Ganz einfach: die Software der Schufa interpretiert häufige Anfragen so, als ob der betreffende Schwierigkeiten hätte, einen Kredit zu bekommen. Die Anfrage, die Sie meinen heisst im Bankcomputer "Anfrage Kredit", also wie wenn jemand tatsächlich einen Antrag stellt. Stellt man gar mehrere Anfragen und es kommt dann gar kein Kredit zustande, dann gibt es auch Punktabzug, denn dann sind Sie offenbar nicht besonders kreditwürdig.

Aus diesem Grunde wurde von ein paar Jahren die "Anfrage Kreditkonditionen" eingeführt. Diese Abfrage ist völlig neutral und verschlechtert Ihren Score nicht. Allerdings - und die bemängelte auch schon Finanztest - verwenden viele Banken das nicht, auch wenn man tatsächlich nur die Konditionen wissen will.

Auch aus diesem Grund gehen z.B. in der Baufinanzierung daher immer mehr Menschen dazu über, einen unabhängigen Berater einzuschalten, um sicherzustellen, dass die Schufa-Abfrage erst dann erfolgt, wenn man sich endgültig auf eine Bank festgelegt hat.

Alexander Solya

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Das ist richtig, Provisionen aus der Kreditvermittlung sind umsatzsteuerfrei. Nachteil ist für den Unternehmer, daß er aus seinen Rechnungen auch keine Vorsteuer abziehen darf, wenn er nur solche Umsätze hat. Bei Mischumsätzen wird prozentual aufgeteilt.

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Vorweg mal das wichtigste: keine Panik, alles wird gut! :-) Wenn ich Ihren zweiten Eintrag mit der Korrektur lese, wird alles klar.

Der „Kollege“ Versicherungsmakler benötigt ein wenig Nachhilfe und das ist auch das Problem. Sie haben jemanden mit der Vermittlung der Finanzierung beauftragt, der das quasi nebenbei macht, weil er eigentlich Versicherungen vermittelt.

Die Sparda-Banken geben Darlehen bis 80% des Beleihungswertes. Bei den meisten Banken entspricht dies dem Kaufpreis. In diesem Fall wären es also 176.000 Euro Darlehen zu 225.000 Euro Kaufpreis = 78% Beleihung. Als Berater sollte man aber die Richtlinien der Banken kennen. Die Sparda-Bank macht nämlich pauschal 10% Sicherheitsabschlag auf den Kaufpreis, das sind dann 202.500 Beleihungswert. Die Rechnung ist also: 176.000 zu 202.500 = 86,91% Beleihung und somit über der Grenze von 80%!

Völlig unnötig also, den Antrag bei der Sparda-Bank einzureichen.

Die gute Nachricht: es gibt genügend Banken, die Ihre Finanzierung gerne begleiten. Suchen Sie sich also einen Profi-Berater, der nur Finanzierungen macht.

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Selbstverständlich kann jemand, der eine Forderung gegen Sie hat, Ihren Anteil an Grundstücken oder Immobilien pfänden. Wenn Sie dann nicht das Geld anderweitig beschaffen können, um die Forderung zu begleichen, dann kann er sogar eine Zwangsversteigerung der Immobilie veranlassen, um so an sein Geld zu kommen. Näheres dazu siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Teilungsversteigerung

Alexander Solya

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Es gibt durchaus die Möglichkeit eine Grundschuld an die neue Bank abzutreten. Das ist dann natürlich billiger als die alte zu löschen und eine neue einzutragen. Die Kosten kann man sich hier ausrechnen: http://solya.de/notar-und-grundbuchkostenrechner.html

Gerade bei sehr alten Grundschulden neigen Banken dazu, auf einer Neueintragung zu bestehen. Es gibt da irgendwelche juristischen Gründe dafür. Ich habe aber auch schon Banken in meiner Beratungspraxis erlebt, die grundsätzlich eine Neueintragung wünschten. Als am besten die betreffende Bank fragen, wie sie es gerne hätte.

Alexander Solya

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Wenn die Bank dem Sicherheitentausch nicht zustimmen sollte, dann bleibt nur die Rückzahlung des Darlehens zzgl. einer Vorfälligkeitsentschädigung.

Üblicherweise sind Banken jedoch mit einem Sicherheitentausch einverstanden, wenn die neue Sicherheit gleichwertig oder besser ist. Ich kann es nicht beurteilen, da Sie keine Angaben zum Wert der eigenen Immobilie gemacht haben. Es wird auch davon abhängen, wie hoch die erstrangige Grundschuld noch valutiert. Im Prinzip kann man sagen: wenn erstrangiges unb zweitrangiges Darlehen zusammen unterhalb von 60% des Immobilienwertes bleiben, dann sollte es klappen, da die Bank im zweiten Rang kein erhöhtes Risiko hat. Evtl. valutiert Ihr Darlehen Nr. 1 nicht mehr so hoch wie der Betrag der Grundschuld ist. Dann könnten Sie auch eine Teilabtretung der erstrangigen Grundschuld machen und erhöhen somit die Sicherheit der zweiten Bank.

Wenn es so nicht geht, können Sie auch die Bank im Erstrang fragen, ob sie das Darlehen übernehmen würde.

Alexander Solya

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Hallo Grunkerz - gerne antworte ich auch auf diese Frage.

Das ist leider die Regel, daß die Bausparkassen Vorausdarlehen nicht ablösen lassen. Auch die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung interessiert sie nicht, da sie damit nur Aufwand haben und auch nicht mehr bekommen, als wenn der Vertrag bis zum Ende laufen würde. Da die Rechtslage eindeutig, kann man da auch nichts machen.

Sie könnten nun ein Forwarddarlehen abschließen. Dann könnten Sie sich die heute günstigen Zinsen sichern. Die Banken verlangen jedoch i.d.R. ab dem 7. Monat in die Zukunft einen Zinsaufschlag von z.B. 0,02% je Monat bis zur Auszahlung. Wenn Sie Angst haben, daß die Zinsen bis dahin nennenswert steigen, dann lassen Sie sich - am besten von einem unabhängigen Finanzierungsberater - Angebote rechnen, der weiß auch, welche Bank gerade die günstigsten Konditionen hat.

Alexander Solya

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In meiner Praxis erlebe ich es unterschiedlich. Manche Verkäufer legen Wert auf eine Finanzierungsbestätigung, andere nicht. Allerdings ist es ja meist so, daß man gleichzeitig mit dem Kaufvertrag auch die Grundschuld zugunsten der finanzierenden Bank bestellt. Das macht man, weil ein zweiter Termin beim Notar zusätzliche Kosten verursacht. Anhand dieser Tatsache sieht der Verkäufer ja auch, daß offensichtlich eine Finanzierung zugesagt wurde, da die Bank sonst keine solchen Unterlagen an das Notariat übermittelt hätte.

Auf jeden Fall sollte in Ihrem eigenen Interesse die Finanzierung stehen, bevor Sie zum Notar gehen, es sei denn, Ihre Bonität ist gut und das Eigenkapital so hoch, daß es reine Formsache ist.

Alexander Solya

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Wenn wir wüssten, wie hoch die Zinsen in 4 Jahren sein werden, dann könnte ich einen präziseren Rat geben :-)

Sie können jedenfalls das Vorausdarlehen nicht einfach kündigen, da Sie mit großer Sicherheit eine Zinsbindung bis zur Zuteilung des Bausparvertrages in ca. 4 Jahren haben. Die Bank könnte kulant sein und die Kündigung akzeptieren, dann wird sie aber eine Vorfälligkeitsentschädigung von Ihnen verlangen. Die Bank hätte ja noch 4 Jahre die hlheren Zinsen von Ihnen bekommen. Wenn Sie das Geld zurücknimmt und neu verleiht, dann wird sie die nächsten 4 Jahre weniger bekommen und diese Differenz wird Ihnen (grob gerechnet) in Rechnung gestellt. Das lohnt sich praktisch nie.

Das Bauspardarlehen zu 4% ist aus heutiger Sich natürlich teuer, da Sie ein solches Darlehen mit z.B. 10-jähriger Zinsbindung schon für 2% Zins bekommen könnten. Sie können aber erst in 4 Jahren das Vorausdarlehen ablösen. Sind die Zinsen dann immer noch unter 4% , dann lassen Sie sich einfach das Guthaben aus dem Bausparer auszahlen und mit dem Darlehen verrechnen. Auf das Bauspardarlehen verzichten Sie dann und gehen zu einer Bank Ihrer Wahl. Der Verzicht auf das Bauspardarlehen kostet sie nichts, da man Bauspardarlehen jederzeit zurückzahlen kann.

Eventuell kann ein Forwarddarlehen in 2 Jahren Sinn machen, wenn Sie der Meinung sind, daß die Zinsen weiter steigen werden bis das Vorausdarlehen abläuft. Das ist dann aber eine Wette. Sie erhalten den Zins zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses plus einen kleinen Aufschlag, der umso höher ist, je mehr Monate in die Zukunft der Vertrag geschlossen wird. Deswegen wäre es zum heutigen Zeitpunkt zu teuer.

Alexander Solya

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Die wohl am wenigsten verständliche Bestimmung bei Grundschulden ist die Regelung über die „Abtretung von Rückgewähransprüchen“. Was gemeint ist, lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Eigentümer A bestellt an seinem Hausgrundstück für Bank I im ersten Rang eine Grundschuld zu z.B. 50.000 EUR und braucht später ein neues Darlehen, das er aber bei Bank II holt und im zweiten Rang eine Grundschuld zu 85.000 EUR bestellt.
Bank I ist damit zwar noch als Grundschuldberechtigte im Grundbuch eingetragen mit 50.000 Euro, obwohl das Darlehen z.B. nur noch 40.000 beträgt und auch in der Zukunft weiter getilgt wird. Andererseits hat der Eigentümer aber an sich auch die Möglichkeit, auf die (zurückbezahlte) Grundschuld erneut ein Darlehen aufzunehmen, die Grundschuld also zu revalutieren.

Eine solche Revalutierung wird Bank II nicht gerne sehen. Nach Rückzahlung des von Bank I gewährten Darlehens steht ja die Grundschuld von Bank I nur noch als „leere Hülle“ vor dem Recht von Bank II. Das Recht von Bank II, das an sich mit jeder Rückzahlungsrate, die auf das Darlehen von Bank I erbracht wurde, wertvoller geworden war, wäre durch die Revalutierung entwertet. Vor einer solchen Entwertung ihrer Rechte kann sich Bank II schützen, indem sie sich die Rückübertragungsansprüche, die der Eigentümer gegenüber Bank I hat oder haben wird, abtreten lässt. Dann nämlich wirkt eine Revalutierung gegenüber Bank II nur, wenn sie dieser zustimmt. Die Abtretung der Rückgewähransprüche dient damit also in erster Linie der Sicherung des Aufrückens der nachrangigen Grundschuldgläubiger im Rang.

Die Einmalvalutierungserklärung wird normalerweise alternativ eingesetzt. Hier erklärt die Bank I, daß sie das Darlehen nicht wieder neu ausgibt (revalutiert). Dadurch hat Bank II auch die Sicherheit, daß ihr Darlehen besser abgesicht ist. Ich denke, daß man vorgeschlagen hat das eine oder das andere zu tun.

Alexander Solya

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Seit 1.1.2008 gilt §498 Abs.3 BGB. Eine Kündigung durch die Bank ist nur dann möglich, wenn der Darlehensnehmer mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise UND mit mindestens 2,5% des Nennbetrags des Darlehens im Verzug ist.

Bei 240.000 Euro sind 2,5% genau 6.000 Euro, d.h. die Bank darf erst nach 6 Monaten Rückstand den Vertrag kündigen. Unabhängig davon, würde ich das Gespräch mit der Bank suchen und Unterlagen zu Ihrem Auftrag und dem Honorar vorlegen, dann sollte alles gut laufen.

Alexander Solya

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Sie schreiben, daß es sich um ein Vorausdarlehen handelt, auf das Sie 3,9% Zins bezahlen. Der parallel laufende Bausparvertrag wird also dieses Vorausdarlehen - ich nehme an nach 10 Jahren, also im Jahre 2016 - ablösen durch ein Bauspardarlehen.

Das Vorausdarlehen ist aber kein Bauspardarlehen, welches man jederzeit ohne Kosten zurückzahlen kann. Vielmehr ist ein Darlehen der Wüstenrot-Bank (ggf. eine andere Bank) und ist - so ist es jedenfalls üblich - mit einer Zinsbindung von 10 Jahren versehen. Eine vorzeitige Ablöse würde also eine Vorfälligkeitsentschädigung nach sich ziehen. Ferner muß die Bank einer vorzeitigen Beendigung nicht zustimmen; Vertrag ist Vertrag. Das ginge nur bei einem Verkauf, oder wenn Sie ein weiteres Darlehen dort beantragen würden und die Bank den Antrag ablehnen würde. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung kann die Bank bei freiwillger Zustimmung zur Ablöse nahezu nach Gutsherrenart bemessen (solange es nicht sittenwidrig wird). Bei einer Ablöse nach Verkauf oder wie vorher beschrieben, muß sie sich an die Vorgaben von zwei BGH-Entscheidungen halten. Dennoch bezweifle ich, daß eine Ablöse etwas bringt, da die Entschädigung - so jedenfalls sehe ich das in meiner täglichen Praxis - den Vorteil der heute günstigeren Zinsen auffrisst. Einzig die Überlegung, daß wir evtl. im Jahre 2016 in einer Hochzinsphase landen, kann die Überlegung bei Bankdarlehen sinnvoll machen. Bei einem Bauspardarlehen haben Sie ja den künftigen Zins abgesichert durch den Bausparvertrag, Dieser dürfte zwar ein Altvertrag mit noch einem Zinssatz von über 3,5% sein, aber c'est la vie...

2016 sind Sie dann frei in der Entscheidung. Ist der Marktzins höher als der Zinssatz für das Bauspardarlehen, dann können Sie das Bauspardarlehen annehmen, ist er niedriger, dann wechseln Sie zu einer anderen Bank.

Alexander Solya

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Zunächst mal muß man feststellen, daß ein Wohnriester bei Ihnen wohl kaum Sinn macht, da Sie ja schon wissen, daß Sie das Haus später verkaufen und ins Ausland ziehen wollen. Zweitens verstehe ich nicht, wieso der Berater Ihnen den Tarif FörderMaxx anbietet. Dieser hat einen Darlehenszins von 3,75%! Der Tarif WohnMaxx ist hingegen speziell für Leute, die sicher finanzieren wollen und hat einen geringeren Guthabenzins, jedoch nur einen Darlehenszins von 2,75%!! Siehe hier: https://www.postbank.de/privatkunden/pk_bhw_wohnmaxx.html Den Zinsunterschied von 1,0% kann kein Wohnriester und kein etwas höherer Guthabenzins wettmachen. Generell ist ein Vorteil der Kombination mit Bausparvertrag, daß Sie über die gesamte Laufzeit von ca. 21 Jahren Zinssicherheit haben. Nachteil sind die höheren Zinskosten, die Ihnen in den ersten 10 Jahren entstehen, da Sie das Darlehen zugunsten der Ansparung in den Bausparvertrag nicht tilgen. Ob nun die vorgeschlagene Variante günstiger ist, oder ob ein Annuitätendarlehen mit z.B. 20-jähriger Zinsbindung besser wäre, hängt vom Einzelfall ab. Hier muß ein Experte mal die Gesamtkosten der beiden Modelle berechnen und vergleichen. Ich sehe in meiner Praxis als Berater und Gutachter oft recht unterschiedliche Ergebnisse. Sie sind stark abhängig von den Zinskonditionen für die Vorfinanzierung und die des Bausparvertrages. Dauert die Besparung des Bausparvertrages länger als 10 Jahre ist fast immer ein Annuitätendarlehen günstiger. Alexander Solya

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Haus bauen oder weiter sparen?

Hallo zusammen,

meine Frau und ich haben uns vor kurzem nun endlich ein Grundstück über ein Zwangsversteigerungsverfahren ersteigert. Und nun kommen natürlich die Gedanken auf, ob man nun bauen sollte oder ob man lieber noch wartet um weiter zu sparen.

Das Grundstück haben wir für den Verkehrswert von knapp 25.000€ (Gutachten liegt vor) ersteigert. Es hat 850qm und ist rechteckig mit einer Straßenfront von ca. 19m. Nun haben wir derzeit natürlich weniger Ersparnisse. Sie belaufen sich derzeit auf ca. 10.000€. Da ich als Freiberufler selbständig bin und erst im September 2013 für 3 Jahre selbständig bin, bekommen meine Frau, die angestellt ist, und ich erst ab dann einen Kredit. Dies wollen die Banken wohl generell als Sicherheit. Im Prinzip werden wir beide die Finanzierung aufnehmen. Ich verdiene recht gut mit ca. 4.000€ netto und meine Frau mit ca. 1.500€ netto auch nicht so schlecht. Bis Ende nächsten Jahren kommen wir dann schätzungsweise auf ein Eigenkapital von ca. 20.000€ + dem Grundstück.

Wir haben auch schon Kontakt zu einem Hausplaner aufgenommen und er hat uns schon einen ersten Entwurf erarbeitet. Dies kann man jetzt ja schon machen und er weiß auch, dass wir nicht sofort bauen wollen. Wir planen ein Fachwerkhaus, welches insgesamt ca. 270.000€ kosten wird inkl. aller Ausstattung, wie Küche, Kamin, Sauna, Terrasse etc. Dies ist natürlich nicht allzu günstig und wir brauchen schon eine recht hohe Kreditsumme. Nun frage ich mich, ob man die günstigen Zinsen derzeit auch mit recht wenig Eigenkapital nutzen sollte oder lieber noch 1-2 Jahre länger warten, um das Eigenkapital zu steigern. Aber andererseits werden die Zinsen sicher wieder steigen und die Preise zum Hausbau auch. So frisst dieser Anstieg eventuell die Ersparnisse wieder auf.

Was würdet ihr tun? Und was macht bei unserer Situation Sinn?

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Natürlich wäre es besser, wenn Sie mehr Eigenkapital hätten, aber wenn Sie Ihre freiberufliche Tätigkeit dauerhaft als einigermassen gesichert sehen, kann man eine Finanzierung wagen. Ob man warten soll oder nicht, ist eine gute Frage. In den nächsten Monaten sind keine großen Zinssteigerungen zu erwarten, aber was in einem Jahr ist, kann keiner sagen. Auch Ihre Einschätzung, daß die Baupreise steigen könnten dürfte zutreffen. Sie gehen von 10.000 Euro mehr Eigenmitteln aus in einem Jahr. Das macht keinen großen Unterschied. Sie könnten auch jetzt finanzieren und die 10.000 als Sondertilgung einzahlen.

Die Tatsache, daß Sie noch keine 3 Jahre selbständig sind, ist bei vielen Banken ein Problem. Allerdings gibt es Ausnahmen. Wenn Sie sich im September 2010 selbständig gemacht haben, ist der Abschluß 2010 wohl wenig aussagekräftig. Aber wenn Sie noch bis Januar warten und die Abschlüsse 2011 und 2012 vorlegen können, wird es Banken geben, die durchaus eine Finanzierung genehmigen würden.

Mein Tip: suchen Sie sich einen unabhängigen Finanzierungsmakler. Er hat viele Banken, die er vergleichen kann und kann Sie auch beim Finanzierungskonzept beraten (achten Sie z.B. auf Alternativen mit Zinsbindungen von z.B.20 Jahren). Das kostet Sie nichts, denn er wird von der gefundenen Bank bezahlt. Die freut sich nämlich, daß Sie einen Kunden bekommt und der Berater die ganze Arbeit erledigt. Achten Sie bei der Suche darauf, daß es sich um jemanden handelt, der unabhängig ist, schon länger am Markt und der möglichst nur Finanzierungen macht. Berater, die einen ganzen Bauchladen an Leistungen anbieten, haben in aller Regel auch nur von allem nur ein generelles Wissen. Es muß nicht unbedingt jemand direkt vor Ort sein, viele Berater können telefonisch und via e-Mail beraten.

Alexander Solya

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So etwas macht Sinn, wenn man die Immobilie vermietet und man für die Steuererklärung alles schön übersichtlich haben will. Als Eigennutzer kann man die Buchungen einfach über das normale Girokonto laufen lassen und braucht nicht extra Gebühren für ein separates Konto zu zahlen.

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Alles kein Grund zur Besorgnis! Schauen Sie sich mal das heutige Zinsniveau an. Sie werden schnell merken, daß Sie Ihre Anschlußfinanzierung z.B. bei der ING-DiBa für einen Zinssatz von deutlich unter 3% bekommen, bei einer neuen 10-jährigen Zinsbindung. Eigentlich sollten Sie froh sein, daß das von Ihnen geschilderte Problem aufgetaucht ist, denn ich vermute, Sie hätten sonst einfach das Bauspardarlehen aufgenommen zu 3,85% Zins. Bei Abschluß dieser Kombination ist man vermutlich von steigenden Zinsen ausgegangen und wollte Ihnen so die Zinsen absichern. Eine Kombination von Vorauskredit und Abschluß eine Bausparvertrages hat sich früher gar nicht gerechnet. Heute gibt es Konstellationen aufgrund der extrem niedrigen Zinsen, in denen es sich rechnet. Man muß sich aber fundiert beraten lassen.

Mein Rat: Bausparvertrag per 2015 auflösen, das angesparte Geld zum Ende der Zinsbindung als Sondertilgung in den Kredit fließen lassen. Bis dahin sollten Sie sich regelmäßig über die Enwicklung der Zinsen informieren. Wahrscheinlich bleiben diese noch im kommenden Jahr relativ niedrig. Sobald Sie merken, daß eine Tendenz zu deutlichem Zinsanstieg beginnt, sollten Sie ein "Forward-Darlehen" abschließen. Auch die DiBa bietet so etwas an. Kurz gesagt heißt das: Sie schließen mit der Bank heute schon einen Vertrag für die Zukunft ab. Sie vereinbaren den heute gültigen Zinssatz (+geringe Aufschläge, die pro Monat in die Zukunft berechnet werden) für den Zeitpunkt, an dem die jetzige Zinsbindung endet. Alexander Solya

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Wie soll man diese Frage seriös beantworten, ohne Detailkenntnisse? Aus meiner Erfahrung könnte ich mir vorstellen, daß es an der Höhe der Beleihung liegt, also dem Verhältnis von Darlehen zum Wert der Immobilie. Es gibt Banken, die maximal 80% des Wertes als Darlehen vergeben, manche sogar weniger. Diese Überlegung kam mir, weil Sie schrieben, daß Sie damals die FInanzierung auf zwei Banken verteilt haben. Welchen Grund hatte das denn? Ist jedenfalls unüblich, da die Bank, die jetzt in zweiter Rangstelle im Grundbuch steht, teurere Konditionen hat, weil sie schlechter besichert ist.

Ich würde jetzt keine Panik schieben, denn im schlimmsten Fall können Sie die Finanzierung mit den beiden Banken fortführen. Sie wollen sich wahrscheinlich die günstigen Zinsen sichern für in 3 Jahren (Forwarddarlehen). Da würde ich aber abwarten, denn im Moment sieht es nicht nach steigenden Zinsen aus und jeden Monat den Sie abwarten, bringt Ihnen eine Ersparnis bei den Zinsaufschlgen für das Forwarddarlehen.

Wenn Sie alle genauer wissen wollen, dann wenden Sie sich an einen unabhängigen Finanzierungsmakler.

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Sie haben keine Möglichkeit, den Verkauf der anderen beiden Drittel des Grundstückes zu verhindern, es sei denn, Sie zahlen die beiden anderen aus. D.h. die beiden anderen Miteigentümer erhalten einen Betrag, der dem Verkehrswert der Anteile entspricht. Wenn keine Einigung erzielt wird, kann einer der Miteigentümer eine Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft veranlassen. Dagegen könnten Sie nichts tun. Sie können allerdings bei der Versteigerung mitbieten.

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Die ING-DiBa bietet die Zuschußvariante bei KfW-Nr. 153 tatsächlich nicht an. Fast alle anderen Banken machen es, daher sollten Sie einfach mal Alternativangebote einholen und vergleichen. Suchen Sie sich am besten einen unabhängigen Finanzierungsmakler, der hat den Überblick. Zu beachten ist aber auch, dass die ING-DiBa derzeit auf alle KfW-Mittel einen Sondernachlass von 0,40% auf den Zinssatz bietet. Das sollten Sie im Vergleich auch berücksichtigen. Es ist leider auch nicht möglich, den Zuschuß bei der KfW direkt zu holen, da es immer über eine BAnk gehen muß. Da zudem von seiten der DiBa der Antrag gemäß KfW-70-Haus gestellt würde, entstünde dort gar nicht erst ein Anspruch auf einen Tilgungszuschuß

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Es ist ganz normal,daß Sie für eine Darlehensanfrage Unterschriften leisten müssen. Zum einen müssen Sie bestätigen, daß Sie die Angaben in der Selbstauskunft wahrheitsgemäß gemacht haben. Zum anderen erlauben Sie eine Abfrage bei der Schufa.

Kosten entstehen Ihnen dadurch noch keine. Sie sind auch in keiner Weise gebunden, denn es handelt sich noch um eine Anfrage. Die Bank kann erst nach Prüfung dieser Anfrage eine Entscheidung treffen. Erst wenn sie die Finanzierung genehmigt, erhalten Sie einen Darlehensvertrag. Wenn Sie den dann unterschreiben wird es erst verbindlich. Die allermeisten Institute räumen hier auch noch ein 14-tägiges Widerrufsrecht ein. Wird der Vertrag über einen Vermittler oder per Post (also nicht in den Räumen der Bank) geschlossen, haben Sie sogar ein gesetzliches Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen.

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