Überstundenbezahlung Tarifvertrag der Personaldienstleister (BAP)

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3 Antworten

Ohne den Tarifvertrag zu lesen - die Aussage ist eindeutig: es handelt sich um die Zuschlagspflicht, nicht um das Bezahlen der Überstunden.

D.h.: die ersten 15% der monatlichen Überstunden werden ohne Überstundenzuschlag bezahlt, erst danach gibt es diese Zuschläge.

Defacto bedeutet das aber in der Regel, dass man zwar Überstunden leisten muß, aber für diese keine Zuschläge bekommt. Bei einer 40 Stunden Woche können so schon 6 Stunden an Arbeitsleistung gefordert werden; mehr Überstunden pro Woche stimmen in der Regel die Betriebsräte aber nicht zu.

Ohne den Tarifvertrag zu lesen

Wäre vielleicht besser gewesen.....

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das Dumme ist nur, dass die zitierte Stelle mit Überstunden nichts zu tun hat, sondern mit Zuschlägen bei Nacht, Sa/So- oder Feiertagsarbeit.

Damit ist die Frage irreführend bzw. aufgrund des Zitats in der Frage nur eine falsche Antwort möglich.

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... in dem folgendes zu Überstunden drin steht : Zuschlagspflichtig sind die vollen Arbeitsstunden ...

das steht nicht zu Überstunden, sondern zu NACHT-, SONNTAGS- UND FEIERTAGSARBEIT.

Du zitierst aus einer anderen Stelle und gibst ihr deinen Stempel, wozu es gehören könnte. Das ist verwirrend...

Im Vertrag steht, dass du 151,x Stunden im Schnitt pro Monat zu arbeiten hast. Mehr- und Minderstunden laufen gegen ein Zeitkonto (§4, Konto bei §4.2). Mehr als 200 Mehrstunden sind nicht erlaubt. Dann hat eine Auszahlung zu erfolgen. Man kann bis zu einem gewissen Stundenvolumen auch Freizeitausgleich fordern.

Was mit Mehrstunden passiert, steht in §4.5. Üblich ist ein Freizeitausgleich, wenn du mehr als 105 bzw. 70h hast, kann es ein monetärer Ausgleich werden, §4.5 d, e.


Das was du hier zitierst, betrifft Zuschläge für Arbeiten am Abend, Feiertag, Sa/ So. Die Zuschläge werden nach den von dir zitierten Stellen gezahlt.

Gem. § 6 werden doch Überstunden bezahlt. Der Zuschlag greift eben erst bei Überschreiten der 15%. Bis dahin wird eben der übliche Stundensatz bezahlt.

OK danke, §6 hatte ich bisher nur als "Definition von Mehrarbeit" angesehen. Wenn das heißt dass auch die erste Überstunde mit dem üblichen Stundensatz bezahlt wird ist das ja ok. Nur konnte ich nirgends einen Absatz finden, der die Vergütung der Mehrarbeit regelt (Bis eben auf den oben zitierten Satz mit den 15%, vielleicht versteh ich auch einfach nicht so ganz das Juristendeutsch...)

Habe nämlich schon von Freunden mitbekommen, die hatten Arbeitsverträge mit Klauseln wie: "XX Überstunden pro Monat sind bereits mit dem Monatslohn abgegolten", was de facto einfach hieß: Die XX Stunden kannst Du einfach noch zu deiner Monatsarbeit dazurechnen..

Aber demnach ist es bei dem BAP-Tarif wohl nicht mehr.

Vielen Dank, Gruß Kathi

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@kathiSONNE34

Diesen Passus gibt es auch. Da der aber nicht vorhanden ist, ist die Regelung eben wie beschrieben.

Natürlich gern geschehen.

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@kathiSONNE34

hast du den Vertrag wirklich gelesen? Oder nicht verstanden?

XX Überstunden pro Monat sind bereits mit dem Monatslohn abgegolten

den Passus gibt es. Der ist jedoch eher üblich bei Führungskräften bzw. aussertariflich bezahlten Arbeitnehmern.

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