Dachte immer Aktienhandel als Hartz4 Empfänger geht nicht. Nun sehe ich: ist es doch möglich, auch dann, wenn man häufiger kauft und verkauft?

4 Antworten

Wie soll das - in einem Sinnvollen Rahmen - gehen?

Einzelaktien sehe ich als Zocken. Kann gut gehen, muss aber nicht.

Sicherheit bekommt man durch Streuung in Unternehmen aus verschieden Branchen, Ländern, etc. die idealerweise nicht miteinander korrelieren.

Lt. Markowitz gilt als sinnvolle Streuung ca. 25 Werte. Bei geringerer Anzahl reicht die Diversifikation nicht. Mehr Werte bringen keine zusätzlichen Vorteil.

Transaktionskosten pro Trade lassen sich durch entsprechende Volumina in Grenzen halten. Bsp. Transaktionskosten pro Trade 10€, eine Aktie kostet 50 € das entspricht 20% Kosten. Bei 20 Aktien wären das jedoch nur 1%.

25 Werte x 1000€ wird wohl das Budget/Schonvermögen eines Hartz IV Empfängers sprengen.

1

Danke! Genau deswegen habe ich auch noch keine Aktien, weil ich wie gesagt nicht vorhabe mir mit Aktien nur etwas dazu zuverdienen!

25 Werte? Klar, je größer die Streuung um so besser, aber 5 bis 15 tun es wohl auch. Desweiteren könnte man ja, nur am Anfang, 1 bis 2 verschiedene Aktien kaufen und später im Erfolgsfall,sich breiter aufstellen! Und "zocken" würde ich es auch nicht nennen. Roulette spielen ist zocken (oder einfach nur dumm;)).

Was ich nicht verstehe, warum man nicht ein Depot haben kann, um mit Aktien zu handeln, es aber so macht, das der Hartz4-Empfänger sich nichts auszahlen lassen darf bzw. nichts irgendwo hin überweisen darf, und wenn es irgendwann so gut läuft, dass man monatlich mit Aktiengewinnen mehr verdient, als man als Hartz4-Empfänger verdient, dann könnte man sagen, ok, ab heute bekommen sie erstmal kein Hartz4 mehr, und sie versuchen die nächsten Monate (Jahre) von ihren Aktiengewinnen zu leben. Wäre für alle beteiligten gut.Man sollte Hartz4-Empfängern mehr Möglichkeiten geben, um sich selber aus der Situation zu befreien, offensichtlich ist dies leider nicht gewollt bzw. lässt sich dies nicht mit unserer Bürokratie vereinbaren, wäre ja auch schlimm, wenn man auf jeden Hartz4-Empfänger individuell eingehen müsste!;)

0

Die Antwort ist ganz einfach:

  1. Du darfst auch als H4-Empfänger, vereinfacht gesagt, mit Deinem Geld machen was Du willst.
  2. Du bist verpflichtet, Deine Vermögensverhältnisse korrekt anzugeben, und das willst Du ja auch.
  3. Wenn Du mehr als das "Schonvermögen" besitzt, wird das angerechnet, unabhängig davon, ob es sich um Wertpapiere oder z.B. Bargeld handelt.

Ob es Sinn macht, in diesen "kleinen" Größenordnungen mit Aktien zu spekulieren, musst Du für Dich selbst entscheiden. Ich würde sagen, eher nicht (siehe@Sammy760).

Bist Du weit unterhalb der "Schonvermögen"-Grenze lohnen sich Aktien schon mal gar nicht und bist Du kurz davor, müsstest Du einen Gewinn möglicherweise "abgeben".

Unabhängig davon könnte man sich die Frage stellen, ob man als H4-Empfänger mit seinem wenigen Geld auch noch in Aktien spekulieren sollte. Aktien haben keine Gewinngarantie.

Eher würde sich eine regelmäßige monatliche Anlage in ETF-Fonds lohnen und dabei darauf zu achten, innerhalb des Schonvermögens zu bleiben, bis die H4-Zeit vorbei ist. Das scheinst Du ja wohl im Auge zu haben, sonst würdest Du Dir diese Gedanken nicht machen.

Solltest Du allerdings planen, Dich mit Aktienspekulationen aus H4 zu "befreien", lass es, das wird nix!

1

Danke!
"...Solltest Du allerdings planen, Dich mit Aktienspekulationen aus H4 zu "befreien", lass es, das wird nix!"

Wäre schon möglich ohne die "Schonvermögen"-Grenze! Wie ich unten bei Sammy760 schon geschrieben habe, man sollte sich mal überlegen individueller auf Hartz4-Empfänger einzugehen, und in bestimmten Fällen mal über seinen Schatten springen, so könnte man die Arbeitslosenquote auch reduzieren! Viele wollen ja, nur können aus bestimmten Gründen nicht bzw. es werden einem noch zusätzlich Knüppel zwischen die Beine geworfen! Hartz4-Emfänger wissen was ich meine, die die noch kein Hartz4 bekommen haben können da gar nicht mitreden.

Mal ein kleines Beispiel habe im Internet einen "lustigen" Fall gefunden, da wollte ein Hartz4-Empfänger mit Youtube aus Hartz4 raus. Seine Videos waren aber wohl nicht so erfolgreich wie geplant, so dass er nur alle paar Monate 20-40 Euro über Youtube verdiente. Das Jobcenter garantierte ihm vorher, das er das machen dürfe und es keinerlei Probleme geben würde! LÜGE! Am Ende wurde im mitgeteilt, dass er jetzt keinen Anspruch mehr auf Hartz4 habe, da er ja jetzt "eigenständig" sei lol (klar, 20-40 Euro alle paar Monate reichen ja auch vollkommen aus!), Gerichtstermine folgten! Finde leider den Beitrag nicht mehr, toll waren auch die Kommentare nach dem Motto selber Schuld, geh doch arbeiten du faule...! Typisch, keiner kennt seine Situation und urteilt! Vielleich ist er ans Bett gefesselt who knows! Ist doch lobenswert, das er versuchte mit Youtube Geld zu verdienen!

Wenn ich den Beitrag evtl noch finde poste ich den Link hier. Übrigens, das meinte ich unter anderem mit Knüppel zwischen die Beine werfen!

0
12
@nora33

Solltest Du allerdings planen, Dich mit Aktienspekulationen aus H4 zu "befreien", lass es, das wird nix!

Den Satz hatte ich anders gemeint. Ich meinte, dass Du es nicht schaffen wirst, mit Beträgen, die im Rahmen des Schonvermögens liegen, soviel Erträge zu erwirtschaften, dass Du kein H4 mehr benötigst.

Was das "Schonvermögen" betrifft, so kann man natürlich über die Höhe streiten, das könnte durchaus im Einzelfall höher sein.

Aber es kann ja nicht sein, dass man, so wie Du es wohl andenkst, dass Du Dir mit Aktien ein "Vermögen zusammenspekulierst" und solange bis es soweit ist, Deine Grundkosten zum Leben mit H4 von der Allgemeinheit finanziert werden. Erträge aus Kapitalvermögen sind nun mal normale Einkünfte. Sonst könnte ja jemand der z.B. €50.000 Kapitalerträge aus seiner eigenen Vermögensverwaltung und sonst keine Einkünfte hat, schön nebenbei H4 kassieren.

Oder als anderes Beispiel, jemand könnte sagen, ok., ich mach mich mal selbstständig und bis ich damit ausreichend Rücklagen gebildet habe, lasse ich mir jeden Monat H4 zahlen (und wieviel "ausreichend" ist, bestimme ich mal selbst).

Zu H4 selbst: Da gibt es viel zu viele unterschiedliche Fälle und zwar in beide Richtungen und vieles ist sicherlich auch verbesserungswert, aber die Grundidee finde ich schon in Ordnung (Wie gesagt, meine Meinung, keine neue Diskussion!)

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du bald wieder unabhängig von H4 bist!

0
1
@Zappzappzapp

Vielen Dank! Erst jetzt gesehen, dass noch jemand geantwortet hat. Klar, dein Beispiel, wo jemand selbstständig ist, geht natürlich nicht. Wäre ja auch alles andere als fair! Ich spreche hier von bestimmten Fällen, manche können halt aus diversen Gründen nicht arbeiten (meine jetzt die klassische Form von Arbeit 8 Stunden Tage), würden aber trotzdem gerne versuchen irgendwie ihr Geld selbst zu verdienen. Und Aktien sind da nunmal ideal für Leute, die nur nennen wir es mal "minimal" Belastbar sind aus diversen Gründen. Da verstehe ich es nicht, warum man nicht individueller auf die Leute eingeht. Außerdem hätten so beide Seiten etwas davon. Die Leute, die noch nie Hartz4 bekommen haben, können sich überhaupt nicht vorstellen, wie das in der Realität wirklich abläuft. Was man sich da alles gefallen lassen muss, wie respektlos man von behandelt wird und vor allem, hat man nie das Gefühl, das die "Leute, die in den bestimmten Ämtern tätig sind" (um es mal allgemein zu formulieren) wirklich daran interessiert sind, dass man irgendwann kein Hartz4 mehr bekommt. Im Gegenteil, man wird nach dem Motto behandelt "Du bist Hartz4 Empfänger und du bleibst Hartz4 Empfänger"!

Und bevor hier noch gleich jemand sagen sollte: "Dann geh doch arbeiten!" Ja, würde ich gerne! Doch manche Leute können nun mal nicht arbeiten, so sehr sie es auch gerne würden!

0
12
@nora33

Es gibt sicher "Leute" die sich so verhalten, wie Du sagst, aber in der Mehrheit ist das sicher nicht so. Über die, die nicht so sind, wird nur nicht gesprochen, weil das natürlich nicht so spektakulär ist. Natürlich ist fast jeder daran interessiert, wenn er einen "Kunden" verliert, der wieder Arbeit hat, denn der Sachbearbeiter hat ja dann selbst weniger Aufwand.

Was die evtl. Einkünfte aus Aktienspekulationen betrifft, so kann ich mich nur wiederholen, es ist völlig korrekt und geht gar nicht anders, als dass diese exakt genauso behandelt werden wie "normale" Einkünfte.

0
1
@Zappzappzapp

Doch, das ginge schon. Mal ein Beispiel: Jemand kann aus diversen Gründen über Jahre nicht arbeiten (Unfall, Krankheit...was auch immer). Kennt sich aber sehr gut mit Aktien aus. Warum sagt man nicht, er bekommt ein 2. Konto und darf eine gewissen kleineren Betrag in Aktien investieren und mit diesen handeln. Auf das Konto, darf er aber nicht zu greifen, nichts abheben. Nach einer bestimmten Zeit (evtl einmal jährlich) bespricht man die Situation erneut und schaut, was aus dem Startkapital für die Aktien geworden ist. Und wenn irgendwann ein Betrag erreicht ist, der so hoch ist, dass man versuchen könnte von den monatlichen Aktiengewinnen zu leben, sagt man so, ab heute darfst du auf dein Konto uneingeschränkt zugreifen und du bekommst kein Hartz IV mehr. Wenn es klappt haben beide Seiten gewonnen und selbst wenn diese Person es nicht schafft und dieser Betrag nach 1, 2 oder x Jahren aufgebraucht ist und diese Person wieder einen Antrag auf Hartz IV stellen muss, haben ebenfalls beide Seiten gwonnen! Der Staat konnte für diese Zeit Geld sparen bzw. die Person hatte wenigstens die Chance ihr Geld selber zu verdienen! Aber hast Recht, sowas wird es nie geben, dank unserer tollen Bürokratie! Immer schön alle in den selben Topf werfen. Würde man individuell auf die Leute eingehen, gäbe es weniger Arbeitslose. "Das wäre zu aufwendig" ist auch kein Argument, für Schikanen und überflüssigen Papierkrieg ist ja auch immer genug Zeit vorhanden!:)

0
12
@nora33

Lass mal gut sein, was Du Dir da überlegst, würde in der Praxis nicht funktionieren.

Kein H4er würde mit Aktienanlagen von seinem Schonvermögen auch nur annähernd seinen Unterhalt bestreiten können. Wenn er das könnte, wäre er nicht H4er geworden, sondern hätte schon vorher seinen Lebensunterhalt damit bestreiten können.

Und zudem, Du kritisierst die Bürokratie. Was glaubst Du wohl, was so eine Regelung für einen Aufwand verursachen würde.

Wie gesagt, lass mal gut sein. Die Regeln sind wie sie sind.

0
1
@Zappzappzapp

Typische Antwort! Es ist so wie es ist lol! Du bist ja auch nicht betroffen! Wie heisst es so schön " Der Mensch lernt nur, wenn er ******* frist! Wäre ganz easy zu regeln, aber ist ja leichter nichts zu hinterfragen. Wärst du selbst betroffen, würdest du anders reden! Kann mich noch gut an die Worte eines Menschen errinnern, der über Hartz IV Empfänger lästerte, seit doch froh, dass ihr überhaupt was kriegt, ist doch das reinste Paradies hier! Klar im Vergleich zu anderen Ländern schon stimmt! Jetzt bekommt er selber Hartz IV und meckert nur noch, wie unverschämt man von den Behörden und von anderen Menschen behandelt wird!;)

0
12
@nora33

Wie ich schon sagte, lass mal gut sein, weder weißt Du irgendetwas über meine persönliche Situation, noch würde ich mir erlauben, pauschal über Hartz4 Empfänger in der von Dir geschilderten Form zu lästern.

Lies Dir vielleicht nochmal meine ursprüngliche Antwort durch. Dort habe ich korrekt und umfassend Deine Frage beantwortet, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Du hier Deine Aversionen gegen Behörden, Hartz4-Regelungen und die Sachbearbeiter ablassen möchtest, bin ich der falsche Ansprechpartner.

Zur Ausgangsfrage habe ich bereits alles gesagt, deshalb möchte ich das Thema von meiner Seite jetzt beenden.

0

Zugewinn in der Ehe: Wie verhält es sich wenn man Aktien aus dem Depot verkauft und dann von dem Geld eine neue kauft. Besser gleich einen Ehevertrag?

Hallo

Mein Freund und ich wollen heiraten. Was das rechtliche einer Ehe angeht sind wir eigentlich auch für die Zugewinngemeinschaft.

Allerdings wollen wir Sparkonten bzw. Wertpapierdepot lieber nicht berücksichtigen. Unsere Frage ist nun, wie verhält es sich wenn man Aktien aus dem Depot verkauft und dann von dem Geld eine neues Wertpapier kauft. Gilt dann dieser Neukauf als kompletter Zugewinn?

Oder sollten wir doch einen Ehevertrag abschließen, bei dem alle Sparkonten bzw. Depots vom Zugewinn ausgeschloßen werden? Muß man dann alle Konten bzw. Aktien benennen, oder reicht eine einfache generelle Formulierung quasie "Alle Konten bzw. Wertpapiere sind davon ausgenommen"?

Vielen Dank und liebe Grüße

...zur Frage

kann man Aktien auch direkt bei der Börse kaufen?

Wenn man ein Depotkonto hat bei der Sparkasse, gibt es dann auch die Möglichkeit, direkt über die Börse Aktien zu kaufen, telefonisch oder online zum Beispiel. Mein Bankberater meinte, am besten kauft man immer über die Hausbank, weil man da ausführliche Beratung bekommt. Aber diese langen Beratungsgespräche nerven mich total.

...zur Frage

Gibt es eine gute Alternative zu dem Aktienhandel?

Nach dem mehrer Anleger durch die Finanzkrise auf die Nase gefallen sind, frage ich mich ob es Alternativen zu Aktien gibt, oder eher nicht?

...zur Frage

In unserem Depot sind noch Aktien von SCM Microsystems, die sind sehr gefallen, sollen wir weiter hoffen?

Wir haben im Jahr 2000 begonnen SCM Microsystems Aktien zu kaufen, damals war der Kurs 69 Euro, dann sind sie immer weiter gefallen, heute liegt der Kurs bei 1,18 Euro. Wir haben dann immer nachgekauft, in der Hoffnung, daß sie irgendwann wieder steigen. Wenn sie auf 12 Euro steigen würden, kämen wir ohne große Verluste aus dem Aktienjammertal heraus. Was meinen die Profis hier, können wir noch Hoffnung haben??

...zur Frage

Für wie viel Geld sollte man mindestens Aktien kaufen, damit es sich lohnt?

Beim Aktienkauf fallen ja diverse Kosten und Gebühren an, die man auf jeden Fall immer bezahlen muss, egal wie viele Aktien man kauft. Und erst wenn die Aktien dann so hohe Gewinne machen, dass diese Kosten ebenfalls abgedeckt sind, lohnt sich ein Aktienkauf. Von daher wollte ich mal wissen, was so mindestens angelegt werden muss, damit ein Aktienhandel sich letztenendlich auch lohnt (wenn man mal nicht von sinkenden kursen ausgeht)? Reichen da 500 Euro?

...zur Frage

Billig nachkaufen um alte Aktien zu "verbessern"?

Hallo,

wenn man z.B. Aktien für 0,002 € das Stück kauft, der Kurs auf 0,001 € absackt... macht es dann nicht Sinn nachzukaufen?

Tiefer kann es ja in D nicht mehr sinken... und selbst wenn man dann zum Kurs von 0,002 € verkauft, macht man ja trotz der alten (und "teuren") 0,002 € Aktien Gewinn oder?

Danke!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?