Baufinanzierung mit Investmentfonds

3 Antworten

Hallo, lassen Sie die Finger davon, das Modell erlebte in den 90er Jahren und dann nochmal so 2003-2004 seinen Höhepunkt, und wenn Sie die Schwankungen der Börse sich angucken, dann können Sie erahnen worin hier das Problem liegt. Der Templeton Growth ist ein ganz normaler Aktienfonds, die Tatsache dass der Ausgabeaufschlag überdurchschnittlich ist. tut hier nichts zur Sache und würde sich auch kaum auf das gesamte Konstrukt auswirken. Die Frage der Kapitalgarantie stellt sich mir, wie wird diese erzeugt und wie funktioniert diese in Zusammenhang mit dem Fonds. Ihre Befürchtung dass diese, wie auch immer funktionierende Garantie, jede Menge Rendite (sprich Geld) kostet, teile ich zutiefst.

Warum kommt den ein ganz normales annuitätisches Darlehen mit möglichst hoher Tilgung (sinnvoll bei den momentan niedrigen Zinsen) nicht in Frage ? Ich würde jede andere Variante gerne mal dagegen rechnen und bin mir sicher dass die Ihnen vorgeschlagene Variante nicht besser abschneidet.

Das Risiko dass am Ende der Wert der Fondsanteile nicht ausreicht ist viel zu hoch. Eine kostenintensive Kapitalgarantie ist völliger Quatsch (dann könnten Sie ja besser gleich eine klassische Rentenversicheurng als Tilgungsersatz wählen) und führt die Fondslösung ad absurdum.

Leider fehlen an dieser Stelle die Informationen, was denn an der Baufinanzierung so schlecht gewesen ist. Möglicherweise hat der Fondsberater diese nur schlecht geredet.

Man kann so eine Finanzierung mit Sparen in ein Investmentprodukt machen, ja. Wenn es denn am Aktien- und Fondsmarkt sein soll, würde ich allerdings eher dazu tendieren, diesen Sparplan (denn darum handelt es sich ja letztendlich) bei einer Vermögensverwaltung zu machen, weil dort viel schneller und besser auf aktuelle Marktgeschehen reagiert werden kann. So ein einzelner Fonds kann im Verlauf von 10 - 15 Jahren schon das ein oder andere Mal lustige Ausschläge nach oben oder unten machen.

Grundsätzlich ist es aber eine sehr spekulative Art der Baufinanzierung, nämlich die Wette darauf, dass Du mit Deiner Anlage deutlich mehr Gewinne erzielst, als Du mit Zins und Tilgung in der gleichen Zeit abbezahlt hättest.

Nehmen wir den schlechtesten Fall an: Ausgerechnet zum Zeitpunkt der Tilgung haben wir wieder eine Wirtschaftskrise und der Fonds ist deutlich im Minus - jetzt bekommst Du zwar über die (wie auch immer geartete) Kapitalgarantie Deine eingezahlten Beiträge zurück, aber damit kannst Du dann bei weitem nicht so viel abbezahlen, wie Du eigentlich wolltest. Zusätzlich hast Du das Risiko, dass sich in der Zukunft die Zinsen erhöhen und Du dann eine wesentlich teurere Anschlussfinanzierung machen musst. Wenn Du Dir beides im Notfall leisten kannst, dann mach das Fonds-Modell. Wenn nicht, dann lass es.

Lustige Ausschläge nach unten und oben.

Das ist doch hervorragend für den Cost-Average -Effect.

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@Niklaus

Wo Du recht hast, hast Du recht. :-)

Mir wäre es dennoch zu riskant, mit diesem Vehikel eine Punktlandung (oder besser) hinlegen zu wollen...

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Diese Argumentation überzeugt mich nicht, weil sie falsch ist.

Man muss auch unterscheiden ob Immobilie zum 1. Eigennutz oder als 2. Kapitalanlage.

  1. In der heutigen Zeit mit diesen niedrigen Zinssätzen, ist es ratsam hoch zu tilgen. Ein Tilgungsersatz ist nicht erforderlich. Wichtig bei einer Finanzierung ist das Finanzierungskonzept. Man kann die Gesamtsumme vielleicht auch auf verschiedene Darlehen mit unterschiedlicher Laufzeit aufteilen. Ziel sollte sein, die Darlehenssumme so schnell wie möglich zu tilgen. Das spart wegen der Laufzeit viel Geld. Mehr als der Zinssatz nach der zweiten Kommastelle. Wenn man ein Annuitätendarlehen ausreichend hoch tilgt braucht man keinen Tilgungsersatz.
  2. Sollte eine Immobilie als Kapitalanlage erworben werden, kann man über ein tilgungsfreies Darlehen und einen Fondssparplan nachdenken. Durch die gleichbleibend hohen Zinsen reduziert sich ggf. die eigen Steuerlast. Aber auf alle Fälle ist die Finanzierung riskanter als mit einem normalen Annuitätendarlehen.

Templeton Growth Fonds.: Gegen diesen Fonds ist nichts einzuwenden. Der Fonds hatte eine Schwächephase, von der er sich wieder gut erholt hat. Er hat alle Verluste wieder wettgemacht und darüber hinaus noch eine gute Wertentwicklung erzielt.

Eine Kapitalgarantie auf diesen Fonds gibt es nicht. Das ist Unsinn.

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