Muss ich meine USt-ID angeben, wenn ich aus Deutschland eine Leistung erbringe die nach Amerika geht?

2 Antworten

  1. Wie viele Webseiten reparierst, oder erstellst Du für Privatpersonen? Das nur zum Sinn der Kleinunternehmerregelung.
  2. Ist der Auftraggeber aus den USA Privatperson, oder ein Unternehmen. Wenn es ein Unternehmen ist, ist der Ort der sonstigen Leistung nämlich USA. § 3 a, Abs. 2 UStG.
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986
  1. Ich fange jetzt gerade damit an. Ich möchte das Hauptberuflich machen, wenn es denn geht. Also das ist mein erster Auftrag deshalb kann ich dir keine zahlen nennen.
  2. Ach auch schwierig. Es ist von einem Einmann-Startup. Also eher Unternehmen als Privatperson.

Nun bleibt trotzdem meine Frage, muss ich die UST-ID angeben?

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@shadrix

Webseiten lassen sich ja kaum Privatleute machen, sondern nur Unternehmer. Daher ist es besser nicht von der Kleinunternehmerregelung gebrauch zu machen, sondern für die Regelbesteuerung zu optieren.

Damit hat man dann den Vorsteuerabzug. Und für einen Kunden der Unternehmer ist, ist es egal ob man ihm 500,- Euro als Kleinunternehmer, oder 500,- Euro + 95,- Euro Umsatzsteuer =595,- Euro berechnet.

Wenn es eine USt-ID gibt auf jeden Fall angeben. Oder sonst einen Nachweis, dass das Unternehmen gemeldet ist. ggf. Steuernummer.

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@wfwbinder

Vielen dank @wfwbinder! Jetzt muss ich mich noch reinfuchsen, wieso Regelbesteuerung mehr sinn macht, als Kleinunternehmerregelung. Es gibt viel zu lernen ;)

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@shadrix

Ganz einfach, wenn Du als Kleinunternehmer für mich ein webseite machst und mir 500,- Euro berechnest, habe ich 500,- Euro Kosten. Kaufst Du Dir ein neues Notebook für 595,- Euro, musst Du 95,- Euro eigenes Geld dazu legen.

Bist Du Regelbesteuerer, wirst Du mir 500,- Euro + 95,- Euro Umsatzsteuer, also 595,- Euro berechnen. Ich habe noch immer 500,- Euro Kosten, denn die 95,- Euro Umsatzsteuer, hole ich mir als Vorsteuer vom Finanzamt zurück.

Von den eingegangenen 595,- kaufst Du Dir das gleiche Notebook für 595,- Euro. Erstmal legst Du kein eigenes Geld dazu und die 95,- Euro Umsatzsteuer, die Du von mir bekommen hast brauchst Du nicht an das Finanzamt zu zahlen, denn davon ziehst Du die 95,- Euro Umsatzsteuer aus der Notebookrechnung als Vorsteuer ab und die Zahllast an das Finanzamt ist 0,- Euro.

Liquiditätsvorteil für Dich also 95,- Euro.

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Nein, musst du nicht.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist ein Instrument, das ausschließlich für den Dienstleistungs- und Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union erfunden wurde und ausschließlich dort eine Rolle spielt. Die USA gehören nicht dazu.

Könnte doch aber sein, dass die USA der EU beitreten, jetzt, wo die Queen raus ist.

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@EnnoWarMal

Enno, was hast du genommen? Gib mir auch von dem Zeug!!!

Immerhin eine nette Idee für Donalds weitere politische Karriere: EU-Kommissionspräsident!

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