Während Abitur (mit 18) ausziehen - Anspruch auf staatliche Hilfe?

2 Antworten

Wie sieht es denn mit Schüler-BAfög aus? 

Ich würde mich mal darüber informieren, denn der Staat sagt dir, wie bereits im Vorfeld beschrieben wurde, dass deine Eltern dich im Grunde finanzieren müssen.

So oder so bleiben dir die Gänge zum Jugendamt und der Schüler-BAfög-Stelle nicht erspart. Erstere können dir deutlich besser helfen, denn dort gibt es sicherlich nichts, was sie noch nie erlebt haben.

Hallo Communis98,

da bist Du wirklich in einer schwierigen Lage, tut mir leid.

Da Du noch keine 18 Jahre alt bist, solltest Du Dich als erstes an das Jugendamt wenden, die helfen mit Beratung, evtl. auch mit einem Wohnplatz in einem Jugendheim oder einer Wohngemeinschaft. Deine Eltern sind und bleiben Dir gegenüber aber auf jeden Fall zum Unterhalt verpflichtet, auch wenn sie für Dich keinen Unterhalt leisten wollen, werden sie müssen, das Jugendamt wird sich auf jeden Fall mit ihnen in Verbindung setzen und Kindes-Unterhalt verlangen. Nur wenn sie (beide: also Vater und Mutter) nicht zahlungsfähig wären, dann würde ganz der Staat einspringen. 

Es kann vielleicht sein, daß das Jugendamt noch einmal versuchen wird, mit Euch 3 zu sprechen, um zu sehen, ob Du nicht doch Daheim bleiben kannst, aber wenn es gar nicht geht und Euer Familienverhältnis zerrüttet ist, wird das Jugendamt eine andere Möglichkeiten mit Dir finden. 

Normalerweise ist das Jugendamt nur bis zu 18 Jahren zuständig, danach bist Du volljährig und für Dich selber verantwortlich, wenn das Jugendamt Dir dann keine weitere Wohnmöglichkeit in einem Jugendheim bieten kann, solltest Du beim Jobcenter Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen, aber auch das Jobcenter wird Deine Eltern wegen Kindes-Unterhalt anschreiben und prüfen, da Du noch in der Schul-Ausbildung bist; und auch wenn Du danach eine berufliche Ausbildung machen würdest oder ein Studium beginnen würdest, sind Deine Eltern weiterhin zum Unterhalt verpflichtet. 

Ich wünsch Dir alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg, Kopf hoch.

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