Kleinunternehmerin mit Minijob- wie muss ich mich krankenversichern?

3 Antworten

Die Voraussetzung für die Familienversicherung ist im SGB V § 10 geregelt, dort heisst es u.a. dass Du als Ehefrau nicht familienversichert werden kannst wenn:

Du hauptberuflich selbständig tätig bist (dürfte bei 200 Euro monatlich wohl nicht der Fall sein, ist aber hoffentlich mit der KK geklärt)

Du ein Gesamteinkommen hast, das regelmäßig im Monat ein Siebtel der
monatlichen Bezugsgröße nach § 18 des Vierten Buches (= 415 Euro pro Monat West bzw. 360 Euro Ost) überschreitet;
für geringfügig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 Nr. 1, § 8a des Vierten Buches (= Minijob) beträgt das zulässige Gesamteinkommen 450 Euro.

Jetzt liegt offenbar eine Kombi aus diesen beiden Punkten bzw. Einkommensarten vor.

Bitte mit der KK klären ob, unter Berücksichtigung des nur 4.monatigen Minijobs und des geringen Einkommens aus selbständiger Tätigkeit Familienversicherung weiterhin möglich ist. Bitte vorher klären, nicht dass es nachher auf eine freiwillige, gesetzliche Krankenversicherung hinausläuft und Du ggf. nur für Deinen KV-Beitrag arbeitest.

Alternativ müsstest Du Dich selbst freiwillig gesetzlich versichern.

Hallo,

nach § 10 SGB V ist eine kostenlose Familienversicherung nur möglich, wenn alle Bruttoeinkünfte zusammen (bei dem Unternehmen nach Abzug der betrieblichen Kosten) regelmäßig 450 Euro nicht übersteigen.

Sonst gilt ein monatlicher Beitrag von ca. 170 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung. § 240 SGB V

Gruß

RHW

Eindeutig ja ! Das wird ca. 180 EUR kosten und danit einen großen Teil der Mehreinnahmen auffressen.

Entweder Minijob auf ca. 200 EUR drücken oder um 1 EUR erhöhen, um im Midijob krankenversichert zu werden.

Viel Glück

Barmer

Werkstudent Sozialabgaben?

Hi, ich bin seit kurzem Werkstudent und mir immer noch unsicher wieviel ich jetzt verdienen darf. Vielleicht kann mir jemand sagen ob ich alles richtig verstanden habe, da das doch ein etwas verwirrendes Thema ist.

Als Werkstudent darf ich nur 20h die Woche arbeiten, es sei denn es sind Semesterferien. In diesen darf ich maximal 26 Wochen diese Grenze überschreiten. Ist dies bis hier erfüllt, bin ich "ordentlicher Student" und es gilt folgendes:

  1. Die Arbeitslosenversicherung fällt für mich unabhängig davon wie viel ich verdiene weg.
  2. In die Rentenversicherung wird vom Lohn automatisch ein Prozentsatz eingezahlt. ( Liegt das Einkommen unter 450€ wandert 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 450€ aber unter 850€ wandert ein Betrag zwischen 4% und 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 850€ wandert 9,35% davon hinein.
  3. In der Kranken-/Pflegeversicherung darf ich Familienversichert bleiben, solange mein Einkommen 425€/Monat zuzüglich 1000€ Webungskosten nicht übersteigt. Dieser betrag wird Jährlich behandelt, dh. ich darf zusammengerechnet 6100€ im Jahr verdienen.(also auch z.B. 6100€ im Januar und 0€ im restlichem Jahr)

Da ich mit 6100€ im Jahr im Freibetrag für die Lohnsteuer bleibe, entfällt diese.

Sagen wir ich verdiene Monatlich 200€, außer in 2 Monaten der Semesterferien, in denen ich 2000€ verdiene. 200€ * 10 + 2000€ * 2 = 6000€ Ich verdiene also wenig genug, um weiterhin in der Familienkrankenversicherung zu bleiben und zahle NUR o.g. Beiträge zur Rentenversicherung. Ich habe Jährlich also von 6000€ Brutto (0,9065 * 6000€) 5439€ Netto übrig.

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