als kleinunternehmer die 17500 grenze überschritten, was nun?

4 Antworten

Vielen Dank für eure Antworten, jetzt versteh ich schon etwas besser. Hätte ich gewusst dass in diesem Forum so viel Wert darauf gelegt wird ob man Großschreibung verwendet dann hätte ich das auch vorher schon getan, denn jemandens Feierabend zu ruinieren war wirklich nicht meine Intention. Aber sich so über mich lustig zu machen ist auch nicht die feine Art finde ich... Nur weil ich die Shifttaste nicht betätige bedeutet das nicht dass ich dumm bin.

Auf jeden Fall nochmal Danke für die für eure Antworten!

Hallo,

ich weiß, die Frage geistert schon länger hier rum, aber ich habe eine Anschlussfrage, die sich auf die Diskussion bezieht, deshalb poste ich es mal hier, vielleicht lesen es die Beteiligten ja noch...

Ich habe nun schon öfter gehört (wie sich hier ja auch alle Antwortenden soweit einig sind), dass man eben seinen Kleinunternehmerstatus verliert, wenn man in einem Jahr mal mehr als 17.500€ Umsatz hat.
Nur verstehe ich den Gesetzestext so, dass als zusätzliche Bedingung auch gegeben sein muss, dass man im Jahr danach über 50.000 an Umsatz haben muss. Aus §19 UstG, Absatz 1:

(1) Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern […] nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Heißt das nicht, dass ein Jahresumsatz von (um beim Beispiel des Fragestellers zu bleiben) 25.000€ einen den Kleinunternehmerstatus noch gar nicht automatisch zum nächsten Jahreswechsel verlieren lässt, solange man im Folgejahr nicht über 50.000€ Umsatz macht?

Sorry, falls die Frage dämlich ist – ich lasse mich gerne eines Besseren belehren; ich habe diesen Zusatz zu den 50.000 nur noch nie so ganz verstanden bzw. warum er in diesen Diskussionen nie zur Sprache kommt.

Danke!

Du kannst soviel verdienen, wie Du willst, das hat mit dem Kleinunternehmerstatus nichts zu tun.

Wenn Dein Gesamtumsatz (Einnahmen) in diesem Jahr 17.500,- Euro überschreitet was vermutlich schon passiert ist, dann bist Du einfach ab 01. 01. 2015 kein Kleinunternehmer mehr.

Das ist nicht schlimm, tut auch nicht weh, aber ab 01. 01. 2015 musst Du mit Umsatzsteuer arbeiten.

Also entweder den richtigen Steuersatz (normal 19 %, oder bei Umsätzen die emäßigt besteuert werden 7 %) auf den Preis der Ware, oder Dienstleistung aufschlagen, oder aus dem Erlös an das Finanzamt abführen.

Zum Ausgleich kannst Du die in den Rechnungen für Einkäufe, oder Kosten enthaltene Umsatzsteuer, als Vorsteuer abziehen.

Das ist in Umsatzsteuervoranmeldungen (monatlich, weil Neugründung) zu ermitteln udn dann an das Finanzamt abzuführen.

Ach so, weil Du ab 2015 kein Kleinunternehmer mehr bist, darfst Du dann auch Großbuchstaben versenden.

weil Du ab 2015 kein Kleinunternehmer mehr bist, darfst Du dann auch Großbuchstaben versenden.

lach....... du hast ja so recht, vorteilhafter wäre es ! K.

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Finanzamt "übersieht" Verlust des Kleinunternehmerstatus

Hallo!

Bin seit vielen Jahren Kleinunternehmer nach §19 UStG mit einem Umsatz, der die 17500 EUR Grenze nicht überschreitet. Mit einer einzigen Ausnahme: 2008 lag ich darüber.

Da ich damals die 50000 Euro-Grenze falsch aufgefasst habe, und zudem noch falsch beraten worden bin (man sagte mir, das FA würde mich dann anschreiben und zukünfitg eine USt-Erklärung verlangen, sobald sie mich nciht mehr als KU betrachten), ging ich also weiterhin davon aus, nicht USt-pflichtig zu sein. Die Jahre danach lagen die Einnahmen ja auch wieder unter 17500 EUR.

Nach meinem jetzigen Kenntnisstand hätte ich aber seit Jan. 2009 USt abführen müssen. Das FA hat dies jedoch bisher nicht bemerkt oder eingefordert!

Jetzt aktuell (2013) liege ich das erste mal wieder über den 17500. D.h. ich bin 2014 in jedem Fall umsatzsteuerpflichtig, was auch meinem eigenen Interesse entpricht. Ich würde sogar für 2013 gerne rückwirkend auf die KU-Regelung verzichten.

Nun aber die Fragen:

Gibt es eine Art Verjährungsfrist, wenn das FA selbst verpasst, vom Unternehmer die USt-Erklärung einzufordern?

Spielt es eine Rolle, dass ich für 2009 zwar umsatzsteuer hätte abführen müssen, aber eigentlich nun seit 5 jahren wieder unterhalb der 17500 Grenze liegen (selbst wenn ich in dieser Zeit USt hinzurechnen müsste)?

Wäre es klug, rückwirkend für dieses Jahr zur USt zu optieren oder eher schädlich?

Mein Tätigkeitsumfeld hat sich mittlerweile leicht geändert. Ich könnte also auch das bestehende Gewerbe abmelden und ein neues anmelden, um dann gleich auf die KU zu verzichten. Findet bei der Gewerbeab- und -neumeldung eine umsatzsteuerliche Prüfung der vergangenen Jahre statt, oder wäre dies evtl. ein Weg, mit etwas Glück keine Nachforderung zu bekommen?

Ich weiß im moment nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Ich habe immer alle EInnahmen ehrlich angegeben und bin etwas irritiert darüber, daß mich das FA damals nicht aufgefordert hat, USt zu zahlen, sie hatten ja meine Umsatzzahlen....

bin dankbar für jeden tipp / jede meinung

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