Day-Trader....Einkommenssteuererklärung... Krankenversicherung

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

die Krankenkasse richtet sich bei der Beitragsberechnung nach § 240 SGB V.

Einzelheiten:

(1b) Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Einnahmen aus Kapitalvermögen sind den beitragspflichtigen Einnahmen nach Abzug von Werbungskosten zuzurechnen. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Als Werbungskosten ist bei Einnahmen aus Kapitalvermögen ein Betrag von 51 Euro pro Kalenderjahr zu berücksichtigen, sofern keine höheren tatsächlichen Aufwendungen nachgewiesen werden.Satz 3 ist erstmalig auf Einnahmen aus Kapitalvermögen aus dem Kalenderjahr 2009 anzuwenden.

Quelle:

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprinzipien_1/finanzierung/beitragsbemessung/Grundsaetze_Beitragsbemessung_Freiwillige__30052011.pdf

Veränderung der Einnahmehöhe:

(7) Die innerhalb eines Kalenderjahres erzielten Einnahmen aus Kapitalvermögen sind ab dem Zeitpunkt der der Nachweisführung folgenden Anpassung der Beitragsfestsetzung wegen der Überprüfung nach § 6 Abs. 2 dem jeweiligen Beitragsmonat mit einem Zwölftel des um die Werbungskosten nach § 3 Abs. 1b Satz 3 geminderten Jahresbetrags für zwölf Monate zuzuordnen.

Gruß

RHW

Danke für den Stern!

0

1) Ja das könnte ausreichend sein. 2) Die jährlichen Aufstellungen der Broker sollten als Nachweis genügen, möglich wäre aber auch das die Krankenkasse weitere oder andere Einkommensnachweise. Zur Belegung des Jahreseinkommens für die Kasse wäre auch die Einkommensteuererklärung (nebst Angabe der Einnahmen die der Abgeltungssteuer unterliegen sehr gut)… wobei natürlich die Verlusttrades von den Gewinnen abgezogen werden.

Liege ich da richtig?

Ja, es sei denn du hast keinen Freistellungsauftrag zugeteilt oder dein Einkommensteuersatz liegt unter 25%. Dann wäre es dämlich auf die Anlage KAP zu verzichten und dem Staat Steuergelder zu schenken.

Auch realisierste Verluste magst du sicher gegenrechnen lassen.


Als Mensch mit Einkünften nach § 20 EStG bist du nicht versicherungspflichtig in der GKV. Das heißt prinzipiell erstmal freiwilliges Mitglied und damit nachweispflichtig für Einkünfte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Sonst wird diese als Bemessungsgrundlage genommen.

Beitragsrelevant ist das, was im Steuerbescheid steht. Der Sparerpauschbetrag von 801,- € darf abgezogen werden.

Wechselmöglichkeit private in gesetzliche Krankenversicherung als Student

Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Frage bezüglich private / gesetzlicher Krankenversicherung.

Ein Student ist zu 80 % über die Beihilfe krankenversichert. Die restlichen 20% sind über eine private Krankenversicherung im Beihilfetarif abgesichert. Nun wird der Student im absehbarer Zeit 25. Somit entfällt die Beihilfe. Somit ist der Student zu 100% privat zu versichern (Umstellung des Beihilfetarifs auf eine Krankenvollversicherung). Meines Wissens nach ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Das ist richtig, oder?

Nun steht ein Pflicht-Praktikum im Rahmen des Studiums an. Dieses wird, sagen wir mal mit 600 EUR pro Monat vergütet. Grundsätzlich wäre dieses ja von der Sozialversicherungspflicht befreit. Wäre es nun denkbar, dass der Student auf diese Sozialversicherungsfreiheit verzichtet und somit in dieser Zeit in die gesetzliche Krankenversicherung wechselt?

Wie wäre es nach Ende des Praktikums? Wäre es möglich, dass der Student nun nicht mehr in die private Krankenversicherung zurückkehrt, sondern in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleibt (zum Studententarif)?

So, dann zeigt mal was ihr könnt. :) Danke auf jeden Fall schon mal!

...zur Frage

Gilt Auslandsrente (AUT&GB) bei GKV als Versorgungsbezüge? eigene Beitragszahlung?

Hallo,

kann mir jemand zur nachfolgenden Thematik eine entsprechende Auskunft geben? (habe zwar online schon recherchiert, aber da Infos in sämtliche Richtungen gehen, werde ich nicht richtig „schlau“ daraus):

Eine Rentnerin (keine Beamtin o.ä.) bezieht Rente (<800 € gesamt), die sich sowohl aus einer deutschen Rente, als auch aus einer österreichischen Rente (Pensionsversicherung.at) & einer englischen Rentenzahlung zusammensetzt (der englische Betrag ist aber sehr klein (<100€) & weicht auch aufgrund des Wechselkurses monatlich um einige Euros ab (-> ärgerlich auch, dass ihre Bank ihr da auch noch >als 10€ monatl. als Gebühren berechnet).

Die betroffene Dame hat nun gerade die Krankenkasse gewechselt (pflichtversichert) & aktuell von der neuen KV einen Brief erhalten, dass diese die Renten aus AUT & GB nicht als (Alters-)Renten, sondern als Versorgungsbezüge zählen und sie somit diesen Betrag selbst versichern muss. Sie soll nun künftig monatl. nochmals 70€ aus eigener Tasche zahlen, was bei so einer kleinen Gesamtrente natürlich enorm (in KV vorher musste sie bisher nie solche Zusatzbeträge leisten)

Ist das denn so korrekt? Und -im worst case- was macht man, wenn man diese Summe gar nicht zahlen kann? m.M. nach trifft doch Definition v. Versorgungsbezügen hier gar nicht zu, oder?

Freue mich über jede kompetente Info. Danke.

Suju2010

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?