Ab welchem Anlagevolumen lohnt sich eine Finanzberatung auf Honorarbasis?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tach Fam. Wamke,

die Banken haben in den letzten Jahren "Beratungen" nach Vorgaben durchgeführt, welche Produkte zu verkaufen sind. Dabei wurde das Kundeninteresse sehr oft vernachlässigt. Heute ist die Beratung durch Honorarberater in aller Munde. Es gibt eine Menge Finanzprodukte, und ich denke, dass die Honorarberater das Rad nicht neu erfunden haben. D.h., die Produkte bleiben die Gleichen, nur wird die Bezahlung anders geregelt.

Wenn ich nun z.B. 1.500 Euro für eine Honorarbertung bezahlt habe, schließe ich z.B. eine Basisrente ab, dazu einen Fondssparplan und für die Förderung eine Riesterrente. Nach bisherigem Provisionsmodell werden die Kosten auf die ersten fünf Jahre verteilt.

Die Hauptkritik, die an dieser Praxis geübt wird, ist dass in den ersten Jahren wenig angespart wird, da zunächst die KOsten bezahlt werden. Wenn man nach einigen Jahren die Verträge aufgibt, hat man einen großen finanziellen Nachteil.

Wenn ich nun Verträge nach ein paar Jahren auflöse, die mir ein Honorarberter vermittelt hat, habe ich mit Sicherheit schon mal 1.500 Euro Verlust eingefahren. (Bei dem bisherigen Modell in den ersten fünf Jahren anteilig).

Die Argumentation, dass sich durch Honorarberater die Beratungsqualität verbessern soll, kann ich nicht nachvollziehen. Denn am Ende müssen Honorarberater ihr Geld genauso verdienen wie die derzeitigen Berater auf Provisionsbasis. Am Ende auf der Strecke bleiben die, die nicht bereit oder in der Lage sind, von ihrem geringen Einkommen eine Beratung für ein paar hundert Euro zu kaufen.

Fazit: entscheidend ist nach wie vor, dass ich einen Berater finde, dem ich langfristig mein Vertrauen schenken kann. Der eine vernünftige Ausbildung nachweisen kann und sich fachlich auf dem Laufenden hält. Der ausreichend Referenzen hat und mir vielleicht vermittelt wurde von jemandem, der schon langjährig betreut wird und zufrieden ist.

Viel Erfolg bei der finanziellen Zukunftsplanung!

Was ist denn gegen ein provisionsabhängige Beratung eines kompetenten Beraters einzuwenden. Ich gehe davon aus, dass du keine Vorurteile gegen die ganze Branche hast. Ein unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler handelt nur im Namen des Kunden und keiner Gesellschaft. Dafür haftet er auch mehr als jeder andere Berater. Siehe § 93 HGB.

Es kommt ganz auf die Qualität des Beraters an. Wenn man zu vertretbaren Preisen ein Angebot von einem erfahrenen und gut informierten Berater bekommt, so kann es sich durchaus lohnen eine umfassende Beratung durchführen zu lassen um eine Grundanlagestrategie gemeinsam herauszuarbeiten. Kleinere Folgeentscheidungen kann man dann ja anschließend auch anderweitig treffen.

Was möchtest Du wissen?