Macht sich auch derjenige strafbar, der einen Handwerker ohne Rechnung arbeiten lässt?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein.

Der Unternehmer ist zur Ausstellung einer Rechnung bei Privatpersonen nicht verpflichtet.

Und für seine Steuermoral ist er selber zuständig.

Du bist da völlig raus aus der Nummer. Du darfst getrost davon ausgehen, dass er seine Einnahmen auch ordentlich erklärt.

Andererseits benötigst du aber eine Rechnung, wenn du die Arbeit des Handwerkers als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen willst.

Die Frage an sich lässt sich auch ohne Gesetz lösen, nur mit einfacher Logik: An wievielen Bäckerständen, Dönerbuden, Zigarettenautomaten usw. bekommst du eine Rechnung?

Also bei mir reicht mir die Bäckertante das Brot rüber, nimmt das GEld entgegen und da wars.

@billy

Das ist doch eine ganz andere Nummer.

In deinem Link suchen Auftraggeber ja Leute, die ihnen etwas schawrz zuarbeiten.

Das kann man ja vom Bäcker, der einem die Brötchen rüberreicht, nicht behaupten. Und es wäre wohl auch etwas unangemessen, den Bürger in die Pflicht nehmen zu wollen, dass der Auftraggeber seinen Kram richtig versteuert. Das ist und bleibt Sache jedes Einzelnen.

Möchte mal den Dönerbudenbesitzer sehen, der sich nach Vertragsabschluss (Bestellung) und Vertragsdurchführung (Döner gegen Geld) an den Schreibtisch setzt und sagt: "Wartest du, ich schreibe Kack-Rechnung für du."

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@EnnoBecker

Vom Bäcker hat das auch niemand behauptet, der war mit der Frage auch nicht gemeint. Alle die wie Du das Thema Schwarzarbeit verharmlosend dargestellt haben sollten es eigentlich besser wissen. Natürlich sind Bäcker auch Handwerker, aber ist ja jetzt auch egal. Hauptsache die einen fühlen sich im Recht und alles andere wird nieder kommentiert.

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@billy

Gehen dir die Argumente aus, dass du einen solchen Ton anschlagen musst?

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Nun ja, auf Rechnung verzichtet der Auftraggeber damit es billiger wird und zwar deshalb, weil der Auftragnehmer keine Umsatzsteuer berechnet und auch ansonsten Steuern spart. Meine Diagnose: Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Und auch dann wenn die Obrigkeit auf den Fall nicht aufmersam wird kann es eine Strafe geben: Versuch mal, Gewährleistung bei solchen Arbeiten geltend zu machen.

Ich schließe mich der Meinung von EnnoBecker an, habe aber moralische Bedenken.

Unser Sozialsystem ist eins der besten der Welt und wäre ohne Steuern nicht finanzierbar. Trotz mancher Ungereimtheiten halte ich es für lohnenswert, es zu unterstützen.

Auch wenn es weh tut: Ich finde es fair, eine Rechnung zu verlangen und die Mehrwertsteuer zu bezahlen. Denn aufs große Ganze gesehen, profitiert man auch selbst davon.

Deine moralischen Bedenken kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde ohne jeden Skrupel wieder und wieder ein Brot kaufen, ohne eine Rechnung entgegenzunehmen.

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@EnnoBecker

Dabei habe ich auch keine Hemmungen. Ich muss sogar gestehen, dass ich Heute auf dem Wochenmarkt für mindestens 50 € eingekauft und keine Rechnung verlangt habe.

Einfach schlimm diese Doppelmoral, oder?

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@Primus

Na ja, da ist ja auch keine Gefahr, wer würde denn annehmen, das so ein bodenständiger Händler vom Wochenmarkt nicht alles angibt.

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