Darf mein Arbeitgeber das Trinkgeld der Hotelgäste zu meinem Lohn rechnen und Mindestlohn sparen?

8 Antworten

  1. Bei den Löhnen in der Gastronomie ist es tatsächlich gängige Praxis die Trinkgelder einzubeziehen. Eine Frechheit, aber eben Praxis.

  2. Auf welchen Mindestlohn will er anrechnen, mir ist weder aus einem Gesetz, noch aus einem Tarifvertrag ein Mindestlohn für die Gastronomie bekannt.

  3. Suche Dir ggf. einen Arbeitgeber, der besser zahlt.

Warte ab, bis das Gesetz beschlossen ist, und entscheide dann, ob Du Dir einen neuen Arbeitsplatz suchen willst. Wenn Du gut bist sollte dies kein Problem sein. Am Jahresende erhälst Du ja eine Jahresübersicht und zusammen mit Deinen monatlichen Abrechnungen ist daraus ersichtlich, wie hoch Dein tatsächlischer Stundenlohn war. Nun kannst Du den Arbeitgeber auf Nachzahlung verklagen, sofern das Gesetz denn auch schon rechtskräftig ist. Er wird Dir nachzahlen müssen. Aber richte Dich auch darauf ein, dass Du eine Einkommenssteuerrklärung machen solltest in der Du Deine Trinkgelder mit als Einnahme deklarierst, ansonsten geht der schuß nach hinten los.

Der Gesetzentwurf für den Mindestlohn ist noch nicht öffentlich und schon meint Dein Arbeitgeber, ein Schlupfloch für sich entdeckt zu haben. Das nenn ich mal einen gewieften und mit allen Wassern gewaschenen Geschäftsmann. Ob er wirklich durch dieses selbstentdeckte Schlupfloch schlüpfen kann oder mächtig Schiffbruch erleidet, kann Dir bisher niemand sagen. Meine Prognose ist aber, dass er damit auf die Nase fällt. Tragisch für Dich dabei dürfte sein, dass Du ihm das erst durch das Arbeitsgericht beibringen lassen mußt.

Unbefristeter Arbeitsvertrag ohne Kündigung, Arbeitgeber spurlos verschwunden

Liebe Community, Ich bin im September 2010 ein unbefristeten Arbeitsvertrag bei einer Firma, die plötzlich im Ort war, unterschrieben. Als Pflasterhelfer mit 3 Wochen Probezeit und 10,86 Stundenlohn. Ich habe dort etwa 2 Monate gearbeitet und bis heute keinen Lohn erhalten. Ich habe pro Tag (Montag-Freitag) etwa 8 Stunden gearbeitet. Auf einmal, war der Arbeitgeber verschwunden. Am Telefon sagte er mir er sei im Krankenhaus. Nachdem er sich 2 Wochen nicht gemeldet hat, wollte ich wissen wo er ist, da er nicht mehr erreichbar war. Ich habe in der Klinik angerufen. Dort war niemals ein Mann mit dessen Namen. Der Arbeitsvertrag ist vom Arbeitsamt abgestempelt, also soweit ich weiß gültig. Da ich bis heute keine Kündigung erhalten habe, fiel es mir schwer ein neues Arbeitsverhältniss einzugehen. Das ganze roch mir stark nach Betrug, auf Nachforschungen habe ich herausgefunden, dass dieser Mann schon wegen Betrugs im Gefängnis saß und würde gerne wissen wie ich nun an meinen mir zustehenden Lohn gelange. Dies erschien mir aussichtslos, bis ich nun die Adresse seiner Lebesgefährtin rausbekommen habe, die den Vertrag aufgesetzt hat. Ich bin nun Arbeitslos und verfüge nicht über die nötigen finanziellen Mittel um vor Gericht zu gehen. Jetzt zu meiner Frage: Gibt es eine möglichkeit der Gerichtskosten/Anwaltskosten übernahme durch das Arbeitsamt? Und wie gehe ich nun am geschicktesten vor. Meine Überlegung war eine Kopie des Arbeitsvertrags zu der Lebensgefährtin zu schicken, anbei ein Brief, indem geschildert wird, dass noch der Lohn offen ist und dass ich weiß dass es sich um einen Betrugsfall handelt. Die Lebensgefährtin arbeitet als Arbeitsvermittlerin ganz in der nähe in der Regionalleitung. Schon einmal Vielen Dank im vorraus.

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Studentenjob Jahreshöchstgrenze

Hallo,

ich habe mittlerweile versucht mich in so vielen verschiedenen Foren schlau zu machen, aber eine richtige Antwort auf meine Frage habe ich nicht bekommen!

Ich bin Studentin und arbeite die Wochenhöchstgrenze von 20 Stunden. Von meinem Lohn wird der Rentenversicherungsbeitrag von 9,45% abgezogen, aber keine Lohnsteuer, daher habe ich es auch nie für nötig empfunden eine Lohnsteuererklärung zu machen.

Ich arbeite schon etwas länger dort und bis jetzt hat es nie Probleme in der Hinsicht gegeben, dass ich über irgendwelche Jahreshöchstgrenzen o.ä. gekommen wäre. Nun habe ich aber ab 01.01.2013 rückwirkend eine Lohnerhöhung bekommen, die Fragen aufwirft. Ich verdiene nun 10,46 Euro brutto die Stunde, mein Monatsgehalt ist also ca. 836 Euro brutto im Monat, minus Rentenversicherung. Zusätzlich bekomme ich Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Gilt für mich die Jahreshöchstgrenze von 8.130 Euro? Wenn ja, vom Bruttolohn gerechnet oder minus der Rentenversicherung? Dann habe ich auch noch was von 11.000 Euro gelesen... das wäre die Grenze, die wohl auf mich zutreffen würde. Aber dabei stand immer, dass die abgeführte Lohnsteuer zurückzuholen wäre über eine Lohnsteuererklärung. Aber mir werden überhaupt keine Lohnsteuern abgezogen! Ist das vielleicht sogar ein Fehler des Arbeitgebers?!?

Ich bin sehr verwirrt, was nun richtig ist und was ich weiterhin beachten muss, es wäre schrecklich, wenn ich Ende des Jahres über irgendwelche Grenzen käme und im schlimmsten Fall sogar Steuern nachbezahlen müsste.

Danke!

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