Erbschaft Immobilie mehrere Geschwister, Enkel zieht evtl. bevor Erbschaftsfall eintritt ein, was zu beachten?

2 Antworten

Ich verweise zunächst auf den 1. Absatz in der Antwort von Bankrevisor, den ich voll unterschreibe:-)

Der hausübliche Mietvertrag zwischen Grossvater und Enkel sollte eigentlich die übrigen Interessenten an diesem Vorgang angemessen schützen. Nicht besser aber auch nicht schlechter (allenfalls rechtliche Änderungen aufgrund neuerer Rechtsprechung, z. B. Schönheits-/Kleinreparaturen, umfassender Betriebskostenkatalog etc.)

Allerdings ist die Einflussnahme des einen Elters zugunsten seines Kindes auf den vermietenden Großvater zu befürchten, nicht nur beim Abschluss, sondern auch bei der späteren Vertragsdurchführung. Der Elter drückt auf die Tränendrüsen des Vaters, um für sein Kind zu sprechen.

Die anderen potentiellen Miterben dieses Elters sollten daher den
Grossvater von einem solchen Mietvertrag mit dem Enkel abraten, da es
dann in der künftigen Erbengemeinschaft zu massiven Interessenkonflikten kommen kann, z. B. bei Mietanpassungen, Instandhaltungs-/Modernisierungsvorhaben und Zahlungsverzügen.

Hier ist zu raten, einen Mietvertrag abzuschließen, also zwischen Großvater (oder dessen Vertreter) und dem Enkel. Dann entsteht hier ein "normales" Mietverhältnis mit den üblichen rechtlichen Bestimmungen. Ein spezielles Wohnrecht lässt sich daraus nicht ableiten, das müsste dann schon vertraglich vereinbart sein. Tritt der Erbfall ein, kann das Haus dann verkauft werden, an wen auch immer. Irgendein preislicher Nachlass oder sonstiger Vorteil steht dem Enkel hierbei nicht zu.

Ggf. kann sogar die Überlegung angestellt werden, ob der Mietvertrag befristet vereinbart (und ggf. immer wieder befristet verlängert) wird. Das hat den Vorteil, dass im Erbfall keine mitunter rechtlich schwierig Kündigung eines unbefristeten Mietverhältnisses erfolgen muss. Denn der Verkaufspreis für ein vermietetes Haus liegt in der Regel unter dem eines leeren Hauses.

53

Dem ersten Abschnitt kann ich voll und ganz zustimmen. Leider nicht dem zweiten.

Die Befristung erfordert die Nennung eines Grundes im Mietvertrag. Es kann nicht immer wieder befristet verlängert werden, dann würde der MV als unbefristet bewertet.

Da es ein Mehrfamilienhaus ist, kommt es im Erbfall nicht alleine auf die "Enkelwohnung" an. Und ein kompletter Leerstand wäre eher kontraproduktiv.

3
14
@LittleArrow

Du hast absolut recht. Da habe ich zu schnell gelesen und das "Mehrfamilienhaus" übersehen, in der Folge bin ich "ins Haus" einziehen von einem EFH ausgegangen. Bei einem MFH ist der Preis durch die Vermietung in der Praxis auch nicht niedriger als bei Leerstand, insofern ist das dann egal.

Auch richtig ist natürlich die Begründung. Bei einem EFH hätte man die ggf. noch hinbekommen, aber bei einem MFH ist auch diese für alle Wohnungen definitiv nicht möglich.

3

Ablehnen des Erbes zu Lebzeiten des Erblassers?

Hallo,

wieder lauter Fragen: Kann man als Kinder das Erbe der Mutter/ Eltern zu Lebzeiten ausschlagen? Ich habe bisher herausgefunden, dass es möglich ist, allerdings nur mit Unterschrift beider Seiten (Notar).

Muss der Ehepartner mit unterschreiben? Oder ist es generell so, wenn eine Privatinsolvenz ansteht, dass die Ehepartner der Kinder(direkte Erbfolge) nie haften müssen, egal ob Ehevertrag oder ohne Vertrag geheiratet wurde und unabhängig vom Einkommen des Ehepartners der Kinder, die die Schulden erben würden....... Somit würde es bedeuten, dass nur diejenigen in der "Pflicht" stehen, die in der direkten Erbfolge stehen, sprich Kinder, dannach Enkel (falls volljährig) oder Geschwister des Erblassers.

Was ist mit dem Testament und den Wünschen des Erblassers?

Bei Ausschlagung des Erbes gilt doch nur, dass die Kinder trotzdem für die Beerdigungskosten aufkommen würden. (?)

Danke für die sehr hilfreichen Antworten!!

...zur Frage

Verkauf einer Immobilie aus einer Erbengemeinschaft

Hallo zusammen

vor 20 Jahren hat ein Großvater 2x Zwei-Familienhäuser (als Erbengemeinschaft) an seine Enkel vererbt - die Häuser waren damalig mit Hypotheken belastet. Diese Häuser wurden 1965, bzw. 1968 erbaut und sind seitdem ausschließlich im Familienbesitz. Beide Häuser wurden jeweils von einer Partei selbst genutzt und die andere Wohneinheit vermietet – die Einnahmen wurden ordnungsgemäß über die Einkommenssteuer versteuert. Heute sind die Häuser Schuldenfrei, so dass diese jetzt getrennt werden sollen. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie dies event. geschehen soll. 1.) Eine Möglichkeit wäre, dass einer eine Hälfte an den anderen Verkauft und das dieses Geld, wieder in das Haus investiert wird, welches dann noch beiden gehört. 2.) Eine weitere Möglichkeit wäre, dass einer eine Hälfte an den anderen Verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf würde in eine neue, andere Immobilie investiert werden. 3.) Die Häuser werden so aufgeteilt, so dass jedem ein Haus alleine gehört, d.h. jeder die Hälfte des anderen übernimmt.

In allen Fällen wäre jetzt zu klären, inwieweit Steuern anfallen. Nach der Recherche im Internet, gab es verschiedene Aussagen, welche ich wie folgt zusammenfassen. • Die Häuser befinden sich im Privatbesitz und sind nicht Bestandteil eines Betriebsvermögens. • Der Besitz wurde unentgeltlich durch Erben erworben, womit auch die Fristen des Besitzes mit vererbt wurden. • Das Erbe unterlag der Erbschaftssteuer und wurde bezahlt. • Nach §23EStg muss der Gewinn ( wie würde der Gewinn bei einer Besitzübernahme durch Erben ermittelt??? ) nur der Einkommenssteuer unterworfen werden, wenn zwischen Erwerb ( in diesem Fall der Bau ca. 1965 ) und dem Verkauf weniger als 10 Jahre liegen. • Grunderwerbssteuer 5% des Kaufpreises Fazit: Es fallen außer der Grunderwerbssteuer keine weiteren Steuer an, da es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt, welches außerhalb der 10 Jahre liegt. Zusätzlich fallen noch Notar / Amtsgerichtskosten für die Umschreibung an. Zukünftig würde nur für die neu erworbene Hälfte eine Einkommenssteuer anfallen, wenn das Haus innerhalb von 10 Jahren nach Erwerb der Hälfte wiederverkauft werden.

Welcher Betrag wäre überhaupt steuerpflichtig? Der Erlös? Der Gewinn?

...zur Frage

Praktikum während einer 20 Std./Woche Teilzeitbeschäftigung - welcher Vertrag?

Hallo.

Folgender Fall: Ein Erwerbsminderungsrentner (teilweise; belastbar unter 30 Std./Woche) arbeitet Teilzeit (1 Jahr befristet) mit 20 Std./Woche sozialversicherungspflichtig. Wenn er nun einen Nebenjob auf 450 € Basis annimmt, dann wird seine Rente wegen überschreitens der Hinzuverdienstgrenze nicht mehr ausbezahlt. Also könnte er genauso gut unbezahlt nebenher arbeiten gehen. Dies soll in der Form eines Praktikums geschehen mit ca. 5-8 Std./Woche. Diese kostenlose Arbeitskraft soll einem potentiellen Arbeitgeber den Anreiz geben ihm das Praktikum zu ermöglichen. Nach dem Praktikum (evtl. für 9 Monate) soll die Möglichkeit bestehen einen 450 € Job bei dem Unternehmen zu erhalten.

Was muss man nun beachten? Wo kriegt man einen guten Praktikumsvertrag her, falls der Arbeitgeber keinen hat? Hat der Arbeitgeber irgendwelche Risiken? Wie ist man während des Praktikums versichert (z.B. Unfallvers., usw.)?

Danke für die Hilfe schon im Voraus.

...zur Frage

Teilkauf Immobilie und Spekulationsteuer und Frist?

Ich habe im Jan 16 eine Wohnung meiner Eltern gekauft und einen Teil davon als Schenkung erhalten (alles im Vertrag enthalten) d.h. 34% bezahlt 66% Schenkung. Ich habe die Wohnung 11 Jahre kostenlos bewohnt und jetzt seit Jun 16 Mieter mit Kindern einziehen lassen. Ich möchte evtl. die Wohnung in 2 Jahren verkaufen d.h zahle ich wenn ich einen Gewinn von 200.000 Euro hätte:

1) keine Spekulationssteuer da ich 11 Jahre in der Wohnung der Eltern die es vor 11 Jahren erworben hatten gelebt hatte ?

2) oder zahle ich nur auf die 36% Anteil des Kaufpreises bei Gewinn eine Spekulationsteuer da Mieter in der Wohnung beim Zeitpunkt des Verkaufes wohnen?

3) oder muss ich auf den Gesamten Gewinn Spekulationssteuer bezahlen wegen der Mieter?

a) Was wäre wenn ich den Mietern jetzt kündige (sie lebten 1 Jahr in der Wohnung) ich wieder einziehe und das Haus in 2 Jahren verkaufe? Unterbricht das Vermietungsjahr die ganzen 11 Jahre wo ich dort gelebt habe? Ich möchte ungern den Mietern kündigen.

b) wie hoch ist eine Spekulationssteuer?

Ich hoffe mir kann hier jemand fachlich weiterhelfen...bitte keine Spekulationen sondern nur wenn ihr wirklich etwas wisst.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?