Beste Anschlussfinanzierung einer vermieteten Eigentumswohnung

Hallo,

ich habe da ein kleines Verständnis Problem. Ich habe mir vor knapp 9 Jahren eine Eigentumswohnung gekauft und möchtest jetzt bald meine Anschlussfinanzierung in Angriff nehmen. Ich habe mir schon ein paar Angebote eingeholt und möchte bald einen Termin mit meiner ursprünglichen Bank vereinbaren. Mein Problem bei der Sache ist, das ich die Wohnung seit 2 Jahren vermiete und natürlich jeden Monat Mieteinnahmen ( 500 Euro Kaltmiete ) habe. Steuerliche hatte sich das jetzt so ausgewirkt, das ich knapp 900 Euro Steuern Nachzahlen musste an das Finanzamt. Das spielen natürlich auch noch andere Sache ein Grund und es liegt nicht nur an den Mieteinnahmen. So jetzt zu meiner Frage. Ich habe jetzt noch 68000 Euro Restschuld und möchte die natürlich bei den aktuellen Zinsen so schnell wie möglich tilgen! Ich habe aber gehört, das man am beste überhaupt keine Tilgung machen soll. Also was ist das beste Mittelmaß um am besten so wenig wie möglich Steuern nachzuzahlen und aber auch noch die Restschuld zu verringern. Mein Ziel ist eigentlich, die Wohnung in 20 Jahren spätestes schuldenfrei zu haben. Hat da jemand eine Idee was für mich hier das Beste wäre? Vielleicht noch der Hinweis, dass ich meine Hausfinanzierung selber noch habe und die Wohnung sich von alleine tragen sollte. Aktuell Kaltmiete 500, Nebenkosten 308 ( davon 100 Euro Rücklagen die ich selber trage ) mein Mieter gibt mir 500+200 ( Nebenkosten ) Euro und die Finanzierung ist im Moment 5% + 1% Tilgung für 380 Euro im Monat. Vielen Dank!

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Hallo wobbi

aus steuerlichen Gründen ist es tatsächlich Vorteilhaft wenn man eine vermiete Immobilie möglichst lange finanziert, denn die Finanzierungskosten (die Zinsen für das Darlehen) darf und soll man als Werbungskosten ansetzten:

zu versteurende Einkünfte aus V+V (Vermietung):

  • plus Bruttowarmmiete (Kaltmiete plus NK-Abschlag)
  • minus gezahlte Neben- und Verwaltungskosten (ohne Rücklagen)
  • minus gezahlte Schuld-Zinsen
  • minus AfA (Abschreibung für Abnutzung auf den Gebäudenteil)

Da man aber immer nur seinen Steuersatz der gezahlten Schuldzinsen vom Finanzamt quasi zurückbekommt muss man das nicht in die Entschuldung gesteckes Geld andersweitig anlegen zu höheren Renditen. In Deinem Falle z.B. in die selbst-genutze Immobilie.

Also die vermiete Immobilie würde ich mit 1% Tilgung weiter finanzieren und die niedrigen Zinsen lange festschreiben (min. 15 Jahre) und das so gesparte Geld in die Tilgung der selbstgenutzen Immobilie stecken, damit diese möglichst schnell Schuldenfrei ist.

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JA. Seit dem 01.01.2014 wurde der Wohnriester verbessert (flexibler). Man kann und darf nun auch das Riester-Guthaben bereits während der Ansparphase direkt in die (Sonder)Tilgung der selbstgenutzen Immobilie stecken.

Wichtig: Es müssen mindestens 3000€ angespart sein. Der entnommene Betrag wird dann als Wohnriester behandel. Aus Sicht des bestehenden Riestervertrags ist es eine Wandlung der Riester-Rentenversicherung in einen Wohn-Riester.

siehe auch: http://www.vz-nrw.de/wohn-riester--antworten-auf-die-wichtigsten-fragen

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JA, Wenn die Nebenkosten-Abrechnung diese Details (reine Lohnkosten) nicht ausweist, bitte deinen Vermieter diese Kosten aufzuschlüsseln. Siehe dazu auch Infos vom Mieterbund und Verbraucherzentralen (google: "Haushaltsnahe dienstleistungen Mieter Mieterbund" und "Haushaltsnahe dienstleistungen Mieter Verbraucherzentrale")

ACHTUNG: der Vermieter kann eine "angemessene" Bearbeitungsgebühr für die von Dir als Mieter gewünschte Aufstellung verlangen. kläre das bitte vorher, nicht dass diese Kosten die Steuerersparnis wieder auffressen oder gar übersteigen

TIPP1 Frage daher Deinen Vermieter ob nicht in der Hausgeldabrechnung vom Verwalter eine solche Aufschlüsslung enthalten ist. Bei mir war das der Fall und das FA erkennt diese Kosten dann nach Erklärung an (auch wenn in dem Schreiben/Abrechnung die Vermieter genannt wurden).

TIPP2 notfalls nach dieser Tabelle hier die Nebenkosten selbst aufschlüsseln und hoffen dass Dein FA dies anerkennt: http://www.mieterbund.de/nachgefragt_0407.html

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Jede (natürliche) Person darf maximal EINEN Minijob mit maximal 450€ brutto=netto monatlich ausüben, ohne dass diese Einkünfte zu versteuern sind. Weder Familienstand noch Veranlagung spielen eine rolle.

Um wirklich brutto=netto zu bekommen muss:

  1. der Arbeitgeber die Pauschalversteuerung (2%) anwenden und selber tragen
  2. der Arbeitnehmer schriftlich auf die Rentenpflicht (Aufstockung) verzichten

Dann gibt es bis zu 450€ brutto=netto ohne Auswirkung auf Steuer, Krankenversicherung aber eben auch so gut wie keine Rentenpunkte und kein Krankengeld

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Wichtiger Gedanke und gute Frage, denn die kostenfreie (G)KV-Familienversicherung ist nur möglich bis:

  • max. 450€ monatlichen Einkünften wenn diese zumindest teilweise aus einem Minijob kommen
  • bzw. bei max. 385€ monatlichen Einkünften wenn kein Minijob im Spiel ist

Daher ist hier die kostenfreie KV nur bis 450€ monatlichen einkünften der Schwester möglich:

  • 350€ aus Minijob
  • bleiben maximal 100€ für Einkünfte aus Mieteinnahmen und Kapital/Zinsen über

Aber weder Kalt-Miete noch Warm-Miete sind Einkünfte sondern Einnahmen, sondern ganz grob: Einnahmen minus Ausgaben (Nebenkosten, Verwaltung) minus Werbungskosten (Reisekosten) minus Abschreibung = Gewinn = Einkünfte. Daher bitte mal den tatsächlichen Gewinn der Vermietung ermitteln.

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Das ist schwierig:

  1. muss es ein Mangel sein: Das früher Wasserschäden aufgetreten sind ist heute kein Mangel. Nur wenn der Wasserschaden seit Jahren besteht bzw. zum Zeitpunkt des Kaufes bestand ist es ein Mangel.

  2. Ein Mangel alleine ist Risiko des Käufers. Nur wenn dieser arglistig verschwiegen wurde kann man den Verkäufer haftbar machen um nachträglich den Preis zu drücken oder die Beseitigungskosten dem Verkäufer anzulasten. Das muss man aber als Käufer erstmal beweisen können.

  3. der Makler schließt jegliche Haftung aus und garantiert nichts: Er arbeitet ausschließlich aufgrund der Daten des Verkäufers. Den Makler in Haftung zu nehmen ist daher noch schwieriger. Auch hier muss/müsste der Käufer die arglistige Täuschung beweisen.

Genauer sagt Dir das jeder guter Rechtsanwalt. Lass dich beraten wie Deine Chancen stehen. VIEL ERFOLG!

TIPP: Und das nächste mal Bausachverständigen und Rechtsberatung (Vertragsprüfung) VOR dem Kauf konsultieren.

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Das kommt auf den Einzelfall drauf an. Es gab Urteile nachdem die fiktiven Kosten anerkannt wurden mit der Begründung der Vermieter trägt dann das Risiko alleine (wenn der die Schließanlage nicht tauschen lässt).

ABER ich würde auf dieses Urteil verweisen:

"Verliert der Mieter einen Schlüssel einer Schließanlage, kann der Vermieter nur den Schaden ersetzt verlangen, der ihm dadurch entstanden ist, dass er die Schlösser tatsächlich ausgetauscht hat. Eine fiktive Schadensberechnung aufgrund eines Kostenvoranschlags für den Austausch der Schließanlage ist ausgeschlossen, denn das mit dem Verlust eines Schlüssels einhergehende Hinnehmen einer gesteigerten Einbruchsgefahr führt nicht zu einem kommerzialisierbaren Schaden hinsichtlich der Schließanlage." (LG Freiburg, Urteil v 23.4.2013, 9 S 154/12)

quelle: http://www.haufe.de/immobilien/verwaltung/mieter-muss-bei-schluesselverlust-nur-tatsaechliche-kosten-ersetzen_258_195494.html

Wenn Du schon gezahlt hast (aufgrund eines Kostenvoranschlags) dann verlange auch den Austausch der Schließanlage damit Du dich zu Hause wieder sicher fühlen kannst (wenn Du dort noch zur Miete wohnst).

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Es gibt hier viele Fausformeln die mehr oder weniger gut passen: grob 1% der Herstellungskosten jedes Jahr zurücklegen ist schon mal ein guter Anfang.

Besser und genauer wird es mit einem Plan:

  • Die Küche sollte alle 15 Jahre erneuert werden
  • Bäder spätestens alle 20 Jahre
  • Heizung und Heizkörper schaffen ebenfalls kaum mehr als 20 Jahre
  • Fenster und Außentüren höchsten 25 Jahre.
  • Dachziegel und Außenputz sind alle 30 bis 40 Jahre dran.

Hat man einen solchen Plan kann man etwas gezielter sparen:

  • auf ein separates Tagesgeldkonto monatlich einzahlen
  • und/oder einen passenden Bausparvertrag abschließen (wenn man will)
  • oder gar langfristig (10Jahre+) in Aktienfonds/ETF-Sparpläne gehen
  • oder auch in die Tilgung investieren: Das sind sichere Renditen in Form von gesparten Zinsen (wenn auch zu Lasten der Liquidität)

as wichtigte ist aber erstmal wieder Eigenkapital als "Hohe Kante" per tagesgeld anzuparen um (mögliochst) immer Liquide zu sein und zu bleiben :)

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Ja, es ist möglich mehrere Riesterverträge zu haben und die Förderung dann auf mehrere Verträge aufzuteilen oder auch nur einen gefördert und die anderen ungefördert zu besparen.

Sinnvoll KÖNNTE es vielleicht sein sich die aktuell niedrigen Bauzinsen über ein Mini-Wohnriester jetzt zu sichern und diesen ungefördert zu besparen - denn der Riesteranbieter muss den Vertrag (hier die Bausparsumme) zu den selben Konditionen erhöhen wenn der Sparer mehr Einzahlt als anfänglich angegeben/geplant: Die Abgeschlossenen Soll-Zinsen hätte man somit sicher.

... sonst fällt mir nicht viel ein warum es gut sein könnte mehrere Riesterverträge parallel zu besparen ...

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Die "Wahl" der Steuerklasse haben nur verheiratete. Unverheiratete haben:

  • StKl.1 für den ersten Job (ohne Kinder)
  • StKl.2 mit Kinder
  • StKl.6 für den zweitjob (auf 2te Lohnsteuerkarte)

Darüber hinaus haben verheiratete die Wahl zwischen getrennter und gemeinsamer Veranlagung. Die Veranlagung hat Auswirkung auf die zu zahlende Steuer.

WICHTIG: Die Steuerfestsetzung ist immer unabhängog von der Lohnsteuerklasse! Die Lohnsteuerklasse bestimmt nur den monatlichen Lohnsteuer-Einbehalt, nicht aber die tatsächlich zu zahlende Steuer: Durch die Steuererklärung wir die Steuer "ausgeglichen" und zuviel einbehaltene (Lohn)Steuer zurückerstattet bzw. zuwenig einbehaltene (Lohn)Steuer ist nachzuzahlen.

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Da der Schenkungs/Erb-Freibetrag von Elternteil zum Kind mit 400.000€ viel größer ist als der Schenkungs/Erb-Freibetrag zwischen Geschwistern mit gerade mal 20.000€, ist Deine Überlegung richtig:

  • Fall1: Schwester erbt 200.000 direkt von einem Elternteil = 0€ Schenkungssteuer
  • Fall2: Schwester erbt 1/2 von einem Elternteil und Du schenkst Ihr Deine Hälfte im Werz von 100.000€, dann muss Sie auf den 20.000€ übersteigenden Betrag 30% Schenkungssteuer zahlen, also 80.000€ x 0,30 = 24.000€ Schenkungssteuer
  • Fall3: Schwester kauf verbilligt Deine Hälfte für 80.000€ ab, dann bekommt dies nur 20.000€ geschenkt und es ist keine Schenkungssteuer zu zahlen - jedoch 80.000€ an Dich.
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Es kommt auf die Vertragdetails drauf an. Normalerweise darf man so lange den BSV besparen, solange die Bausparsumme noch nicht erreicht ist.

Daher sind oft Einzahlungen bis ca. 75% - 90% (je nach Planung) der Bausparsumme heute gut angelegtes Geld wegen den vergleisweise hohen Guthabenszinsen. Möglcisht nicht mehr einzahlen weil durch die jährlichen Zinsen das Guthaben weiter erhöht wird und bei erreichen der 100% die Bausparkasse ein kündigungsrecht hat.

TIPP1: Bitte auch prüfen ob Anspruch auf Bonus-Zinsen bestehen wenn man das Darlehen nicht in Anspruch nimmt. Auch diese gibt es nur wenn man vor erreichen der Bausparsumme diesen Bonus durch verzciht auf's Darlehen beantragt und damit den Vertrag kündigt.

TIPP2: Freistellungsuaftrag anpassen damit von diesen Zinsen möglichst keine Steuern einbehalten werden

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Natürlich darfst Du ein zweites Girokonto eröffnen. Automatisch bekommt das die alte Bank nicht mit, sondern nur wenn diese eine neue Schufa-Abfrage macht und/oder Du Geld hin+her überweist

Aber wenn der Gehaltseingang beim alten Konto (mit negativen Saldo) wegfällt, wird die Bank den Dispo kündigen und diesen dadurch sofort fällig stellen. Du musst/solltest also bei der neuen Bank sofort ein Dispo beantragen, damit Du dieses Saldo bei der alten Bank sofort ausgleichen kannst. Dies ist insbesondere von Vorteil wenn die neue Bank viel weniger DispZinsen verlangt als die alte Bank.

Es kann aber auch sein, dass die alte Bank gar nicht reagiert, aber darauf würde ich nicht bauen. Spätestens bei Kündigung des alten Kontos muss dieses ausgeglichen werden.

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Also normalerweise bekommt man 12 Monate ALG1 und damit auch Rentenzahlungen (wenn man sich denn meldet und ALG1 beantragt).

9 Monate nichts einzahlen heißt, es fehlen 9 Monate Beitragszeit und die entsprechendne Rentenentgeltpunkte für die 9 Monate. Bei einem Durschnittsverdiener also 9/12 x 1 Punkt = 0,75 Punkte was derzeit ca. 0x75 x 28,14€ = 21,10€ monatlicher Rente (West) entspricht

  • Einfach Dein Jahreseinkommen durch 34.000€ teilen (für West) = [Dein Rentenpunkte für ein Jahr]
  • [Dein Rentenpunkte für ein Jahr] x ( Fehlmonate : 12) = Rentenfehlpunkte
  • Rentenfehlpunkte x Rentenwert (derzeit 28,14€ West) = fehlende monatliche Rente

zahlen für 2013, Details siehe: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/01_rv_in_zahlen_2013.html

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Wohnriester Bausparvertrag kündigen wegen anstehendem Hauskauf

Hallo.

Meine Frau und ich haben uns vor einem Jahr dazu entschlossen, in naher Zukunft ein Haus zu kaufen. Auf Empfehlung der Bank hin haben wir damals beide schonmal je einen Wohnriester Bausparvertrag (über je 50k €) abgeschlossen.

Jetzt, ein Jahr später, haben wir erstmals ein Haus gefunden, welches wir evtl. kaufen möchten. Da unser Bankberater (der uns damals den vorzeitigen Abschluss der Wohnriester Verträge empfohlen hatte) gerade im Urlaub ist, haben wir kurzerhand mal einen Termin bei einer anderen Bank gemacht. Dort hat man uns die Riesterverträge quasi um die Ohren gehauen. Die Finanzierung des Hauses ist für uns gut machbar, aber nur wenn wir die 2 x 163 €, die derzeit monatlich in die Riesterverträge gehen, in die Finanzierung einbringen können.

Wir haben in beide Riesterverträge für das Jahr 2012 voll eingezahlt um die maximale Förderung zu erhalten. Es wurden unsererseits also bisher insgesamt 6520 € eingezahlt. Zudem haben wir vor Kurzem die Verträge in der Steuerklärung 2012 angegeben, so dass wir demnächst die entsprechende Steuervergünstigung ausgezahlt bekommen.

Welche Möglichkeiten haben wir nun?

Idealerweise würden wir gerne jetzt möglichst viel der von uns eingezahlten Summe aus den Verträgen herausziehen (als zusätzliches Eigenkapital für den Hauskauf) und natürlich die monatlichen Zahlungen einstellen.

Also die Verträge komplett kündigen? Rückzahlung der Förderung 2012 sowie der gerade beantragten Steuererleichterung sind dann klar und kein Problem.

Abschlussbegühr pro Vertrag waren 500€. Sind die auf jeden Fall weg oder dürfen seitens des Anbieters pro Laufjahr nur anteilig Gebühren berechnet werden (wie ich hier irgendwo gelesen habe)?

Oder gibt s sogar die Möglichkeit die Verträge auszusetzen und das eingezahlte Geld jetzt zu entnehmen, weil es ja für einen Hauskauf genutzt wird? Und dabei nicht mal Förderung und Steuererleichtung zurückzahlen zu müssen?

Danke für eure Hilfe.

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Welche Möglichkeiten haben wir nun?

  • 1 Über Wohnriester finanzieren (mit Vorfinanzierung durch die Bausparkasse und Ablösung durch die Wohnriesters wenn diese Zuteilungsfreif sind

  • 2 Oder Ihr entnehmt einfach nur das Guthaben raus für den Erwerb einer Immobilie ist das unschädlich (man darf aus jedem Riestervertrag das Guthaben für den Erwerb einer Immobilie nehmen). Mann muss dann Rechnen ob Variante1 (oben) besser ist oder

    • 2a Riestervertrag still legen weil Finanzierung über Bank auch langfristig billiger ist für euch als mit Wohnriester
    • 2b Riestervertrag weiter laufen lassen um damit die Anschlussfinanzierung zu stemmen: Je nach Steuerlast bekommt man zwischen 20% und 45% Förderung, muss also z.B. bei 35% nur 2730 einzahlen um 4200€ anzusparen bzw. zu tilgen

Abschlussbegühr pro Vertrag waren 500€. Sind die auf jeden Fall weg oder dürfen seitens des Anbieters pro Laufjahr nur anteilig Gebühren berechnet werden (wie ich hier irgendwo gelesen habe)?

Richtig, diese wird auf die ersten 5 Jahre verteilt. Bei 500€ Gebühr wird also bei Abschluss 100€ abgezogen, bei Beginn des zweiten jahresn 200€. Aktuell sind also 2x 200€ weg und 2x300€ "noch zu Retten" (bei Kündigung). Jedoch bitte erst die Varianten 1, 2a und 2b durchrechnen lassen - gerne von verschiedenen Verkäufern oder einem guten Berater und danach entscheiden.

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Hier hilft nur rechnen (z.B. unter der Annahme A: 2025=4% Zins und Annahme B: 2025=8%Zins), oft ist ein neuer/zusätzlicher Bausparvertrag bei schon bestehendem Objekt eher teurer als eine normale (Anschluss-)Finanzierung über die Bank.

  1. Überblick über die günstigens Angebote verschaffen: http://www.fmh.de/
  2. Das Angebot von der Bank "rechnen" lassen mit Sondertilgung: Wie hoch ist dann die Restschuld 2025. Damit dann die Raten 2025 berechnen (bei 4% und 8% Zins)
  3. Das Angebit der Bank rechnen lassen mit Einzahlungen Bausparvertrag: Ist dann die Restschuld durch den Bausparvertrag komplett gedeckt und wie hoch sind die Bausparraten dann?
  4. Angebot als "Volltilger" berechnen lassen: Wie teuer wäre es die komplette Restschuld in 10Jahren zu tilgen
  5. Angebot von anderen Anbietern einholen, welche auch 15 und 20 Jahre Zinsbindung anbieten und hier dann Volltiger wählen

Da es momentan kaum sicherer Anlage-Angebote mit guter Rendite gibt, ist die Tilgung von Schulden ein sehr gute und lohnende Investition: Die gesparten (geschätzt 3%) Zinsen ist eure Rendite.

TIPP: Riestert Ihr schon? Denn mittels Wohnriester kann man - je nach persönlichem Steuersatz - 20%-45% als Zulage/Steuervorteil bekommen was man mitnehmen kann und sollte: Es dürfen je 2100€ gefördert im Jahr einbezahlt werden, bei 2 Personen also 4200€. Wenn davon 1/3 der "Staat" übernimmt, müsst Ihr quasi nur 2800€ im Jahr selbst aufbringen um 4200€ im Jahr zu Tilgen

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Das Hausgeld beinhaltet in der Regel alle Kosten die gemeinschaftlich (von der gesamten Wohnungseigentümergemeinschaft) zu tragen sind. Es ist monatlich als Vorschuss zu zahlen und es wird jährlich abgerechnet. Bei modernen Häusers sind das in der Regel:

  • die "normalen" Nebenkosten wie bei einer Mietwohnung (außer Grundsteuer)
  • plus (nicht umlegbare) Verwaltungskosten
  • plus (nicht umlegbare) Instanthaltungsrücklage
  • plus (soweit beschlossen) Sonderumlagen

nicht eingeschlossen sind eigene Verträge bzw. Kosten wie:

  • eigener Stromvertrag
  • Grundsteuer
  • ggf. Müll wenn dies nicht durch die gemeinschaft geregelt/organisiert wird bzw. von der Stadt vorgeschrieben

und bei älteren Häusern kann auch noch mehr individuell (und nicht über die gemeinschaft) geregelt sein

  • ggf. Warmwasser, falls mit Boilern dies in der Wohnung erwärmt wird
  • ggf Heizkosten, falls Nachtspeicheröfen zum einsatz kommen
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Werbungskosten (die über dem Pausch-Betrag von 1000€ p.a. liegen) reduzieren Deinen zu versteuerndes Einkommen. Am Beispiel:

  • bei einem zu versteuerndem Einkommen von 40.000€ (nach Abzug der Werbungskostenpauschale und Vorsorgeaufwendungen und Sonderausgaben) hat man ca. 9.500€ (ink. Soli ohne Kirchensteuer) Steuern zu zahlen

  • wenn nun 10.500€ Werbungskosten abgezogen werden, so reduziert sich das zu versteuernde Einkommen von 40.000€ auf 30.500 (weil 1000€ Pauschale). Nun wird von diesen 30.500 die Steuer berechnet und das ergibt hier ca. 5.750€ zu zahlende Steuer (ink. Soli ohne Kirchensteuer)

die Differenz beträgt in diesem Falle also ca. 9.500 - 5.750 = 3.750€ weniger Steuern

Es hängt also von Deinem persönlich (Grenz)Steuersatz ab:

  • Maximal 42% plus Soli werden von zusätzlichen Ausgaben/Werbungskosten wieder per Steuererklärung erstattet, wenn das zu versteuernde Einkommen über 53.000€ liegt.
  • bzw. 45% plus Soli wenn das zu versteuernde Einkommen über 250.000€ liegt.
  • darunter zahlt man weniger (Einkommens)Steuer, folglich wird auch nur diese erstattet. Das nennt sich dann Steuerprogression
  • Da normalerweise die Lohnsteuer direkt vom Arbeitgeber abgeführt wird, erhält man bei hohen Werbungskosten nach der Steuererklärung eine Steuerrückzahlung
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Es gibt hier drei Stufen:

  1. Tilgunsreduzierung: wenn man mit 2% oder mehr tilgt kann man auch die Tilgungshöhe auf 1% reduzieren: Dann wird der Kredit langsamer getilgt: man hat eine höhere Restschuld.
  2. Tilgungsaussetzung: es werden die (laufenden) Zinsen weiter bedient, die (Rest)Schuld bleibt auf der bisherigen Höhe bestehen.
  3. Ratenaussetzung: es wird weder Zins noch Tilgung bezahlt: die (Rest)Schuld steigt monatlich um die Zinsen an (und auch die Zinsen steigen jeden Monat an wegen Zinses-Zins-Effekt)

Wenn es ein Engpass für eine kurze Zeitspanne ist und es absehbar + sehr wahrscheinlich ist, dass man die Raten in wenigen Monaten wieder sicher und dauerhaft bedienen kann, DANN wird die Bank aus Kulanz der Aussetzung zustimmen. Es ist also wichtig darzulegen, dass es nur vorübergehend ist

Idelerweise sollten keine Engpässe auftreten, die man nicht durch seine "Hohe Kannte" ausgleichen kann. Kleine Engpässe von 1-2 Monatsraten kann man auch über den Dispo ausgleichen.

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eine mündliche Kreditzusage reicht nicht aus. Wenn es konkret wird sollte folgende Reihenfolge eingehalten werden:

Wenn Objekt gefunden und über den Preis verhandelt wurde:

  1. Finanzierungszusage der Bank schriftlich geben lassen (VOR dem Kaufvertrag)
  2. Kaufvertrag beim Notar unterschreiben (Nach der schriftl. Finanzierungszusage)
  3. Darlehensvertrag bei der Bank unterschreiben (NACH dem Kaufvertrag)

Idealerweise holt man sich für das konkrete Objekt mehrer Angebote (Konditionenanfrage) von verschieden Banken ein - alle zu den selben (Wunsch-)Konditionen für die einfache Vergleichbarkeit: Schließlich will man ja auch ein gute Finanzierung und keine zu teure

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