Kann ich meinem Mieter verbieten, Löcher in die Wand zu bohren?

2 Antworten

Absperrgitter sind bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. Früher hatte man einen Laufstall. Nachdem sich herausgestellt hat, dass das zu kriminellen Erwachsenen führt, wird jetzt halt das Haus "umgestaltet".

Ich halte davon nebenbei wenig. Zu gefährlich für Erwachsene und Kinder gewöhnen sich ganz perfekt an Treppen (bin so aufgewachsen und kenne auch keinen Fall eines Unfalls). Nur konnte ich mich auch nicht gegen Frau und mit ihr der geballten Macht der angeheirateten Verwandtschaft wehren.

Du wirst nichts dagegen unternehmen können, dass die Mieter ihre Kinder so erziehen, wie sie wollen und wenn dazu Gitter vor Treppe und Küche gehören, ist das deren Sache. Das Haus ist Besitz der Mieter und damit können die ziemlich weitreichend machen, was sie wollen.

Überlege, dass du weder für einen Treppensturz noch für die verbrühten Kinder verantwortlich sein willst.

Mit Verbot geht also nichts. Darüber, dass ein Treppengitter mit normalen Dübeln und vielleicht auch mit Spezialdübeln nicht anständig montiert werden kann und dass du deshalb ein (vielleicht auch mögliches) Klemmgitter vorschlägst, kannst du mit den Leuten reden. Schlimmer als ein (eh schon gefährliches) Treppengitter ist eines, das bei zu viel Druck nachgibt.

Bei der Küche fällt mir allerdings nichts ein. Wenn auch die vorderen Herdplatten gebraucht werden und wenn die Köchin auch mal ohne Kinder zur Türe oder zur Toilette gehen können soll, gibt es nur Erziehung, Laufstall oder Gitter.

Du bist dankenswerterweise sehr ausführlich auf die mögliche Problemstellung eingegangen. DH! Leider fehlt bis jetzt jedes Feedback von Nutella, so wichtig scheint ihr die Frage nicht zu sein, leider.

Ich sehe die Gefahren ähnlich. Allerdings kann ich von einem Treppensturz berichten, da das Kleinkind unerwartet aufgestanden und mit der Schlafanzughose mit Stofffüßlingen( die Ursache!) auf den glatten Holzstufen ausgerutscht und abgestürzt ist (bei Teppichstufen wäre das sicherlich nicht so passiert). Glücklicherweise gab es nur großen Schrecken, allseits verständliches Geheule und keine bösen Verletzungen, was allerdings den alten weichen Wänden aus Pressfilz und nicht so harten Holzstufen zu verdanken war.

Beim Küchenproblem hilft nur, dass die Köchin beim kurzfristigen Verlassen der Küche die Küchentür abschließt. Ungequem, aber sicher, denn sie weiß vorher nicht wie lange es an der Tür etc. dauert.

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@LittleArrow

Du kennst also auch nur einen Beinahe-Unfall. Kinder fallen anders. Es fehlt die Wucht und wenn sie zu Hause Treppen kennen, kennen sie die auch bei den Großeltern. Vermutlich werde ich mir dann wieder Treppengitter (die ich als überflüssig und gefährlich ansehe) anschaffen dürfen.

Dagegen wäre ich mal fast über ein Treppengitte kopfüber runtergestürzt. Man denkt halt nicht immer dran und die sind ja eher niedrig. Auch ein Beinahe-Unfall, der deinen ausgleicht. Dazu kommt ja auch, dass man dann, wenn man etwas mit zwie Händen Hoch- oder runtertragen muss oder wenn Handwerker im Haus sind, keine Absperrung hat.

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@LittleArrow

Sorry, dass ich nicht den ganzen Tag Zeit hab, hier auf Antworten zu warten... muss ja auch noch arbeiten und Vorbereitungen für die Weihnachtsfeiertage treffen ;)

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Dankeschön für Deine Antwort - leider bin ich als Kind mal so eine Treppe runtergefallen, obwohl da eine Tür dran war, die nur kurz offen war, weil meine Mama etwas holen wollte.

Ich möchte mich ja auch nicht in die Erziehung einmischen, aber ich werde mal vorschlagen, dass es eine bessere Idee ist, ein Gitter zum Klemmen zu nehmen. Danke für den Tipp!

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@Nutella

Danke, dass Du doch noch geantwortet hast. Die mir auch bekannten Klemmgitter sind bei alten, vielleicht nachgiebigen Wänden nicht so gut. Und sie lösen sich vermutlich, wenn das Kind da kräftig dran rüttelt.

Mit den richtigen Dübeln (mindestens 8 cm lang und 8 mm Durchmesser, sowie 10 cm lange Schrauben) müßte eine sichere, haltbare Befestigung machbar sein. Kürzere und/oder dünnere Dübel werden im alten Mauerwerk nicht halten. Vor dem Bohren unbedingt mit einem Leitungsdetektor die Wand absuchen! Viel Erfolg bei Deinem Gespräch, Nutella.

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Löcher bohren gehört zumindest in Deutschland mit zum Gebrauchsrecht einer Mietwohnung. Bohrlöcher in Fliesen allerdings sind allerdings nur begrenzt zu dulden, da hier zum Auszug ja der ursprüngliche Zustand nicht wieder hergestellt werden kann.

Anders ist dies in Japan, hier darf man als Mieter keiner Löcher in die Wände und Decken bohren.

Wohnungübergabe (Auszug): Schäden & nicht erfolgte Schönheitsreparaturen

Beim Auszug/Wohnungsübergabe meines Mieters (Mietdauer 9 Jahre), habe ich als Vermieter einige gravierende Schäden festgestellt.

Der Mieter weigert sich diese auf seine Kosten zu beheben und beruft sich normale Gebrauchs- und Verschleißspuren:

  1. In der vom Vermieter gestellten Küche (bei Einzug 2 Jahre alt) viele Schaniere defekt. Während der Mietdauer anscheinend nie nachjustiert. Aufgrunddessen sind dann auch zwei Türen abgefallen und deren Holz beschädigt bzw. Beschichtungen abgeplatzt.

  2. Die Badezimmertür-Zarge durch mehrere Bohrungen verletzt, um ein Regal anzuschrauben.

  3. Fußbodenleiste teils abgerissen.

  4. Bei einer Wohnungstür Rahmen/Zarge zersplittert und Türklinke komplett defekt.

Die o.g. Schäden wurden während der kompletten Mietziet nie vom Mieter gemeldet.

Schönheitsreperaturen & Instandsetzungen:

Der Mieter hat während der 9 Jahre nicht einmal tapeziert bzw. gestrichen (Tapete ist noch vom Vormieter) und will jetzt auch beim Auszug weder neu tapezieren, noch große Dübellöcher beheben, etc. Obwohl im Mietvertrag steht, daß er Schönheitsreparaturen u.a. Tapezieren während der Mietdauer bzw. spätestens bei Ende des Mietverhältnisses duchführt. Außerdem hat der Mieter für Bagatellschäden bis 50 € auf eigene Kosten lt. Vertrag aufzukommen.

Ich habe die Wohnung in diesem Zustand so nicht abgenommen, die Schäden im Protokoll mit Fotos festgehalten und dem Mieter eine Frist von 2 Wochen für die Reparatur eingräumt.

Fragen:

  1. Inwieweit bin ich als Vermieter im Recht? Welche Schäden und Schönheitsreparaturen muß der Mieter auf eigene Kosten tragen?

  2. Weitere Vorgehensweise? Anwalt einschalten (wegen hoher Kosten ungern)?

  3. Einbehaltung der Kaution? Die Wohnung auf meine Kosten tapezieren und alle Schäden beheben lassen. Allerdings deckt die Kaution bei weitem nicht die Schäden und die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung ab.

  4. Sonstige Vorschläge?!

Vielen Dank für eine Antwort, Vorschläge und Tipps.

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