Muss ich das Kindergeld zurückzahlen unter diesen Umstände?

1 Antwort

Hallo,

es kommt darauf an ! 

Kurz zum Wichtigsten:

E l t e r n  haben weiterhin vollen Kindergeldanspruch auch, wenn das Kind noch ohne Ausbildungsplatz ist oder sich zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befindet (max. vier Monate). Auch wenn du währenddessen neben der (Erst-)Ausbildung Geld verdienst, ist dies für das Kindergeld nicht mehr schädlich. 

Grundsätzlich besteht Anspruch auf KG bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes. 

Um auch über die Volljährigkeit hinaus Kindergeld zu bekommen, müssen die Eltern nachweisen, dass das Kind sich zumindest um eine Ausbildung bemüht. Ist das Kind nicht ohnehin schon als arbeitssuchend registriert, muss er mit Bewerbungen und gegebenenfalls Absagen seine Mühen detailliert nachweisen. Eine Bewerbung pro Monat zu schreiben reicht jedenfalls nicht aus, um Kindergeld zu bekommen.

Urteil das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az. 6 K 6346/10).



Kindergeld nach Heirat - Einkommensgrenze

Hallo,

ich habe geheiratet und soll ab dem Tag der Hochzeit das Kindergeld zurückzahlen, also 1840 Euro, weil ich alleine über dem Freibetrag liege (6600 drüber). Meine Frau aber hat deutlich weniger verdient als der Freibetrag hoch ist.

Nach meiner Überzeugung sollte ich diese Differenz mit mir selbst verrechnen können, da zwar meine Einkommensgrenze übertreten worden ist; Jedoch ist mein Einkommen dennoch nicht hoch genug, um meinen eigenen Lebensunterhalt und den meiner Frau begleichen zu können. Die Sachbearbeiterin sieht das scheinbar anders, stützt sich jedoch auf keine gesetzliche Grundlage.

Ich habe das Merkblatt Kindergeld 2013 nun durchgesehen und habe in 3.7 folgende Passage gefunden:

Der Kindergeldanspruch kann fortbestehen, wenn [..] das verfügbare Nettoeinkommen (vgl. Nr. 3.6) des Kindes bzw. des Ehegatten [...] so gering ist, dass der UNterhalt des Kindes nicht sichergestellt ist.

in 3.6 wird dann entsprechend auf die 8130 Euro Grenze verwiesen.

Das interpretiere ich nun natürlich so und das entspricht auch dem logischen Menschenverstand, dass wir mit dieser Ausdrucksweise zusammen veranlagt sind, denn da steht ja "bzw. des Ehegatten". Das heißt wir haben BEIDE zusammen eine Grenze von jeweils 8130 Euro. Und nur weil der eine diese Grenze übersteigt, der andere jedoch offensichtlich deutlich unterschreitet, finde ich es unfair und ungleichberechtigt, dass das Kindergeld nur deshalb gestrichen werden soll.

Was wäre denn, wenn ich alleine 9000 verdiene und meine Frau nichts? Demzufolge würde mir dann auch das Kindergeld gestrichen - allerdings kann man von 9000 Euro jährlich nicht zu 2. leben.

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