Frage von kikimacberghoff, 65

Nach Erbschaft: Sparpläne bei Sparkasse - Kontoeinsicht und Auskunft?

Ich habe von meinen Eltern 3 Sparpläne (mit Sparbüchern) einer Sparkasse in NRW geerbt.

Die Sparpläne werden weiter bespart. Allerdings habe ich keinerlei Einblick in den Verlauf, da ich in Baden-Württemberg wohne und jedes Mal zum Aktualisieren der Bücher 450KM nach NRW fahren muss(!!!)

Die Girokonten meiner Eltern sind längst gekündigt, dort war aber online sowieso kein Einblick in die Sparverträge möglich.

Gibt es einen Rechtsanspruch auf regelmässige Auskunft durch die Bank über den Stand der Pläne? Habe in den AGB nichts gefunden.

Antwort
von muksman, 44

Sprich die entsprechende Sparkasse bitte an und äußere den Wunsch, dass du einen Online-Banking-Teilnehmervertrag möchtest in den die drei Sparbücher eingepflegt werden. Dies ist bei den Sparkassen, die alle an die Finanzinformatik angeschlossen sind und mit dem selben Basissystem arbeiten, ohne Probleme möglich. Ob dafür Kosten auf dich zukommen ist natürlich dem PuLV der entsprechenden Sparkasse zu entnehmen. Ansonsten sollte der zuständige Berater auch bestimmt gewillt sein dir 1 oder 2 mal im Jahr eine kurze Übersicht zukommen zu lassen. Den regelmäßigen Anspruch auf den Stand der Pläne hast du und zwar mit den drei Werturkunden (die Sparbücher) die deine Eltern dir hinterlassen haben. Die Rechtsnatur einer solchen Urkunde ist es nunmal, das die eingedruckte Zahl einen Wert verbrieft und dafür geht man eben zur Sparkasse und lässt sie nachtragen. Natürlich verstehe ich das 450 km dafür etwas überdimensioniert sind und deshalb empfehle ich das Online-Banking.

Antwort
von RHWWW, 16

Hallo,

wenn kein Freistellungsauftrag für die Zinsen greift, erhält man jährlich eine Mitteilung über die Zinshöhe. Zusammen mit den eingezahlten Summen (die man ja kennt) ergibt sich immer der aktuelle Kontostand zum Jahresende.

Ggf. jährlich einen Zettel ins Spartbuch legen: "aktueller Stand am 31.12.XX = .....".

Gruß

RHW

Antwort
von betroffen, 20

Du bekommst einen jährichen Kontoauszug und wenn Du die Höhe der Monatlichen Raten kennst und den aktuellen Zinssatz, kannst Du Dir den Verlauf taggenau selbst ausrechnen.

Antwort
von althaus, 44

Ich habe auch Sparpläne laufen. Hierrüber bekomme ich 1 x im Jahr einen Kontoauszug. Das solltest Du auch bekommen, denke ich, wenn Du als Berechtigter eingetragen bist. 

Kommentar von muksman ,

Hängt doch ganz klar von der Art des Sparvertrages ab. Über einen Bausparvertrag erhältst du einen Jahreskontoauszug, über einen Wertpapier-Sparplan i.d.R. einen Jahresdepotauszug. Alles korrekt. Aber klassische Banksparpläne mit Sparbüchern benötigen keinen Jahresauszug wenn ich 5 mal die Woche in die Geschäftsstelle tingeln kann um die Bücher auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Kommentar von Snooopy155 ,

Aber man die Sparkasse auffordern einem jährlich einmal die Zinsbescheinigung fürs Finanzamt als Ausdruck zuzusenden. Dort findet man dann auch den Sparbetrag jeweils zum 31.12. eines Kalenderjahres.

Kommentar von betroffen ,

Ich kenne keinen Banksparplan, bei dem nicht einmal pro Jahr ein Kontoauszug verschickt wird.

Kommentar von althaus ,

So sehe ich das auch! 

Antwort
von Juergen010, 37

Stehe ich jetzt auf dem Schlauch?

Wie können denn vererbte Sparpläne, ohne Wissen des Erben und ohne Kontoguthaben der Erblasser (mangels Konto), weiter bespart werden?

Und warum müssen bei Sparplänen überhaupt Bücher (vor Ort) aktualisiert werden? Handelt es sich dabei um uralte Sparbücher, wo noch physikalisch eingetragen wird? Dachte, so was gibt´s nicht mehr.

Kommentar von muksman ,

Verrechnungskontonummer der Sparpläne ändern und zack kann der Erbe Weitersparen. Er tritt doch in alle Rechte und Pflichten der Erblasser, warum sollte er die Sparpläne also nicht weiter bespannen können/dürfen?

Diese "alten Sparpläne" sind heutzutage teilweise wirklich attraktiv, da es, je nach Sparzeit, ziemlich hohe Prämien gab. Sparkassen bei mir im Umkreis (NRW) gaben teilweise noch bis zu 50% jährlich auf die Jahressparleistung. Und auch wenn diese Verträge an ein "olles" Buch gekoppelt wären, würde ich die partout nicht auflösen wollen.

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