Spekulationssteuer bei unentgeltlicher Nutzung durch die Mutter

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2 Antworten

Nein, die Wohnung ist nicht privilegiert. Wird vor Ablauf der 10-Jahresfrist veräußert, so ist der Veräußerungserlös steuerpflichtig.

Denn die unentgeltliche Überlassung fällt nicht unter den Begriff "Nutzung zu eigenen Wohnzwecken" fällt , auch nicht an Angehörige.

Lediglich die unentgeltliche Überlassung an ein Kind, für das man Anspruch auf Kig/KFB hat, ist eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken (BMF vom 5.10.2000).

Also würde ich bis zum Ablauf des 31. Mai 2012 warten.

Herzlichen Dank für die schnelle Beantwortung. Das hilft uns weiter. Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr!

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Eine Spekulationssteuer gibt es nicht. Es handelt sich um Es handelt sich um eine Art der Einkommensteuer, die auf private Veräußerungsgewinne erhoben wird (Paragraph 23 EStG). Diese fällt nur dann nicht an, wenn die Haltefristen gewahrt werden. Bei einer nicht selbst genutzten Wohnung ist diese Haltefrist 10 Jahre (Paragraph 23 Abs. 1 Satz 1 und 2 EStG)

Nur selbst genutzte ETW müssen 2 Jahre behalten werden, bevor der evtl. Gewinn steuerfrei wird. Der Fall ist hier nicht gegeben und Ihre Frage somit beantwortet.

Eine Spekulationssteuer gibt es nicht.

Also eigentlich bin ja ich hier der Krümelkacker vom Dienst.....

müssen 2 Jahre behalten werden,

...und deshalb muss ich das hier mal ergänzen, auch wenn die Frage inzwischen beantwortet ist.

Vergiss die zwei Jahre und halte dich an den Gesetzestext. Es heißt dort "oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden".

Das kann im Extremfall 1 Jahr und 2 Tage sein (31. Dezember 01 bis 1. Januar 03) oder auch 3 Jahre (1. Januar 01 bis 31. Dezember 03).

Und was noch wichtiger ist: Wenn ich am 31. Dezember ausziehe, aber ers am 1.Januar verkaufe, dann ist der 1. Januar nicht " im Jahr der Veräußerung" zu eigenen Wohnzwecken genutzt.

Aber wer macht sowas schon an diesen Tagen?

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@EnnoBecker

Waren das nicht Korinthen?

Schon richtig, das Ganze. Im Fragefall aber egal, da die ETW nicht selbstgenutzt. Wichtiger ist, dass ich im Eifer des Gefechts das Kaufdatum übersah, bzw. die 10 Jahre bald um sind. Hab mich schon geschämt ;-)

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@FREDL2

Ich glaube nicht, dass jemand SOLCHE Korinthen haben will :-)

Jaja, hier ist es egal, und die Ausführungen zum Jahreswechsel sind eher akademischer Natur.

Ich ziehe gerne Extreme heran, um selber zu kapieren, wo der Hase langläuft.

Aber mal ne Fachfrage:
So ein Notar ist ja beschränkt befugt, was Hilfeleistungen in Steuersachen betrifft. Darf - oder muss - er den Verkäufer im Ernstfall darauf hinweisen, dass er den Verkauf noch ein paar Tage hinausschieben sollte, um aus der Haltefrist herauszukommen?

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@EnnoBecker

Ob er muss, das weiss ich nicht. Wenn er Wert darauf legt , weiterempfohlen zu werden, sollte er das tun. Ausser er merkt es nicht, weil er ein so flüchtiger Leser ist, wie ich es war. Dann aber handelt es sich um einen nicht empfehlenswerten Notar.

Wenn das jetzt nicht ein Knieschuss war ;-))

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@FREDL2

Für meine Arbeit wäre eine gesicherte Antwort hierzu interessant.

Ich werde mal die Frage in meinen Merkzettel legen und ein wenig herumrecherchieren.

Für den betroffenen Notar wäre sowas ja durchaus eine Haftungsfrage.

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@EnnoBecker

Das würde mich jetzt auch interessieren. Ich kenne aber gerade keinen Notar persönlich. Ich bitte darum, von den Recherchen zu profitieren.

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