Kichensteuer wurde nie abgezogen?

Hallo zusammen,

ich habe eine ganz wichtige Frage bzgl. nicht bezahlter Kirchensteuer. Mein Fall ist der, dass bei mir noch nie welche abgezogen wurde obwohl ich katholisch bin. Ich habe 2009 meine Ausbildung begonnen und im Ausbildungsvertrag meine Konfession angegeben. Ich bin bis heute noch in der gleichen Firma und habe erst vor ca einem Jahr (bei meiner ersten Steuererklärung beim Berater) bemerkt, dass ich keine Kirchensteuer zahle. Natürlich sollte jeder mal seine Abrechnungen überprüfen, das ist mir klar. Als ich aber damals mit 15 Jahren angefangen hatte zu arbeiten, war mir das so nie bewusst. Und wenn man schon Jahre vertrauenswürdig in einer Firma arbeitet, überprüft man da einfach irgendwann nix mehr. Die Abrechnungen dienen nur zur Ablage. Allerdings lässt mir das nun wo ich es bemerkt habe keine Ruhe mehr. Mein Berater meinte, so lange ich nicht vor habe kirchlich zu heiraten, würde er keine schlafenden Hunde wecken, da es ziemlich teuer mit Zinsen nachträglich werden kann, die Kirche ist da erbarmungslos. Da ich seit kurzem alleine mit Kleinkind bin und der Ehepartner sich getrennt hat, will man sich natürlich finanziell nicht ruinieren, nur um sein Gewissen zu beruhigen und das richtige zu tun. Natürlich wäre es mir lieber es nachträglich zu melden,habe aber Angst vor den finanziellen Konsequenzen. Gibt es denn eine Regelung, wie lange sowas maximal zurückgefordert werden kann? Kann man rückwirkend austrete?.Wobei mir zweites nicht so recht ist da ich mir nicht über alle Nachteile im klaren bin (kann mein Kind dennoch die Kommunion, Firmung etc machen?) Usw. Kann mir da jemand eine fachmännische Auskunft geben? Will das richtige tun, aber mich nicht ruinieren. Hätte die Firma da einen teil Mitschuld? Wobei ich auch meinem AG keine Probleme machen will. BIn wie gesagt seit 12 Jahren beim ersten AG meines Berufslebens.

Würde mich wahnsinnig über Auskünfte freuen.

Danke vorab

Kirchensteuer
Kirchenaustritt: Wieviel hat man effektiv mehr in der Tasche?

Dieses Thema gab es schon oft, ist mir bewusst, aber eine genaue Antwort konnte ich noch nicht finden. Vor allem liest man immer etwas anderes!

-Einmal heißt es, es erhöht das zu versteuernde Einkommen.

-Zusätzlich müsste es ja folglich auch die Sozialabgaben erhöhen.

-Dann ist manchmal als Antwort zu lesen: Es bleibt soviel mehr Netto übrig, was man zuvor vom Bruttolohn an die Kirche gezahlt hat (also komplett unversteuert). Und das nicht nur in Foren, sondern auf "Finanzseiten". Auch der Gehaltsrechner auf der Techniker Krankenkasse Webside sagt dies aus (Kirchensteuer abgewählt => Nettolohn erhöht sich um den Wert, der zuvor als Kirchensteuer aufgeführt wurde).

-Zusätzlich muss man natürlich das, was man beim Lohnsteuerjahresausgleich (Bezug Kirchensteuer) zurück erhält, gegenrechnen (vermindert soz. die KS). Ist vollkommen klar, wird aber auch nicht immer erwähnt.

Okay, ich nehm mal den Härtefall an und mache eine Beispielrechnung:

-----------------mit Kirche------------------------

Bruttolohn 4000€

Kirchensteuer 54€ , Soli 37€

Sozialabgaben 801€ (20%)

Lohnsteuer 674€ (17%)

Nettolohn 2434€

---------------ohne Kirche--------------------------

Bruttolohn 4000€

Soli 37€

Sozialabgaben 20% = 811€

Lohnsteuer 17% = 680€

Nettolohn 2472€

Nettolohndifferenz 38€

x12 Monate = 456€ im Jahr

Minus ~150€ die man in diesem Fall von der Steuer im Jahr zurück bekommt (wenn man Kirchensteuer zahlen würde).

Bleiben nur 306€ im Jahr mehr übrig. Ein ziemlich großer Unterschied zu 54€ x 12 Monate = 648€ (wenn man nichts abziehen müsste).

Konkrete Frage: Was stimmt jetzt???

PS: Sorry für die Vernachlässigung oder Runden von Nachkommastellen (auf den Euro kam es mir jetzt nicht an).

Danke für die Aufmerksamkeit!

MFG

Bassi

Kirchensteuer, Steuern

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