Darf die Hausverwaltung eigenmächtig ohne mich als Vermieter zu informieren, einen Schlüsseldienst beauftragen und wer trägt die Kosten?

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6 Antworten

Weise der Hausverwaltung nach, dass sie ihre Befugnisse überschritten hat, oder zumindest, dass sie sich nicht kostenbewußt verhalten hat, dann kannst Du den überteuerten Teil der Kosten auf die Hausverwaltung abwälzen.

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Die vertraglich zugewiesenen Befugnisse und Verpflichtungen der Hausverwaltung werden hier vom Fragesteller atinob leider nicht offengelegt.

Es ist anzunehmen, dass die Hausverwaltung als grundsätzlich erster Ansprechpartner der Mieterin nominiert wurde.

Eine solche Kompetenz nutzen (manche?) Hausverwaltungen für eine (erlaubte oder verbotene?) Provisionsvereinbarung (sogenanntes "kick back") mit dem beauftragten Unternehmen und lassen sich von ihm von der Auftragssumme eine gewisse Rückvergütung zusichern, ohne die ihm ein Auftrag nicht erteilt würde. 


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Kommentar von atinob
13.06.2017, 23:30

Hatte ich schon beantwortet, die Hausverwaltung ist für das Gemeinschaftseigentum der Eigentümer verantwortlich, es kann aber jeder Eigentümer bei der Hausverwaltung einen Sondereigentums Vertrag abschließen, d.h. dass die Wohnungen der Eigentümer dann mit verwaltet werden, diesen Vertrag habe ich aber nicht abgeschlossen, eben aus diesem Grund damit die Hausverwaltung nicht über mein Eigentum Befugnisse erhält. 

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So aus dem Bauch heraus -

1. Du schuldest die üblichen Kosten für eine Reparatur/den Ersatz des Schlosses.

2. Die Hausverwaltung hat bestellt, also hat sie die Differenz zu zahlen.

3. Deine Mieterin trifft keine Schuld, da sie in ihrer Notlage einen für sie naheliegenden Weg gewählt hat.

Wohlgemerkt, meine Meinung.

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Kommentar von Juergen010
13.06.2017, 22:11

Schließe mich Deiner Meinung an.

Die Notlage der Mieterin unverzüglich zu beseitigen hat oberste Priorität - zumal dieser an der Nichtfunktion des Schlosses wohl keine Schuld hat.

Ob ein Feuerwehreinsatz oder der Schlüsseldienst beauftragt wurde, spielt am Ende keine Rolle - beide hätten bezahlt werden müssen.

Andererseits frage ich mich natürlich, warum ein Schlüsseldienst, zumal zu normaler Geschäftszeit, so teuer war?

War dieser Kostenumfang der Hausverwaltung bei Beauftragung überhaupt bekannt?

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Habe nun ein BGH Urteil von 2013 gefunden, es wurde entschieden das Wohnungseingangstüren zum Gemeinschaftseigentum gehören, auch wenn in der Teilungserklärung was anderes steht. Stellt sich nun die Frage ob die HV wirtschaftlich gehandelt hat ? 

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Was steht denn im Auftrag für den Verwalter? Welche Dinge sollen die regeln, welche nicht.

Wofür muss ausdrücklich Deine Entscheidung eingeholt werden.

Also wenn ich einen Verwalter beauftrage will ich nicht wegen eines klemmenden Türschlosses beim Nachmittagskaffee gestört werden. Dann kann ich die Verwaltung gleich selbst machen.

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Kommentar von althaus
13.06.2017, 21:43

Türschloß hin oder her, es geht um einen Auftrag über 450€. Dafür würde ich mich gerne stören lassen, wenn es eine Möglichkeit gibt das ganze billiger zu bekommen. Zudem sollte die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden, das ist hier nicht geschehen. Zudem: Was hat der Mieter mit dem Hausverwalter zu tun?

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Kommentar von Brigi123
13.06.2017, 23:35

Da käme evtl. noch das Wirtschaftlichkeitsprinzip infrage (wenn die Hausverwaltung nicht vertraglich dazu verpflichtet war, den Eigentümer zu befragen).

Eingeschränkt dadurch, dass man von Schlüsseldiensten keine verbindlichen Kostenvoranschläge erhält.

 450,-€ geht schon in Richtung Abzockerei. Aber ob nun die Hausverwaltung daran schuld ist? Wie hätte sie wirtschaftlich handeln können? Nun ist sie einem Abschneider aufgesessen. Hätte die Hausverwaltung das besser einschätzen können müssen?

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Das ist ja der Hammer. Im Grunde genommen sollte sich die Mieterin an den Vermieter richten. Warum sich die Hausverwaltung derer angenommen hat ist mir fraglich, denn der Haustürschlüssel ist ja Sache der Vermieters. Ich würde die Rechnung nicht bezahlen wollen. 

Ist denn die Mieterin nicht informiert, daß sie zunächst für alle Probleme den Vermieter ansprechen soll?

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Kommentar von atinob
13.06.2017, 18:51

Ich finde es auch eine Frechheit von dieser Hausverwaltung, und es war ein Dienstag im Mai Nachmittags um 16.00 Uhr, ich bin immer erreichbar, also nicht mitten in der Nacht.

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Kommentar von atinob
13.06.2017, 19:03

Nein, ich meinte der Vorfall war nicht mitten in der Nacht, meine Mieterin hat auch alle Kontaktdaten von mir und weiß, dass sie mich anrufen kann.

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