Finanzberatung bei tecis. Welche Vorsorge Finanzprodukte machen für mich als Student Sinn?

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5 Antworten

Vorweg, wenn das nicht mal ein "provisionelles" Konzept ist. Der einzige Gewinner ist der Vermittler.

Ein BU macht Sinn. Zu oft habe ich es in der Praxis erlebt, dass unverhofft gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. z.B. dass, bei einem Umzug eine Bandscheibe rausspringt. Folge: Ausschluss. Für einen künftigen "Schreibtischtäter" wäre das ungünstig.

Bloß keinen "Studenten-Tarif". Diese sind anfänglich günstig, erhöhen sich jedoch nach 2-5 Jahren deutlich. Die kumulierte Gesamtprämie ist deutlich höher wie bei einem "normalen" Tarif.

So etwas vermute ich bei Deinem Angebot. In den ersten 5 Jahren gibt es zwar BU Schutz (der für die Versicherung relativ Risikolos ist) jedoch keine Sparleistungen in den Fondssparplan. Wenn Du das Angebot hast, schau Dir mal die Hochrechnungen an. Dann Siehst Du wann der Vermögensaufbau beginnt. Am Anfang zahlst Du erst mal die Provision für Deinen Berater ab

Wenn BU, dann eine selbständige BU, d.h. ohne Sparplan. Absicherung immer schön von Sparprozessen trennen. 

Bei einer BU macht die dynamische Erhöhung Sinn, um den Schutz ohne erneute Gesundheitsfragen an die gestiegenen Einkommensverhältnisse anzupassen. Bei gekoppelten Verträgen würde sich dagegen auch die Sparrate erhöhen. Irgendwann willst du die hohe Prämie nicht mehr bezahlen, Du stoppst die Dynamik, mit der Folge, dass sich die BU nicht mehr anpasst

Lass Die Finger von der Basisrente. Ohne ZVE hast Du jetzt noch keinen Steuervorteil, jedoch Steuerpflicht bei der Entnahme. Welchen Charme hat für Dich eine lebenslange Rente ohne Kapitalentnahmemöglichkeiten? Musst Du Dich wirklich bis ins hohe Alter vor Deinem Konsumverhalten schützen?

Ich kenne die "Flexirente" nicht. Wenn es sich hier um eine Fondsgebunden RV handelt, wird bei einer Teilentnahme der Gewinn erst nach dem 62 Lj. nur zur Hälfte besteuert. Bei Entnahmen davor ist der Gewinn 100% steuerpflichtig. 

Für junge Menschen ist die Option der Kapitalentnahmen durchaus Zielführend (Wohnung, Heirat, Kinder, Haus, u.ä.). Dann spar die bitte die Kosten eine FRV und investiere in Fonds oder ETF's.

Benötigst Du mehr Info's, dann sende mir eine PN

Wie hoch Vertragskosten in Versicherungen sind kannst Du einfach mit dem Transparenz-Manager (https://www.verbund-deutscher-honorarberater.de/honorarberater-finden/provisionenberechnen/) checken.

Wenn Du wegen Garantieversprechen mit RV's liebäugelst, diese gibt es auch zu Netto-Konditionen. Spare Dir die Provisionen und lass Dich von einem unabhängigen Berater betreuen. Honorare sind langfristig gesehen günstiger wie der Ansparverlust durch eingepreist Provisionen.

Tecis hat die Erlaubnis als Versicherungsvertreter § 34d Abs. 1 GewO (Registrierungsnummer D-QCFS-VAROV-15). Ist damit kein unabhängiger Makler. Auch könnten sie als Finanzanlagen­vermittler nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO auch Fonds vermitteln. Nur an einem "kleinen" Fondssparplan ist halt nichts verdient.

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Fondbasierte Berufsunfähigkeitsversicherung: Ich denke das macht Sinn,
da sie jetzt sehr günstig ist (Angebot von 30€/Monat). Den Vertrag
checke ich natürlich noch ab.

Das ist meh.

Abgesehen davon dass 30,- € ein schwacher Beitrag für einen Fonds an sich sind, ist eine Kombination aus Risikoabsicherung und Vermögensaufbau nicht sinnvoll.

Wenn die Produkte in einem Vertrag realisiert werden raubst du dir damit Flexibilität, ferner macht es den Vertrag teurer als die reine Risikoabsicherung kosten würde. Die Überschüsse lassen sich besser in Beitragsreduktion investieren.

Auch machst du keine Angaben was es für die 30,- € gibt. (BU-Rente 1.000,- e oder mehr, Laufzeit mit 67, NV-Garantie etc.?)

Fondbasierte Basisrente: Hier bin ich mir nicht mehr so sicher. Die
steuerlichen Vorteile kommen ja erst in ein paar Jahren zum tragen, wenn
ich hoffentlich ein gutes Einkommen habe. Also vielleicht der falsche
Zeitpunkt? Anderseits erhöht jedes zusätzliche Jahr die Rendite. Mir
wurden 40€ monatlich vorgeschlagen.

Das macht heute sowas von keinen Sinn, du hast doch gar kein zVE, welches überhaupt eine Steuerlast bewirkt. Auch sind Beiträge zur Basisversorgung Sonderausgaben daher nicht vortragsfähig.

Die Basisrente kann eine lebenslange Rente bringen, aber Vermögensaufbau ist das nicht. Du kannst sie nicht kapitalisieren oder kündigen. Wenn dir das bewusst ist und du auch weißt dass eine Verscherungslösung mehr kostet als ein Sparplan ist das okay.

Leistungen sind zu 100% steuerpflichtiges Einkommen. Gedenkst du dich nach dem Studium selbständig zu machen und wenn ja wärst du versicherungspflichtig in einem Versorgungswerk (Worin machst du deinen PhD)?

Fondbasierte Flexirente: In Kombination mit der Basisrente sicher
sinnvoll, da ich ja auch früher ran könnte. Hier wurden mir 30€
monatlich vorgeschlagen.

Auch wieder die Frage warum ein Versicherungsprodukt? Geht es dir explizit darum eine mehr oder weniger garantierte Rente zu haben?

Gab es vorher eine Bedarfsanalyse und sind diese Produkte das Ergebnis der Auswertung dieser oder wurden die einfach vom "Berater" vorgeschlagen?

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Hallo,

ich versuche mal emotionen außen vor zu lassen und das ganze objektiv zu betrachtet. Letztendlich hängt es immer vom Berater ab und nicht welcher Name darüber steht. Da hab ich auch schon alles gesehen.

  1. passt.
  2. Die fondsbasierte BU dürfte eine reine BU auf Fondsbasis (gibt es z.B. von der Gothaer) sein und keine mit Sparanteil? Als junger Mensch eine passende Möglichkeit, das Risiko bzgl. möglicher Beitragssteigerungen sollte dir aber mitgeteilt worden sein.
  3. Wenn dein Budget passt und du als Student nicht jeden Euro umdrehen musst mit Sicherheit eine option um das Thema Zinseszins und frühes sparen für das Alter mit niedrigen Beiträgen zu nutzen. Du hast eine klare Vorstellung wo es hingehen soll und wenn dein Verdienst in zukunft passt ist alles gut. Ich würde das aber nur machen wenn du schon über einen ausreichenden Notgroschen verfügst, ansonsten würde ich das Geld ehr in einen Depotsparplan investieren. Ansonsten sollten dir alle Vor- und Nachteile der Basisrente genannt worden sein (steuerersparnis jetzt, spätere versteuerung, später nur als rente verfügbar, etc.)
  4. Gilt fast das gleiche wie bei 3. nur das du hier keinerlei Staatliche Förderung in der Ansparphase hast.

In den meisten Altersvorsorgeverträgen können auch passive Fonds eingesetzt werden. Auch hier gilt wieder sowohl aktiv als auch passiv gemanagte Fonds haben Ihre Vor- und Nachteile.

Wenn dein Budget passt, starte mit Altersvorsorge, im Alter wirst du dankbar sein. Ob es jetzt gerade eine Basis sein muss, dass mus jeder selber wissen. Wenn dein Budget zu knapp ist und du noch keinen Notgroschen hast, dann starte lieber mit einem Depotsparplan und verschieb die Altersvorsorge auf den Moment in dem du in den Job startest.

Liebe Grüße

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Wenn ich sowas von Tecis (o.a.) lese, krieg´ ich das K..... .

BU: wieso fondsbasiert ? Sparen und Risiko trennen. Beitrag soll günstig sein, sagt wer ? Tecis, die sind ja noch nicht einmal Makler.

Basisrente: als Student völliger Oberschwachsinn, viel zu unflexibel, Vorteile als Studetn irrelevant, Nachteile gravieren, zu teuer.

Fondsgebundene RV: wieso in der KomBi mit Basisrente sinnvoll ? Wenn sparen, dann flexibler und günstiger Fondssparplan, warum denn jetzt unbedingt Versicherungsmantel ? Und dann dieses schwachsinnige Argument, man kann ja früher dran - eine RV ist nicht für "früher dran" da, dann wird sie, relativ gesehen, noch viel teurer als sie ohnehin schon ist.

Was ich dazu meine ? Typischer Tecis Sch...., wie man es eben von Strukturvertrieben kennt, reine Provisionsgier und Standardabfertigung.

Der richtige Zeitpunkt für Deine BU ist jetzt, für flexibles Sparen ebenfalls, für eine langfristige Altersvorsorge jetzt sicher nicht (die paar Jahre bis min. zum Ende der Ausbildung machen keine Kohl fett).

Nein, die vorgeschlagenen Modelle (ich verstehe nicht genau was "fondsbasierte BU" heissen soll, ahne aber Schlimmes) sind Unsinn. Lass mal Tecis sein und such´ Dir einen vernünftigen, individuell arbeitenden, seriösen Berater/Makler, und mach´ Dich vorher selbst so schlau wie möglich. Diese angeblich indivduellen Super-Vorschläge von Tecis sind nur standardisierte Abzocke.

Und ja, ich kann das beurteilen, habe das dutzendfach bei Kunden erlebt.

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Kommentar von toaster1
02.08.2017, 21:09

Danke für die Antwort :)

Das Wort fondsbasiert habe ich mir ausgedacht. Bei der BU steht Fondsgebundene selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung.

Der Beitrag sollte günstig sein, da ich als Student nur ein geringes Einkommen habe. Und 30€ sind im Online-Vergleich günstig.

Ich bleibe weiter skeptisch...

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Kommentar von Niklaus
08.08.2017, 16:38

Ich kann Hanseat nur vollständig zustimmen und kann mir deshalb meine Antwort sparen.  

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Da strecken die Kinder ihre Füße noch unter den elterlichen Tisch, da denken Sie schon an Berufsunfähigkeit und Altersversorgung.

Mannomann, wie kann ein junger Mensch so viel Angst vor dem Leben haben!

Warte noch 20 Jahre dann ist immer noch Zeit genug für solche Gedanken.

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Kommentar von Kevin1905
03.08.2017, 00:19

Warte noch 20 Jahre dann ist immer noch Zeit genug für solche Gedanken.

Dann kostet es aber auch mehr um das gleiche Ergebnis zu bekommen.

Gegen BU ist man dann vielleicht nicht mehr versicherbar aufgrund evtl. Vorerkankungen oder man hat mal eben ein stolzes Einkommen von 2.500,- € oder mehr abzusichern, ggf. mit schlechterer Risikoklassifizierung.

Nein es gibt keinen Grund den Abschluss der BUV aufzuschieben.

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Kommentar von Impact
03.08.2017, 01:12

Sei doch froh, dass es noch ein paar vernünftige junge Leute gibt.

Rechtzeitige Vorsorge ist heute mehr denn je angesagt.

Wenn er nichts tun, dann wird gejammert, dass man ihn von "unseren Steuergeldern" unterhalten muss. 

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Kommentar von Sammy760
03.08.2017, 12:28

Eine SBU macht Sinn.

Nachdem nach dem Studium u.U. die Einrichtung der eigenen Wohnung, Auto, etc.  anstehen sind Sparprozesse ebenfalls günstig.

Es müssen ja keine Versicherungsprodukte sein.

Warte noch 20 Jahre dann ist immer noch Zeit genug für solche Gedanken.

Toaster1 ist jetzt 24 Jahre alt. Bis zur Rente sind es noch 43 Jahre.

Würde er 100 EUR mtl. mit 5% Ertrag ansparen hätte er 181.118€. Investiert wurden 51.600€.

Beginnt er dagegen 20 Jahre später, müsste er mtl. 350,90€ (Gesamt 96.847€) investieren um auf das gleiche Endergebnis zu kommen.

350,90€ entsprechen bei 2% Inflation einer heutigen Kaufkraft von 221,60€. 100€ dagegen nur von 63,15€

20 Jahre warten bedeuten definitiv einen fast doppelt so hohen  Sparaufwand, um auf das gleiche Endergebnis zu kommen.

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