Zahlt diesen Schaden meine Haftpflichtversicherung

2 Antworten

Dein erster Blick sollte der in Deine Versicherungsbedingungen sein.

Allerdings sehe ich bei der Anmeldung des Versicherungsfalles zwei Dinge auf Dich zukommen:

Zum einen fragt sich, ob hier nicht der Fall einer grobfahrlässigen Schadensverursachung vorliegt wenn man Geräte in Gebrauch nimmt, mit denen man sich nicht auskennt. Stand da nicht sogar auf dem Füllstutzen, welche Kraftstoffsorten zu verwenden sind? Meist ist das der Fall und wenn die Versicherung das Gerät durch einen eigenen Gutachter überprüfen lassen sollte, kommt so was in jedem Falle ans Tageslicht.

Sodann "riecht" der Fall geradezu nach einer Kündigung durch die Versicherung. Es entsteht nämlich der unschöne Eindruck, als ob möglicherweise ein selbstverursachter Schaden auf die Art und Weise reguliert werden soll. Nach einer solchen Kündigung aber hast Du enorme Schwierigkeiten, irgendwo anders einen neuen Vertrag zu bekommen.

Grobe Fahrlässigkeit ist in jeder Haftpflicht mit eingeschlossen!!

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@Privatier59

Stell dir vor es sei anders:

Rote Ampel überfahren, Bus von links... BUMS und nicht nur der Kaskoschutz weg, sondern auch Regress vom K-Haftpflichtversicherer!?

Da bleibt nur ein stabiler Ast im Wald...

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Diese Frage kann nur ein Blick in die Versicherungsbedingungen beantworten. Bei den meisten Versicherungen, sind Schäden an geliehenen und gemieteten Gegenständen ausgeschlossen. Bei einigen guten Haftpflichtversicherungen besteht dieser Ausschluss nicht. Aber speziell der Sachschaden der entstanden ist aus Unkenntnis sehe ich schwarz.

Schadenregulierung nach Brandschadenereignis; Übergang des Ersatzanspruchs gegen (unbekannten) Dritten auf VR; Leistungsfreiheit durch Ausschl. aus AKB?

Unser Wohnmobil (Fahrzeug wird als PKW-Ersatz genutzt und ist das einzige Fahrzeug) hat im Februar 2017 einen erheblichen Brandschaden erlitten. Ein voranstehendes Mofa wurde in Brand gesetzt und der Brand ist auf das WoMo übergegangen. Auf Anfrage bei der Versicherung bezüglich eines Ersatzfahrzeuges bzw. Nutzungsausfallentgeltes wurde im ersten Telefonat erklärt, das die Versicherungsbedingungen ein Ersatzfahrzeug für WoMo's (trotz explizitem Hinweis, dass es sich nahezu ausschließlich um ein Fahrzeug handle, mit dem der Arbeitsweg beschritten werde) Nutzungsausfall nicht beinhielten. Nach Briefwechsel, mit Verweis auf eine Rechtsprechung des OLG Celle vom 8. Januar 2004, Az. 14 U 100 /03 wurde im darauf folgenden Telefonat erklärt, wir sollten uns mit der Versicherung des Brandstifters in Verbindung setzen um unsern Anspruch geltend zu machen. Die KriPo hat den Täter bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht ermitteln können. In § 86 VVG „Übergang von Ersatzansprüchen“ heißt es, dass der Anspruch auf den Versicherer übergeht. Die VR schließt in Ihrem Vertrag einen Nutzungsausfall aus. Nun heißt es aber in § 86, Abs. I, 2 „der Übergang kann nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers geltend gemacht werden kann“. Meine hieraus resultierende Frage: Bleibt der Versicherer, auf Grund seiner Vertragsbedingungen leistungsfrei, auch wenn der Anspruchsübergang für uns als VN das Ausbleiben des Nutzungsausfalls bedeutet? Wie sind die Erfolgsaussichten bei Klage auf Nutzungsausfall?

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