Spekulationssteuer bei gemischte Schenkung

3 Antworten

Bei einer unentgeltlichen Übertragung (Schenkung), ist für die Berechnung der 10 Jahresfrist, ebenso wie bei Erbschaften, der Zeitpunkt des Erwerbs durch den Schenkenden entscheidend.

Die 10 Jahresfrist ist also erst an dem Novembertag erfüllt, der dem entspricht an dem die Wohnung im November 2010 gekauft wurde. Also im Nov. 2020.

Damit wäre es ein privates Veräusserungsgeschäft gem. § 23 und Einkommensteuerpflichtig.

Nun wäre noch die zweite Bedingung nach § 23 zu prüfen. § 23 Abs. 1 Nr. 1 letzter Satz. Es fällt nicht unter die Einkommensteuer, wenn die Wohnung im Jahr der Veräußerung (2014) und in den 2 vorangegangenen Jahren (2012,2013) ausschließlich zu eigenen Wohnzwecke gedient hat.

Dies ist der Fall.

Daher keine Einkommensteuer auf den Gewinn.

Kleine Rückfrage, wie konnte Dir Deine Mutter im August 2010 eine Wohnung schenken, die sie erst im Nov. 2010 gekauft hat?

Hallo, danke für die Information. Ich habe mich vertippt, Wohnung wurde im Nov. 2009 gekauft und im August 2010 verschenkt. Wie kann ich die Frage direkt ändern? LG Kati

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@Kati2014

Brauchst Du nicht, denn man liest die Kommentare.

Wie schon geschrieben, ist sowieso egal, Du brauchst keine Einkommensteuer darauf zu zahlen.

Übrigens, Spekulationssteuer ist ein, sagen wir mal sehr volkstümlicher Ausdruck.

Der Gewinn würde ganz normal in die Einkommensteuererklärung des jeweiligen Jahres des Verkaufs eingehen. und so Jemanden mit höherem Einkommen auch stärker treffen, als Jemanden mit geringem Einkommen.

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@wfwbinder
Spekulationssteuer

Vor allem kommt bei mir da immer Weihnachtsstimmung aus: Spekulatius...

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@Privatier59

Ich meine sogar, dass hier schon mal einer nach der Spekulatiussteuer gefragt hat.

Genau wie ein anderer, der nach der Berechnung der Kirschensteuer fragte und verwundert war, weil ich die nicht kannte.

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@wfwbinder

Aber ich glaube, das liegt an der Gegend.

Ich wurde ich schon gefragt, warum ich statt "in die Kürsche gehen" so komisch "in die Kirche gehen" sage.

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Da Du in den Jahren von 2010 bis 2014 (sogar durchgehend) dort gewohnt hast, fällt keine Einkommensteuer auf den Gewinn an.

Rückfrage:

Im November 2010 wurde die Wohnung gekauft, aber schon im August 2010 an Dich verschenkt?

DH, das Kunststück war mir auch aufgefallen.

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Hilfe Steuer nach Hausverkauf (Erbe)

Hallo liebe Mitglieder! Ich habe eine recht komplexe Frage, die mir bisher niemand so recht beantworten konnte bzw ich viele widersprüchliche Ratschläge, auch von "Profis", erhalten habe. Darum hoffe ich, ich finde hier Hilfe :-) Nach dem Tod meiner Mutter 2005 habe ich das Elternhaus gemeinsam mit meinen beiden Geschwistern zu gleichen Teilen geerbt. Leider gab es keinen Konsens, wie wir als Erbgemeinschaft mit dem Haus verfahren, so dass meine Schwester 2009 die Teilungsversteigerung beantragt hat. Beim 2. Versteigerungstermin 2010 haben mein Bruder und ich unser Elternhaus gemeinsam ersteigert. Der Kauferlös wurde, abzüglich der Gerichtskosten, zu gleichen Teilen zwischen allen drei Geschwistern aufgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt, 2010, haben mein Bruder und ich alles versucht, das ersteigerte Haus zu verkaufen. Summa summarum hat der Prozess knapp vier Jahre gedauert, denn es ist nicht einfach, auf dem platten Land ein älteres Haus zu verkaufen. Im Sommer 2014 haben wir endlich einen Käufer gefunden; Notartermin usw. Nun habe ich Post vom Finanzamt, dass ich als Rentnerin wie auch mein Bruder Spekulationssteuer zahlen müssen für den Hausverkauf - und zwar nicht zu knapp! Der Steuerberater meines Bruders sagt, dass dies rechtens ist weil das Haus uns beiden erst seit vier Jahren gehört und leer stand (nicht von einem von uns bewohnt). Mein früherer Kollege aus der Buchhaltung hingegen spricht auch hier vom Fußstapfenprinzip, da die Erben das Eigebtum der Eltern zurück ersteigert haben. Wer weiß Rat, wie die Sachlage tatsächlich ist? Ich bin dankbar für jeden Hinweis! :-)

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Hallo, wir haben ein Haus für 25000 EUR erworben. Der Preis ist deshalb so niedrig, da auf beiden Wohnungen ein Wohnrecht auf Lebenszeit für Mutter und Sohn (sind nicht mit uns verwandt) eingeräumt sind und wir keine Miete bekommen. Unser Notar erklärte, dass wir nur auf den Kaufpreis die Grunderwerbssteuer zahlen müßten. Das Finanzamt ist allerdings anderer Meinung und hat die Wohnrechte laut einer Tabelle angerechnet und die Steuer dann auf 224000 EUR berechnet. Ein Einspruch unsererseits mit folgender Begründung wurde vom Finanzamt abgelehnt:

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