Die Bescheinigung von SocGen weist den Betrag ohne Abzug der Quellensteuer (Kapitalertrag), die abgezogene Quellensteuer (davon sind max. 15% auf die deutsche Quellensteuer anrechenbar) und den Überweisungsbetrag aus.

Es handelt sich aufgrund des bestehenden DBA mit Frankreich um eine anrechenbare Quellensteuer (da Du sie aus Frankreich nicht erstattet bekommen kannst). Das "anrechenbar" bezieht sich auf die mögliche Minderung Deiner deutschen Steuerlast aufgrund einer bereits gezahlten Steuer im Ausland.

Bekommst Du 100 EUR Dividende und werden davon 15% Quellensteuer abgezogen, so zahlst Du in Deutschland nur noch üblichen 25% Abgeltungssteuer plus SolZ und ggf. Kirchensteuer minus die 15% Quellensteuer.

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Für Dich als Anleger ist wichtig, welchen Index (Kurs oder Performance, vor oder nach Steuern) ein ETF abbildet. Es mag noch weitere Eigenschaften geben, z.B. ob dieser thesauriert oder ausschüttet, ob er synthetisch oder replizierend den Index abbildet, in welcher Währung er notiert, oder ob er währungsgesichert ist oder nicht. Das ist der Kontrakt zwischen der Emittentin und Dir.

Wenn der Index nun zur Erreichung dieser Ziele im Rahmen der Dir als Anleger zugesicherten Eigenschaften investiert, dann kann das im Fall einer Replikation eines Kursindex durchaus so geschehen, dass in Wirklichkeit die Dividenden einbehalten werden. Das wir natürlich dem Fondsvermögen zugeschlagen und hilft ggf. dem ETF sogar, den Index zu schlagen. Wenn Der ETF Wertpapierleihe und andere Geschäfte betreibt, kann er so gut sein, dass er damit den Index insgesamt sogar schlägt (bei db x-trackers, Vanguard und SPDR gibt es ein paar davon).

Generell gehen Einnahmen eines Fonds in den Fonds. Davon gehen jedoch die ausgewiesenen Gebühren ab. Lies doch mal den Fondsprospekt.

Schön wäre es noch, wenn Du den ETF, der Dir suspekt vorkommt, benennen würdest.

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Das ist Unsinn. Home Office ist eine Option für die Lokation, an der man arbeitet, nicht in Bezug auf eine Arbeitslast. Die Arbeitslast ist normalerweise durch die Arbeitszeit definiert, nicht durch Ergebnisse. Wenn der Arbeitgeber nun anstelle von 8,0 Std. am Tag 9,6 Std. verlangt, wenn die Arbeit im Home Office stattfindet, so würde das IMHO vor Gericht nicht standhalten.

Der Arbeitgeber kann Arbeitspakete zuweisen wie er will - letztendlich arbeitst Du die lt. Vertrag definierten Stunden.

Ich würde daher einen Antrag auf Home Office stellen und dem 20% Zeitzuschlag nicht zustimmen. Mal sehen, was dann passiert. Ein Gespräch mit einem Anwalt für Arbeitsrecht wäre ggf. sinnvoll - aber wer solche Dinge vom Arbeitgeber einklagen muss, hat ohnehin einen gestörten Arbeitgeber, d.h. aus meiner Sicht wäre das eine Indikation, einen neuen Job zu suchen.

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Die Pausenregelung für die Schichten ist das gesetzliche Minimum.

Einen Anspruch auf Schichtzuschlag gibt es nicht. Die Nacharbeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr (mit Ausnahmen). §6 ArbZG gibt einen Rahmen für die Regelungen von Nachtarbeit vor (wenn dies zutrifft). Eine Schichtarbeit, die z.B. von 06:00 bis 14:30 und 14:30 bis 23:00 stattfindet, gilt nicht als Nachtarbeit.

Die Arbeitszeitregelung ist durch die Arbeitsverträge bestimmt. Ein Arbeitgeber kann zusätzliche Arbeitszeiten (z.B. den Samstag) anordnen, wenn dies nicht zu Härtefällen führt. Die zusätzlichen Zeiten sind dann als angeordnete Überstunden zusätzlich zu vergüten. Das kann sowohl für die Angestellten mit 38,5 Std. Verträgen, als auch für die mit 40,5 Std. Verträgen passieren. Wenn diese beiden Verträge das gleiche Gehalt zahlen, obwohl im einen zwei Stunden weniger Arbeitszeit verpflichtend erwartet werden, dann ist das zwar irgendwo unfair, aber durchaus kein arbeitsrechtliches Problem.

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Ich hatte früher mein privates ING-Diba Konto für solche Transaktionen als Einzelunternehmer genutzt. Einnahmen und Ausgaben können dennoch steuerlich korrekt verbucht werden. Entsprechende Rechnungen liegen Dir auch vor. Kein Problem.

Letztendlich habe ich jedoch ein kostenfreies Business Konto bei N26 eröffnet, um die Transaktionen klarer voneinander zu trennen. Bezüglich der Verbuchung in der EÜR hat sich dabei nichts geändert.

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Zunächst mal solltest Du beginnen zu verstehen, was da eigentlich vorgeht. Ich empfehle dies: https://www.youtube.com/watch?v=arj7oStGLkU

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Du kannst eine Anzeige nicht zurückziehen, denn sie hält ja einen Sachverhalt zum Zeitpunkt der Aufnahme fest.

Wenn es sich um einen Straftatsbestand handelt, dann geht das Verfahren an die Staatsanwaltschaft und es wird entscheiden, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Du kannst natürlich im Rahmen des Ermittlungsverfahrens selbst jederzeit neue Erkenntnisse einbringen, z.B. wenn Dir die Identität eines Hackers bekannt wird, oder aber auch, wenn Dir klar wird, dass die ursprünglichen Angaben zwar korrekt waren, aber es dafür eine andere Erklärung gibt. Fällt damit nach Ermessen der Ermittlungsbehörde damit der Grund einer weiteren Ermittlung weg, werden diese das Verfahren einstellen.

Nachgelagert ergibt sich dann ggf. noch die Frage, ob Du die Anzeige zum Schaden eines Beschuldigten weitere strafrechtliche Schritte gegen Deine Person begründet. Abgesehen davon könnte ein zu Unrecht Beschuldigter ggf. auch gegen Dich ein zivilrechtliches Verfahren anstrengen.

Ganz so einfach ist das also nicht, denn die Ausspähung von Daten/der Einbruch in ein IT-System (gemeinhin: Hacking) ist ein Straftatsbestand.

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Ein vServer und Services im Zusammenhang damit sind Dienstleistungen. Das verbuche ich normalerweise unter "Wartungskosten Hard- und Software".

Sofern Softwarepakete explizit involviert sind, die nicht nur für den Betrieb, sondern unabhängig davon lizenzpflichtig bereitgestellt werden, kann dies unter der Lizenzüberlassungsposition entsprechend verbucht werden.

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Ich gehe davon aus, dass das nun ein Problem des Vaters ist. Wenn die Auszahlung an Dich erfolgt, wird die zuständige Familienkasse an Dich zahlen und der Vater hätte seinen Dienstherrn informieren müssen, dass hier kein Kindergeld mehr fließen soll.

Insbesondere hätte dies auch in seiner Einkommensteuererklärung klar werden müssen, d.h. er hat wohl das halbe Kind weiterhin beansprucht. Die Pflicht zur Information seines Arbeitgebers liegt bei ihm, nicht bei Dir.

Selbst wenn die Kindergeldkasse nun gegen Dich einen Anspruch auf Rückzahlung erhebt, hättest Du dann einen Anspruch auf Erstattung des Betrags vom Kindesvater im Innenverhältnis.

Wenn Dir das zu viel wird, suche anwaltliche Beratung.

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Aktien repräsentieren Unternehmenswerte, d.h. sollten im Verlauf der Zeit mit mindestens der Inflationsrate an Wert zunehmen. Für Dich als steuerpflichtigen Anleger sind natürlich Aktien interessant, die nach Besteuerung die Inflationsrate schlagen. Da Aktienkurse jedoch volatil sind (sie können kräftig steigen, aber auch mal kräftig fallen), sollte man über die Zeit hinweg diese Volatilität herausgemittelt sehen. Eine kurze Haltedauer hat also ein höheres Schwankungsrisiko als eine längere.

Andererseits kann sich das Marktumfeld eines Unternehmens ändern oder ein Unternehmen wirtschaftet schlecht, so dass es in Schieflage kommt. Damit würde ein Aktienkurs fallen, ohne Aussicht auf kurz- bis mittelfristige Erholung, vielleicht sogar mit der Perspektive eines Totalverlusts. Aus diesem Grund bildet man Portfolios von mehreren Aktien. Hast Du 50 verschiedene Unternehmensaktien in einem Depot, so ist das Risiko eines Ausfalls zwar immer noch da, aber es betrifft bei Ausfall einer Aktie dann nur 2% des Wertes. Das ist Diversifikation. Willst Du das nicht selbst tun, kannst Du einen Fonds anstelle einer Aktie kaufen - der enthält auch mehrere Investments und Du kaufst nur einen kleinen Anteil daran, ohne selbst die ganzen Einzelaktien halten und beobachten zu müssen.

Aktien/Fonds kauft man, wenn die Einschätzung der Wertentwicklung in der Zukunft (an welchen prophetischen Kriterien Du das auch immer festmachen möchtest) positiv ist und Deinen Zielwert übersteigt (also die Inflation nach Steuern schlägt).

Aktien/Fonds verkauft man aus verschiedenen Gründen, z.B.:

  • wenn es andere, vielversprechendere Investments gibt
  • wenn Du liquide Mittel benötigst
  • wenn sich die Einschätzung einer Aktie deutlich negativ verändert

Ob das nach 10 Tagen, 10 Monaten oder 10 Jahren (oder noch länger) passiert, sollte nicht einer starren Regel unterworfen werden, sondern flexibel entschieden werden. Wenn man jedoch rückblickend Zeiträume von 10-15 Jahren nach 1930 betrachtet, so sind Investments in die etablierten Aktienmärkte praktisch immer profitabel gewesen, d.h. das könnte die Grundlage einer einfachen Strategie sein.

Nach Krisen kommen auch wieder Erholungen - es sei denn, eine ganze Branche würde untergehen oder eine größere Region käme in Schieflage. Daher ist eine globale Diversifikation in Verbindung mit einer längerfristigen Perspektive sinnvoll. Krisen sind Zeiten für ein günstiges Nachkaufen, keine Zeit für Panik. Wenn alle euphorisch sind, sollte man lieber nicht kaufen, sondern auf die nächste Panik warten :-)

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Bei einer Übertragung mit Gläubigerwechsel gelten die Aktien als veräußert und wieder neu angeschafft, d.h. es fallen Steuern auf den Gewinn bei Dir an.

Das Aktienpaket wird zum Tag der Übertragung bewertet (Du kannst den niedrigsten Tageskurs an diesem Tag verwenden, denn Aktien werden ja laufend gehandelt) und mit seinem Wert der Schenkungssteuer unterworfen (abzüglich des Freibetrags von 20.000 EUR unter Geschwistern, d.h. 80.000 EUR * 15% Steuersatz = 12.000 EUR).

Das Aktienpaket gilt mit Eingang im Depot der Schwester als angeschafft und hat nicht Deinen Einstandspreis als Anschaffungspreis, sondern den am Tage der Übertragung. Es kommt auf die Aktien und den Usus der jeweiligen Bank an, welche Börse verwendet wird. Bei deutschen Aktien könnte das der Xetra-Tagessschlußkurs sein.

Es wäre generell zu erwägen, ob die Schenkung in 20.000 EUR Paketen in 10-Jahres-Abständen erfolgen könnte, um Schenkungssteuer zu vermeiden. Das wäre - in Verbindung mit einer entsprechenden Nachlassregelung - der steuerlich optimale Weg. Prüfe auch, ob ein Nießbrauchdepot ein Weg zum Steuernsparen ist. Ein Notar könnte Dich dazu beraten.

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Kontoauszug für den internen Gebrauch?

Hallo. Zu meinen Konten SPK wollte ich für einen besseren Überblick Auszüge mehrerer Jahre als PDF Datei haben - das hat etwas mit einer Erbschaft zu tun. Ich erhielt nun PDF Dateien mit der Überschrift "Archivumsätze von 1.1/bis 31.12 (nur für den internen Gebrauch)"

Vertrag: ktoNr / S-Giro Flat /EUR

Vertragsinhaber: Name (10stellige Personennummer)

Saldo: nur beim laufenden Jahr angegeben

IBAN: DE...

Stand vom: aktuelles Datum .../ R (was bedeutet R?)

In der Übersicht wird das korrespondierende Konto als GEGENKONTO bezeichnet. Hier wird eine IBAN und immer auch die BIC angegeben

Die nächste Zeile gibt Aufschluss über den Vzweck, den Auszugstext, Name Gegenkonto.

Streng genommen steht dort also nicht, dass es sich um den Kontoinhaber handelt, sondern um die namentliche Bezeichnung des korrespondierenden Kontos. Das fiel mir auf, weil ein Kontoinhaber wohl nicht "Bezahlung" heißen kann.

Die nächste Spalte wird mit "TU" bezeichnet und dort steht jeweils eine vierstellige Zahl

Nächste Spalte "PN" vierstellige Zahl

Betrag

Anhand anderer Beiträge im Internet habe ich jetzt festgestellt, dass es gar nicht so selbstverständlich ist, dass man von der Sparkasse Kontoauszüge als PDF erhalten kann, diese aber noch weniger Daten zu dem Konto enthalten auf das Gelder eingezahlt wurden oder von welchem es abgebucht wurde.

Ältere Kontoauszüge verrieten mir, dass das korrespondierende Konto als Sender/Empfänger bezeichnet wurde.

Der Begriff "Gegenkonto" ist mir bisher nur aus der Bilanzbuchhaltung bekannt. Schließlich handelt es sich ja auch nicht um ein gegnerisches Konto, sondern um ein Konto, das man dagegen halten kann - das jedenfalls bei Bilanzen.

Kennt jemand diese Art von Kontoauszügen? Hätte die Bank nicht viel zu viel Arbeit, wenn sie von jedem Kunden zu dessen Konten solche Übersichten anlegen würden "für den internen Gebrauch"? Bei dieser Übersicht fehlt jeweils die Deklaration der Buchung als "Umbuchung, Überweisung, Gutschrift".

Ich besitze noch eine weitere Variante von Auszug zu dem gleichen Konto mit der Bezeichnung "nur für den internen Gebrauch bestimmt". Am linken unteren Rand steht ein Vermerk: Finanz Informatik Fassung von Februar 2015. Hier gibt es noch Spalten WKZ und AZG - kennt jemand die Bedeutung?

Als vor Jahren in unserem Ort die kleinen Filialen der SPK schlossen, mussten wir in der Familie bei allen Konten die Zahlen "59" davor setzen, somit wurden sie 8stellig

Eines Tages werde ich das Rätsel wohl noch lösen, vielleicht mit eurer Hilfe.

Lg

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Ich vermute mal, dass hier einfach die Auszüge der Kontobewegungen aus den letzten 10 Jahren Dir zugeschickt wurden. Darunter befinden sich wohl zwei Sorten von Konten:

  • Geldkonten (Girokonten, Darlehen, Tagesgeld, Sparkonten)
  • Wertpapierdepots

Buchungen von Wertpapierdepots (Käufe, Erlöse, Ausschüttungen, Gebühren - mit einer ISIN oder WKZ des Wertpapiers gekennzeichnet) werden gegen ein Gegenkonto oder Referenzkonto verbucht. Das ist meist ein Girokonto.

Alle anderen Buchungen laufen auch gegen Gegenkonten - das ist einfach das jeweils andere Konto.

Ich vermute, Du hast einen kryptischen Auszug aus dem zentralen Datenarchiv (ZDA) der Sparkasse bekommen. Damit gehst Du nun zur Sparkasse und fragst nach Erläuterungen :-) Bei einer Volksbank sehen diese zumindest aus wie die üblichen Kontoauszüge...

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Zunächst mal würde ich generell Arbeitnehmern davon abraten, ohne Not zu kündigen. Der Schutz von Arbeitnehmern ist höher als der von Arbeitslosen.

Ist man nach Rückkehr aus einer längeren Krankheit nicht mehr in der Lage, die ursprüngliche Arbeit zu verrichten, gibt es ggf. Alternativen im Unternehmen. Das wäre in der Regeln wohl einfacher als zu kündigen und dann einen neuen Arbeitgeber zu suchen.

Die Option zu einer fristgerechten Kündigung hat der Arbeitgeber natürlich auch, d.h. man muss als Arbeitnehmer nicht in vorauseilendem Gehorsam selbst kündigen.

Die fristlose Kündigung des Arbeitgebers muss solide begründet sein. Beispiele:

  • schuldhafte und wesentliche Verstöße gegen Pflichten
  • Straftaten im Zusammenhang mit dem Unternehmen
  • nachhaltige und irreparable Störung des Vertrauensverhältnisses zum Arbeitgeber (z.B. aufgrund von Betrug, sexueller Belästigung von Kollegen/innen oder tätlichen Angriffen)

Ansonsten wird die fristlose Kündigung schwer zu begründen sein. Alleine die Tatsache, dass jemand krankheitsbedingt ausfällt, ist kein Grund für eine fristlose Kündigung. Ist anzunehmen, dass der Arbeitnehmer dauerhaft die Pflichten im Arbeitsverhältnis nicht mehr wahrnehmen kann, gibt es die Möglichkeit einer ordentlichen, fristgerechten Kündigung durch den Arbeitgeber. Solltest Du als Arbeitnehmer allerdings das Unternehmen betrogen haben (was nun herauskommt), die Krankheit, die zur Abwesenheit führte, vorgetäuscht haben, oder andere Kriterien für eine fristlose Kündigung erfüllen, dann ist diese aus den genannten Gründen möglich, nicht aber wegen der Krankheit.

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Wenn Du im laufenden Jahr als Kleinunternehmer bei max. 22.000 EUR Umsatz liegst und eine Erhöhung über diesen Betrag für das Folgejahr jetzt bereits vermutest, dann wäre es generell sicherer, gleich zur Regelbesteuerung zu wechseln.

Sind Deine Kunden primär vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen oder Unternehmen im Ausland, dann dürfte das keinen wirklichen Unterschied für Dich machen - außer dass Du dadurch auch vorsteuerabzugsberechtigt ist. Etwas mehr Bürokratie also, aber auch abzugsfähige Vorsteuer (und sei es nur für Büromaterialien, Infrastruktur und Arbeitszimmeranteile).

Idealerweise würdest Du den Statuswechsel dem Finanzamt mitteilen (ich hatte das damals einfach telefonisch geklärt) und dann auf die Jahresabgrenzung achten - insbesondere bei Rechnungen, die noch als Kleinunternehmer gestellt, jedoch erst im Folgejahr bezahlt werden.

Der Wechsel zurück in den Kleinunternehmerstatus kann sich lohnen, wenn Du primär Privatkunden hast. Auch dies würde dem Finanzamt - idealerweise schriftlich - zur Kenntnis gebracht.

Die Planung für diese Umsätze sollte solide sein, denn wenn Du bereits jetzt wissen solltest, dass höhere Umsätze stattfinden (z.B. indem ausstehende Angebote in Summe bereits einen höheren Umsatz als 50.000 EUR suggerieren), dann könnte Dir rückwirkend der Kleinunternehmerstatus aberkannt werden. Da modifizierte Rechnungen (um die USt. erhöht) an Privatkunden nicht möglich sein werden, wird das Deinen Gewinn erheblich reduzieren.

Also:

  • Wenn Du als Regelbesteuerter in einem Jahr Gründe hast anzunehmen, dass der Umsatz im Folgejahr unter 22.000 EUR liegen wird, dann kannst Du für das Folgejahr in den Kleinunternehmerstatus wechseln.
  • Wenn Du als Kleinunternehmer in einem Jahr über 50.000 EUR Umsatz kommst, gilt für das das Folgejahr die Regelbesteuerung.
  • Wenn Du als Kleinunternehmer in einem Jahr über 22.000 EUR Umsatz kommst und im Folgejahr unter 50.000 EUR bleiben wirst, kannst Du den Kleinunternehmerstatus für das Folgejahr zunächst beibehalten.

Wesentlich ist die Frage, wann die Überschreitung der Grenzen bekannt wird.

Viele "Kleinunternehmer" klammern sich an ihrem Status fest, obwohl sie Firmenkunden haben. Das nimmt ihnen die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs für diverse Ausgaben, die ja immer existieren. Es wäre also auch zu prüfen, ob der Kleinunternehmerstatus wirklich so vorteilhaft ist.

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Nichts verbietet dies, wenn Deine Eltern der Meinung sind, dass das so ok ist. Im Grunde vertrauen Sie Dir wohl so viel, dass sie Dich auch zwei Wochen bei einer Freundin lassen wollen. Da die Frage: Freundin von Dir oder Freundin Deiner Eltern?

Generell gilt weiterhin die Fürsorgepflicht der Eltern, d.h. sie können Dich nicht ohne Geld und Notfallkontakte alleine lassen.

Es wäre also nun an Dir, das Vertrauen in die vorgeschlagene Lösung zu diskutieren, um einen Kompromiss zu finden. Ein Verhandlungsansatz wäre, dass Du beispielsweise die Nacht jeweils bei der Freundin bist, aber den Tag über unabhängig Dinge unternimmst oder zuhause bist. Die Praktikabilität kommt etwas darauf an, wie weit Dein Zuhause vom dem der Freundin entfernt ist... aber das ist Verhandlungssache.

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Vater zwingt uns mitzukommen?

Mein Vater hat in einem Monat vor, mit uns (Mutter, Bruder, ich) in den Urlaub zu fahren. In seine Heimat.. Darauf haben meine Mutter und ich aber keine Lust, da es gar kein Urlaub für uns ist. Es fängt schon damit an, dass allein die Hinfahrt 30 Stunden dauert und wir ein kleines Auto haben. Ist ja billiger als mit dem Flugzeug.

Es gibt so vieles, was ich versucht habe, um nicht mitkommen zu müssen. Ich habe meinen Kater erwähnt, der hier für ganze 3 Wochen alleine Zuhause auskommen müsste. Das ist doch Tierquälerei.. Er hat keinen Spielgefährten.

Dann noch all meine (wichtigen!) Termine, auf die ich schon monatelang gewartet habe... Die (5!!) kann ich ja einfach verschieben. Er hat kann Verständnis dafür..

Dann habe ich noch gesagt, dass ich alt genug bin. Ich bin schon längst erwachsen(18+). Er behandelt mich aber immer wie ein kleines Kind. Ich weiß nicht, wie ich seine Meinung ändern kann. Er ist unglaublich stur.

Wenn man das Thema Urlaub anspricht und irgendwas sagt, was dagegen spricht, mitzukommen, dann rastet er aus... Er wird laut und lässt einen nicht mehr in Ruhe. Wirft mit Vorwürfen um sich. Das macht er so lange, bis man aufgibt.

Außerdem bin ich in einer Beziehung, wovon er nichts wissen darf. Wenn mein Vater mich wirklich zwingt, mitzukommen, würde das bedeuten, dass ich knapp 1 Monat keinen Kontakt zu meinem Partner habe.

Ich brauche einen echt guten Grund, nicht mitfahren zu müssen. Ich habe es mir lange überlegt und ich bin von fester Überzeugung, dass der "Urlaub" keinen einzigen Vorteil mit sich bringt, stattdessen aber Hunderte von Nachteilen..

Also: Was kann ich sagen/machen, dass ich Zuhause bleiben kann?

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Wenn Du 18 bist, kann ein Zwang in keiner Form stattfinden. Das wäre Nötigung, d.h. ein Straftatsbestand. Das gilt auch für die Mutter und ggf. für den Bruder, falls dieser schon 18 ist.

Allerdings bist Du leicht im Nachteil, da Du anscheinend bei den Eltern wohnst. Es gibt damit ein Druckmittel so lange, bis Du Dir (ggf. mit dem Partner) eine eigene Wohnung leisten und Dich damit den Gegebenheiten entziehen kannst. Ein einfaches "Nein" scheint hier ja nicht zu fruchten, da der Vater dann andere Druckmittel nutzt, die sich durch den gemeinsamen Wohnkontext anbieten.

Der Vater klingt nach Deiner Beschreibung nicht so, als würde er sich durch ein paar logische Argumente einfach überzeugen lassen. Für ihn ist die Urlaubsreise der Kontakt zu seinem alten sozialen Umfeld und damit ebenso unverzichtbar wie Dein Zuhause für Dich.

Sollte alles tatsächlich unerträglich werden, so gäbe es natürlich Optionen. Du kannst als junge(r) Volljährige(r) mit dem Jugendamt sprechen, um dies abzuklären. Letztendlich sind die Eltern unterhaltsverpflichtet und müssten Dir zu Deinem Einkommen noch ggf. Unterhalt zahlen, wenn Du ausziehst. Das ist aber alles ein höllisch komplexes Thema und alles klingt leichter, als wenn man selbst mitten drinsteckt. Daher: Beratung suchen. Das Jugendamt wäre ein guter Startpunkt.

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Du kannst natürlich neben der Tätigkeit für die GbR auch selbständig (gewerblich oder freiberuflich) tätig sein. Das muss sauber getrennt werden und das Finanzamt beide "Unternehmen" separat, aber möglich ist dies natürlich.

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Der früher anzuwendende, umständliche Weg zur Besteuerung über ausschüttungsgleiche Erträge in thesaurierenden Fonds fiel mit der Investmentsteuerreform 2018 weg und wurde für alle Fonds durch die Vorgehensweise mit einer Vorabpauschale und die Besteuerung bei Verkauf ersetzt. Damit sind die jährlichen Berechnungen deutlich einfacher geworden. Du musst daher nur noch die Vorabpauschale berechnen, falls diese nicht bereits von der ausländischen Bank berechnet und abgeführt wurde.

Die Anlage KAP-INV ist für Investmenterträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben. Auf der zweiten Seite kannst Du die Vorabpauschalen zu dem relevanten Fonds berechnen (Zeilen 31-46) und dann in die Zeilen 9-13 eintragen.

Wahrscheinlich ist Dein Fonds ein Aktienfonds, verifiziere dies jedoch erst nochmals. Es gibt auch Aktienfonds, die als Investmentfonds ohne Teilfreistellung behandelt werden.

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Die erste Frage, die Du stellen solltest, ist, ob es sich um eine Bewirtung oder nur Aufmerksamkeiten handelt. Servierst Du zur Weihnachtszeit den Arbeitnehmern oder Kunden bei einem Meeting Stollen, Plätzchen und einen alkoholfreien Weihnachtspunsch, so ist das noch keine Bewirtung. Servierst Du ein gebratenes Hühnchen mit Bratkartoffeln und einem netten Wein dazu, dann wäre das Bewirtung.

Der Unterschied besteht darin, dass Aufmerksamkeiten vollständig und Bewirtungskosten nur teilweise als Betriebsausgaben angesetzt werden können.

Wenn ich also ein Stück Fleisch vom Grill mit Kartoffelsalat und einem Bier den Kunden serviere, ist das ziemlich klar eine Bewirtung. Wenn auf dem Tisch nur Kekse, Kuchenstücke oder (meine Präferenz) etwas Lokum steht, zu dem Tee und Kaffee serviert werden, dann kann das als "Aufmerksamkeit" angesehen werden.

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