Wir möchten unser jetziges Haus verkaufen und ein neues, ist das trotz Finanzierung möglich?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn die Bank beim Pfandtausch (s. wfwbinder) mitspielt, wäre ja fast alles okay.

Aber für den neuen Hauskauf müsst Ihr doch auch sicherlich einen zusätzlichen Immobilienkredit aufnehmen oder reicht das Eigenkapital?

Wenn das Eigenkapital nicht reicht, dann erhöht sich die Neukauffinanzierung noch um den Saldo der alten Finanzierung. Diese Kreditsumme droht dann, nicht mehr ausreichend durch das neue Haus besichert zu werden oder die Beleihungsgrenze wäre sehr strapaziert, was beide Kredite verteuert.

Er hat angeblich kein Geld mehr

Auf diese Aussage würde ich nicht vertrauen. Da muss ein Vollstreckungsbescheid und Offenbarungseid her, damit der Schuldner wirklich Farbe bekennen muss. Nutzt die Rechtsberatung Eures Anwaltes!

Da vertraue ich eh nicht drauf! Wir haben bald ein Termin mit unseren Anwalt und dann werde ich das mal ansprechen. Wegen Vollstreckungsbescheid und Offenbarungseid. Allerdings hatten die schon Gerichtskostenbeihilfe beantragt und diese wurde auch genehmigt. Ich glaub nicht das die einfach so genehmigt wird, wenn noch Geld da wäre oder Sie haben es nicht richtig überprüft. Man weiß ja nie! Danke nochmal für die hilfreiche Antwort.

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@EvLulu83

Ich danke Dir für Deinen Kommentar und die Bewertung.

Bitte schreibe später mal, wie es mit Eurem Vorgang weitergegangen ist.

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DAs Zauberwort heißt bei Euch Pfandtausch.

Das erfordert aber bei Euch, wegen der Problematik "Rückabwicklung - Neukauf"

eine genaue Abstimmung und viel Arbeit.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Wie läuft das mit dem Pfandtausch genau ab? Ich habe mich da schon im Internet erkundigt. So wie die schreiben müssten wir erst unser Haus verkaufen und gleichzeitig eine neue Immobilie finden. Was unheimlich schwierig ist. Wir brauchen ja noch ein Dach über dem Kopf.

Oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit zwecks Pfandtausch? Ich werde auf jedenfall die nächste Tage nochmal ein Termin mit der Bank machen!

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@EvLulu83

Deshalb schrieb ich ja, dass es schwierig sein wird und viel Arbeit macht.

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Banken sind immer darauf bedacht sich bei der Kreditvergabe ausreichend abzusichern. So wie es sich darstellt ist bei dem Verkäufer nichts zu holen und Ihr werdet diese Immobilie also nur mit Verlusten wieder los. Gleichzeitig wollt Ihr aber eine neue Immobilie finanzieren. Ich frage mich, ob diese dann überhaupt soviel Wert darstellt, dass sie Euren gesamten Kreditbedarf decken wird. Und so wie Du es schilderst hat sie auch kein Interesse an einer Finanzierung. Daher die Vorfälligkeitsentschädigung.

So ergeht es einem halt, wenn der Geiz auf einen Bausachverständigen beim Kauf eines Hauses verzichten läßt. Jetzt hast Du zwar ein Gerichtsurteil zu deinen Gunsten, aber Deinen Schaden wirst Du trotzdem in absehbarer Zeit nicht ersetzt bekommen.

Das hat nichts mit Geiz zu tun! Die Bank hat sich das Haus ja auch angeschaut und keine Mängel gesehen und auch bei Gericht für uns ausgesagt. Ich würde jederzeit jetzt einen Bausachverständiger holen! Da geb ich dir auch vollkommen recht und wir sind da jetzt auch schlauer. Natürlich bringt das uns jetzt nichts. Denn Fehler haben wir jetzt durch Unwissenheit gemacht. Wir waren da sehr Ahnungslos haben an sowas einfach nicht gedacht und nie irgendwie auch von jemand vorgeschlagen bekommen. Jetzt sind wir auch schlauer, aber das bringt uns jetzt ja nichts mehr.

Da könnt Ihr uns jetzt auch für dumm hinstellen. Es war ja nur eine frage und ich wollte nur eine Antwort.

Mir kann auch keiner erzählen, das dass jetzt nur uns so ergangen ist! Und jeder immer ein Bausachverständiger mit hatte. Ich selbst sage zu meinen Bekannten die sich ein Haus suchen (jetzt wo ich schlauer bin!) Sie sollen sich ein Bausachverständiger mitnehmen. Selbst ohne mal was gesagt zu bekommen, denken diese auch nicht daran.

Trotzdem danke für die Antwort!

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@EvLulu83

Das Gespräch mit der Bank war vor der Urteilsverkündung. Wir müssten es dann nochmal versuchen. Ich wollte eigentlich nur wissen, was für Möglichkeiten wir noch haben ausser die Vorfälligkeitsentschädigung.

Wir sind beide Beruftätig, mein Mann Beamter und zur Zeit ist die Immobilien Nachfrage bei uns in der Gemeinde sehr hoch. Ich denke das wir trotz diesen Mängeln, das Haus für einen angemessenen Preis Verkauft bekommen. Natürlich nicht für diesen Preis wie wir dieses Haus gekauft haben. Aber in meiner Sicht noch akzeptabel. Da wir ja schon einiges reingesteckt haben, an Reparaturen und Erneuerung.

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Soll ich einen Bausparvertrag abschließen, um den günstigen Zins für die Anschlussfinanzierung zu sichern?

Guten Tag zusammen,

folgende Situation:

Im letzten Jahr habe ich eine Eigentumswohnung gekauft (Neubau, Kaufpreis um die 200.000 EUR) und selbst bezogen, zusammen mit meiner Freundin. Wir hatten ca. 2 Jahre nach einer passenden Mietwohnung gesucht, aber einfach nichts passendes gefunden.

Kaufen wollte ich eigentlich (noch) nicht. Später sollte es mal ein Haus werden. Bei den aktuellen Preisen ist das allerdings kaum möglich bzw. höchst unvernünftig. Alles, was annähernd in Frage kam, liegt bei uns in der Gegend bei mind. 350.000 EUR, eher noch deutlich drüber. Ich bin absolut kein Handwerkertyp aber doch recht pingelig, also kommen Häuser um die 200.000 EUR nicht in Frage.

In der Wohnung fühlen wir uns nun sehr wohl, haben eine große Terrasse, einen kleinen Garten, nette Nachbarn, tolle Lage usw. Für 1 Kind ist mind. genug Platz, so dass wir wohl die nächsten Jahre auf jeden Fall bleiben werden.

Nun zum eigentlichen Punkt:Ich habe das Darlehen über einen unabhängigen Berater abgeschlossen und die Zinsbindung auf nur 10 Jahre festgesetzt. Im Nachhinein bedauere ich dies ein wenig, allerdings war zum Zeitpunkt des Kaufs der niedrige Zins (1,82 %, zum damaligen Zeitpunkt und mit nur ca. 15 % EK schon recht gut) ausschlaggebend, außerdem wollte ich in der Whg. ohnehin nicht alt werden und strebe an, in den ersten 10 Jahren schon kräftig zu tilgen.

Dennoch lockt mich der Gedanke, einen Bausparvertrag abzuschließen, um zumindest etwas Sicherheit zu haben. Der Berater weiß natürlich mit interessanten Angeboten zu locken, z. B. sichern Wüstenrot oder alte Leipziger z. Zt. 2,5 % zu. Ich könnte also einen Bausparvertrag über insgesamt 70.000 EUR abschließen um mich gegen evtl. steigenden Zins abzusichern.

Mir fällt aber immer wieder auf, wie schlecht Bausparverträge allg. abschneiden: "am Ende verdient nur die Bank" usw. Sicher, in der Ansparzeit gibt's keine Zinsen, also Verlust ggü. Inflation, aber sonst?

Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringt, evtl. entdecken wir in ein paar Jahren unser Traumhaus, vielleicht fühlen wir uns aber so wohl, dass wir in der Whg. bleiben möchten, ggf. auch weiter vermieten... Bei der aktuellen politischen Lage würde ich es auch nicht ausschließen, mal ins Ausland zu gehen.

Nochmal die Eckdaten:

  • Darlehen über insgesamt 190.000 EUR
  • 1,82 % Sollzins, 10 Jahre
  • monatliche Rate 649 EUR (bei 2,22 % Tilgung, kann diese auf ca. 2,8 % erhöhen, tendiere aber zu Sondertilgungen - max. 5 % p.A. erlaubt)
  • Zinsanteil der Rate also bereits unter 300 EUR / Monat
  • monatl. Sparrate: 500-1000 EUR (variiert, meist um die 800 EUR. Bei zukünftigen Gehaltserhöhungen entsprechend mehr.)
  • Ich könnte also ca. 6000 - 9500 EUR Sondertilgung p.A. leisten (Oder alternativ sparen).

Mein aktueller Sparplan sieht so aus: die monatl. Sparrate gesplittet in Aktienfonds und auf Tagelsgeldkonto, und dann jährlich entscheiden, ob und wieviel getilgt oder weiter gespart wird.

Mann, langer Text. Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe :)

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