Geldanlage in Pflegefonds - Sicherheiten und Risiken?

4 Antworten

Grüß Dich!

Nein, meiner Meinung nach ist das überhaupt keine gute Idee bzw. sehe ich da kein großes Potenzial, dass man eine angemessene Rendite erzielt. 

Vielleicht magst du dich stattdessen mal etwas genauer über den Goldkauf informieren. Bei http://www.bullion-investor.com/gold/cook-islands habe ich mir beispielsweise vor kurzer Zeit die Cook Island Goldmünzen besorgt und dank der Plattform einen Münzhändler gefunden, wo ich einen super Preis gefunden habe. 

Im Vergleich zu dem Händler, wo ich früher immer gekauft habe, konnte ich über 10% sparen. 

Meine Erfahrungen mit geschlossenen Beteiligungen sind nicht die besten. Die Auszahlung zieht sich hin.

Hallo André,

die von Dir genannte Seite habe ich mir einmal angesehen. 

Zur Notwendigkeit den steigenden Bedarf an Pflegeheimen abzudecken gibt es nichts zu deuteln.

Trotz alledem ist das eine Unternehmerische Beteiligung. Die avisierten Ausschüttungen haben Bestand, solange entstehende Kosten auch mit der Planung übereinstimmen. Ob bei einem Direktinvestment in Pflegeimmobilien oder auf Fondsebene gibt es Fallstricke.

Die Sicherheit der laufenden Mieteinnahmen ist ein wesentlicher Aspekt. Das sichert die staatl. Refinanzierung. Dazu muss die Pflegeeinrichtung jedoch bestimmte Kriterien erfüllen (Anzahl qual. Personal, Berichterstattung, u.a.). Wenn das alles gegeben ist, fließen auch bei zeitweiligen Leerstand die Einnahmen. 

Diese Sicherheit bieten: Psych. Einrichtungen, Behindertenheime, Hospitzeinrichtungen und stat. Pflegeeinrichtungen. Betreutes Wohnen, z.B. ist dabei außen vor.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Kalkulation der Rendite. Je nachdem wie realistisch Erhaltungsaufwendungen kalkuliert sind fällt die Rendite höher/niedriger aus. Durch weglassen künftiger Erhaltungsmaßnahmen, fällt der Ertrag auf dem Papier höher aus, reduziert sich u.U. in der Praxis.

Lass Dir doch die Unterlagen zuschicken und von einem, im Kapitalanlagerecht, versierten Fachmann prüfen. Informiere Dich auch über die steuerliche Auswirkung.

Checke Agio und "Weichkosten". 

Bsp. Beteiligungssumme 10.000€ zzgl. 5% Agio = 10.500€ Investition. Bei angenommenen Weichkosten von 13,29% würden für Dich effektiv nur 8.826,90€ arbeiten. Um auf die 5,25% Ausschüttung zu kommen müsste damit der Nettoertrag der Investition bei 5,95% liegen.

Aus meiner Erfahrung mit Direktinvestments ist das schon "sportlich".

Lass Dich nicht von Renditen nach der Methode des internen Zinsfuss (IRR) irre führen. Rechne selber mit einem Zinseszinsrechner.

Bsp.:Investition zzgl. Agio: 10.500€

Laufzeit 12 Jahre

Gesamtmittelrückfluss Soll 

Gesamt-Ausschüttungen Soll in Prozent 66,38 + Verkaufserlös Soll in Prozent107,91 = Gesamtmittelrückfluss Soll vor Steuern in Prozent 174,29.

Wenn diese Zahlen so eintreffen, hast Du einen Rendite von 4,3% vor Steuer.

Im Prospekt, stehen auch die Rückzahlungsmodalitäten. I.d.R. sind Kündigungsfristen einzuhalten (Bsp. 1/2 J. zum Jahresende). Eine Auszahlung kann dann frühestens erfolgen wenn der Abschluss gemacht und von der HV abgesegnet ist. Meistens dauert das 6-9 Monate. Eine Auszahlung ist dann eher Anfang des Folgejahres zu erwarten.

Diese Ausführung spiegelt meine Erfahrung mit geschlossenen Fonds wieder. Die Anlage kann sicher sein,ist jedoch nicht sehr fungibel. Macht auch nichts, wenn das Kapital nicht zu einem exakten Zeitpunkt benötigt wird.

Zum Zweitmarkt, gibt es aktuell einige Publikationen in der Fachpresse. Die Bafin will dem Zweitmarkt vorschreiben, PRIB's für die gehandelten Fonds zu erstellen. Das könnte der "Tod" eines Zweitmarktes sein.

Ob der interne Zweitmarkt des Anbieters funktioniert? Wenn jemand gefunden wird Deinen Anteil zu übernehmen, ja. Nur zu welchen Preis? Du hast ja Erträge, Steuervorteile genossen, die der Erwerber nicht mehr bekommt. Das wird i.d.R. durch einen Abschlag kompensiert. Damit würde wieder Deine Rendite in den "Keller" gehen.

Fazit: Sicherheit kann hier gegeben sein, da ein hoher Bedarf an Pflegeplätzen besteht und bei Ausfall von Mietzahlungen der Staat einspringt. 

Es bleibt ein Risiko der Ausschüttungshöhe und Schlusszahlung. Von der Kündigung einer Beteiligung bis zur Auszahlung gehen leicht 1 1/2 - 2 Jahre ins Land.

Setze Dich doch mit einem unabhängigen Berater (keinen Vermittler/Verkäufer) zusammen. Kläre mit diesem Deine Anlageziele und Liquiditätsansprüche. Dann wirst Du ein Konzept erhalten das zu Deiner Anlagementalität passt.

Lebensversicherung Versteuerung jährlicher Freibetrag?

Hallo zusammen,

ich habe mich bezüglich der Versteuerung von Lebensversicherungen schon eingelesen, eine Frage bleibt aber leider ungeklärt.

Klar ist mir, dass die Lebensversicherung am Ende versteuert wird, wenn der gesamte Kapitalbetrag ausgezahlt wird. Der Steuerssatz beträgt dann 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag.

Was ich noch nicht herausfinden konnte:

Der Kapitalbetrag beträgt 60.000 €, die Auszahlung beträgt 80.000 €, somit werden 20.000 € besteuert. Die Lebensversicherung läuft vom 2010 bis 2020. Wie ist das mit dem jährlichen Steuerfreibetrag auf Zinsen vom 801 €?

Bekomme ich dann bei Auszahlung nur den jährlichen Steuerfreibetrag für das Auszahlungsjahr in Höhe von 1x 801 €? Oder bekomme ich den Freibetrag für die Laufzeit 10 x 801 €? Ich habe in der Zeit von 2010 bis 2020 keine weiteren Zineinkünfte, daher wäre der Freibetrag bei Variante 1 ja quasi verschenkt.

Kennt sich jemand aus und kann helfen?

Für Antworten bedanke ich mich!

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