- Euro, die in der Umsatzsteuer gilt, bis zu der die Umsatzsteuer nicht erhoben wird.

Wenn Du aber auf Messen arbeitest, also für Unternehmer, dann solltest Du dem, der Dir geraten hat diese Kleinunternehmerregelung zu nutzen, die Freundschaft kündigen. Der hat Dich um bares Geld gebracht. Für Deine Auftraggeber ist es nämlich egal, ob Du denen 500,- Euro als Kleinunternehmerin berechnest, oder 500,- + 19 % Umsatzsteuer 95,- Euro = insgesamt 595,- Euro als Regelbesteuerin, denn die 95,- Euro ziehen die sich als Vorsteuer ab. Aber dafür könntest Du die Umsatzsteuer aus Deinen Kosten (Fahrtkosten, Reisekosten, Telefon, Internet (Tel.+Intern. jeweils anteilig),) selbst als Vorsteuer abziehen.

Der Freibetrag von 8004 Euro (dieses Jahr schon wieder erhöht) wird nicht auf die Einnahmen angerechnet, sondern auf die Einnahmen abzüglich der Ausgaben. Ich gehe davon aus, dass bei dir jede Menge Kosten angefallen sind, zB Fahrtkosten (oder Pauschalen), Verpflegungsmehraufwendungen (gesetzliche Pauschalen) und vllt noch der ein oder andere Euro an Verwaltungskosten. Auch das Studium wird eine Menge kosten (Semesterbeiträge, Familienheimfahrten, Wohnungskosten), die als als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Auch Krankenversicherungsbeiträge können beispielsweise Steuermindernd wirken.

Bereits bei meiner sehr oberflächlichen Betrachtung findet man also durchaus recht viele Ansatzpunkte für steuermindernde Umstände, so dass ich zuversichtlich bin, dass bei den avisierten Einnahmen keine Steuerlast anfallen muss.

Wo steuerpflichtig? Beschränkt oder voll einkommenssteuerpflichtig?

Hallo Zusammen,
hier ein paar Eckdaten zu meiner Situation:

1. Ich lebe im Jahr 7 Monate im EU-Ausland und bin dort selbstständig.

2.Ich bin in Deutschland gemeldet.

3.Ich übe in den restlichen 5 Monaten mehrere kurzfristige Beschäftigungen in Deutschland aus bei verschiedenen Arbeitgebern.

4.Ich habe keine eigene Wohnung und übernachte meistens in Hotels oder bei Bekannten wenn in Deutschland.

Fragen:

a. Bin ich nun in Deutschland mit meinem Welteinkommen steuerpflichtig oder nur das Einkommen dass ich in Deutschland erwirtschafte?

b. Kann ich weiterhin in Deutschland auf die 70-Tage Regelung arbeiten wenn ich mich komplett aus Deutschland abmelde?

c. Gibt es andere Möglichkeiten in Deutschland "sozialversicherungsfrei" in kurzfristigen Beschäftigungen zu arbeiten ohne Studentenstatus und Wohnhaft in Deutschland?

Vielen Dank für Eure Hilfe! :)

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2). Wenn man ab und zu auf die Lohnsteuerkarte arbeitet, wird das zusammen gerechnet, oder ich kann ruhig auf 400€ arbeiten?

Vielen Dank im Voraus für die AntwortEn

Lena

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Ausbildung + Gewerbeschein

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Ich kenne mich leider fast überhaupt nicht mit Steuerangelegenheiten aus und hoffe deshalb, dass mir hier jemand schnell helfen kann. Ich weiß, dass es im Gewerbe so eine Steuertabelle gibt, anhand der man ablesen kann wie viel Steuern man ca. dann am Ende des Jahres an das Finanzamt zurückzahlen muss. Aber muss ich da meine Ausbildungsvergütung miteinberechnen? (->Umsatzgrenze 17 500€..) Oder zählt da lediglich das, was ich mit meiner selbständigen Tätigkeit verdiene? Denn da würde ich im Jahr nicht über die 17 500€ kommen.

Was würde abgesehen davon noch an Abgaben anfallen wenn man ein Kleingewerbe angemeldet hat? Bestünde trotz Anmeldung eines Kleingewerbes die Möglichkeit nebenbei noch auf Lohnsteuerkarte zu arbeiten? Oder zumindest Auf Lohnsteuerkarte über die 50-Tage-Regelung?

Sorry falls ein paar blöde Fragen dabei sind, wie gesagt, ich habe keine Ahnung davon ;)

Vielen Dank schon mal!

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