Sind die Cashbackaktionen, Treuepunktprogramme wie Payback oder gar Gutschein-Verdienst bei Meinungsstudie steuerpflichtig und in der Steuererklärung relevant?

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3 Antworten

Nein, für den Verbraucher ist es nicht relevant, es sind Rabatt aktionen.

Du sammelst x Punkte und die machen als Beispiel 10 % bei Deinem Kauf aus.

Du kaufst einen Artikel für 119,- Euro Listenpreis und bekommst ihn für 107,10 Euro. Für Dich ist es wie ein Rabatt/Preisnachlass, egal ob mit, oder ohne Punkte.

Für den Verkäufer ebenso. Er verkauft für 90,- Euro + 17,10 Umsatzsteuer.

Eine nachträgliche Barauszahlung ist wie eine Bonuszahlung zu sehen, ein nachträglicher Preisnachlass.

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Kommentar von icke19871
16.06.2015, 07:29

Und wie sieht es mit Marktforschunginstituten, die sogenannte Aufwandsentschädigung in Form von Bargeld oder Gutscheine bezahlen.?z.b meinungswelt oder meinungsstudie oder de.mysurvey.com? 

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Es gibt hier Unterschiede.

Wenn Du als Privatperson einkaufst und dafür an einem Bonusprogramm teilnimmst (z.B. Payback, DeutschlandCard), Cashback bekommst (z.B. beim Kauf einer Camera für 800 EUR bekommst Du 100 EUR vom Hersteller rückvergütet) oder Bonusausschüttungen erhältst (z.B. Deine VR-Bank schüttet Dividende plus Bonuszahlungen aus), so sind diese Loyalty Prämien steuerfrei. Die Dividende im VR-Beispiel wäre als Kapitalertrag zu versteuern, die Prämie für Deine Bonuspunkte nicht. Das ist der Regelfall für die meisten Privatpersonen.

Anders verhält es sich, wenn Du beispielsweise dienstlich (d.h. auf Rechnung eines Unternehmens oder einer öffentlichen Organisation/Einrichtung) solche Käufe tätigst und dann privat nutzt. Das wäre zu versteuern.

Loyalty-Programme wie z.B. Miles & More nehmen daher eine Pauschalversteuerung bei Ausschüttung vor, so daß auf die Teilnehmer keine zusätzlichen Steuerbelastungen zukommen. Bei Vielfliegerprogrammen ist dies auch nötig, denn bei marktgerechter Bewertung der Flugprämien käme man auf deutlich höhere dienstlich erworbene Beträge als dies bei Payback etc. der Fall wäre.

Programme wie Questler würde ich persönlich eher in die SPAM-Ecke stellen als wirklich als Loyalty-Programm bezeichnen.

Die Teilnahme an Marktforschungsbefragungen, wissenschaftlichen Studien und ähnlichen Aktionen, für die ein Geldbetrag als "Aufwandsentschädigung" gezahlt wird, fällt zwar bis zu einer Grenze von 256 EUR p.a. (§22 Nr. 3 EStG) als sonstige Einkünfte steuerfrei. Darüber fällt jedoch Einkommensteuer an.

Führst Du das so häufig aus, daß man von einer gewerbsmäßigen Teilnahme an derartigen Aktionen ausgehen kann, könnte das Finanzamt sogar auf die Idee kommen, Dich noch ganz anders einzustufen.

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Kommentar von icke19871
16.06.2015, 10:07

wie verhält es sich nach §22 Nr. 3 EStG? wenn ich statt Bargeld z.b Amazongutscheine nehme?

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Kommentar von Mikkey
16.06.2015, 12:48

In Zusammenhang mit Vielflieger-Programmen -

wie sieht es aus, wenn man an einem Programm einer ausländischen Airline teilnimmt? Die werden doch sicher nicht pauschal versteuern.

Man kann z.B. am Programm von Air China teilnehmen und (wegen Star-Alliance) auch bei Lufthansa sammeln.

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Kommentar von icke19871
21.06.2015, 13:58

Das mit Finanzamt anderseinstufen kann, muss du mir näher erklären. :)

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Kommentar von icke19871
21.06.2015, 14:03

Ich habe bei Questler schon einige Auszahlungen erhalten, von etwa 70€ , darum auch Frage gewesen ob Questler zu LoyaltyAnbietern zählt?

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Wie sieht es mit Marktforschunginstituten, die sogenannte Aufwandsentschädigung oder Vergütung für Meinung bezahlen/ erbringen? Z.b meinungswelt oder meinungsstudie und/oder de.mysurvey.com? 

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