Kann ich mein Zweitstudium noch im zweiten Berufsjahr absetzen?

2 Antworten

Kann ich nun in der Erklärung für 2017 noch die Kosten der vorherigen Semester irgendwie absetzen

Nein. 2017 ist 2017 und nicht die Zeit der vorigen Semester.

oder ist ein möglicher (nachträglich festgestellter) Verlustvortrag nun nicht mehr möglich?

Doch.

Was hindert dich daran, für 2016, 2015..... eine entsprechende Erklärung abzugeben?

Da Sie von einem Beschäftigungsverhältnis sprechen, gehe ich von Werbungskosten zu Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit aus, § 9 Abs. 1 S.1, Abs. 6 S.1 EStG.

Ihre Ausgaben (Werbungskosten) für den Master-Studiengang in Form von Ausbildungskosten, sind in dem Jahr abzusetzen, in dem Sie diese geleistet (gezahlt) haben, § 11 Abs. 2 S.1 EStG.

Folglich können Sie z.B. Kosten, die Sie in 2015 gezahlt haben, weder in 2016, noch in 2017 steuerlich geltend machen.

Wenn Sie im o.g. Beispiel für 2015 noch keine ESt-Erklärung abgegeben haben, können Sie dies noch tun, da die sog. Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist, § 170 Abs. 1, § 169 Abs. 2 S.1 Nr. 2, AO, § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG (Antragsveranlagung).

Haben Sie den Verlustrücktrag beschränkt oder ist dieser nicht möglich, so stellt das Finanzamt in diesem Fall den Verlust zum 31.12.2015 gesondert fest, § 10d Abs. 4 S.1 EStG, § 179 Abs. 1 AO. Der Verlust wird dann nach 2016 vorgetragen und vorrangig vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen abgezogen.

Sie können auch nur einen Antrag auf die o.g. Verlustfeststellung stellen. Beachten Sie aber, dass durch die Neufassung des § 10d Abs. 4 S.4, 5 EStG eine Verlustfeststellung nicht mehr möglich ist, wenn bereits eine bestandskräftige Veranlagung für diesen Zeitraum durchgeführt worden ist.


Hinweis:

Meistens "verpuffen" derartige Altverluste, weil die Studiengänge - wie in Ihrem Fall - gegen Ende eines Jahres abgeschlossen werden und dann eine Aufnahme einer Tätigkeit erfolgt.

Das hat zur Folge, dass die erstmalig erzielten Einkünfte nach Abzug von Sonderausgaben bereits so niedrig sind, dass keine oder kaum Steuer festgesetzt wird.

Die Einkünfte vor Abzug der Sonderausgaben sind allerdings meist hoch genug, als dass die Altverluste diese übersteigen.

Beispiel:

Das ab November 2016 erzielte Bruttogehalt beträgt 3.500 €. Insgesamt sind in diesem Jahr Werbungskosten iHv 2.000 € geleistet worden. Ergibt Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit von 5.000 €.

Ausgehend davon, dass keine weiteren Einkünfte vorliegen, beträgt die festzusetzende ESt für 2016 bereits 0,00 €.

Damit in 2017 der Höhe nach noch Verluste aus 2015 berücksichtigt werden können, müssen diese mindestens 5.001 € betragen, um Ihre Einkünfte in 2016 zu übersteigen. Dann haben Sie in 2017 genau 1 € zusätzlichen Werbungskostenabzug, sofern Ihre Werbungskosten in 2017 bereits 1.000 € übersteigen.

Einnahme als Freier Mitarbeiter in Steuererklärung für 2016 oder in Steuererklärung für 2017 angeben?

Hallo Forum

Ich (Rentner) habe einen Vertrag als Freier Mitarbeiter von 01.11.2016 bis 30.10.2017. Ende Dezember 2016 habe eine Rechnung für die Monate November und Dezember 2016 geschrieben, das Geld wurde Mitte Januar 2017 überwiesen.

Muss ich diese Einnahme in der Steuererklärung für 2016 (Rechnungsdatum) oder erst nächstes Jahr in der Steuererklärung für 2017 (Zuflussdatum) angeben?

Das hat Einfluss auf die Änderungsfestsetzung des vorläufigen Krankenkassenbeitrages durch den Steuerbescheid. (Da zuwenig gezahlte KK-Beiträge nachgezahlt werden müssen, zuviel gezahlte jedoch nicht rückerstattet** werden habe ich zunächst mal ein niedriges Einkommen für die Berechnung des vorläufigen Beitrages angegeben.)

In den Antworten für einen anderen Fragesteller (Kleinunternehmer) waren gegensätzliche Kommentare - einmal Rechnungsdatum - einmal Zuflussdatum als entscheidend genannt worden; was ist (in meinem Fall) richtig?

Vielen Dank für eine Klarstellung von steuerdau

...zur Frage

Unterhaltsanspruch bei verschwiegenem parallelem Zweitstudium

Sehr geehrte Damen und Herren,

die 23jährige Tochter meines Mannes aus erster Ehe studiert im 6. Semester Biologie. Durch die Uni und den Anwalt wurde uns im Februar 2012 mitgeteilt, dass sie voraussichtlich im Sommersemester 2012 – d.h. jetzt) das Studium mit dem Bachelor abschließen würde. Der Notendurchschnitt würde dies voraussehen lassen. Ein Masterstudium wäre angestrebt.

Anfang August baten wir um Nachweis, dass sie sich für das Masterstudium eingeschrieben habe.

Ende August (letzte Woche) bekamen wir die Mitteilung, dass die Tochter seit dem Wintersemester 2011/2012 ein paralleles Zweitstudium mit Schwerpunkt physische Geographie begonnen hat.

Des Weiteren wurde uns mitgeteilt, dass sie voraussichtlich beide Studien im Wintersemester 2012/2013 abschließen wird.

Durch das Zweitstudium wurde der Abschluss des Erststudiums quasi verzögert.

Weiterhin wäre nach den Bachelorabschlüssen im Rahmen des „konsekutiven Masterprogramms“ der Studiengang Landschaftsökologie angestrebt.

Frage: Hat die Tochter durch das Verschweigens des Zweitstudiums und/oder der dadurch entstandenen Verzögerung ihr Recht auf Unterhalt evtl. verwirkt?

Mit freundlichen Grüßen- Carmen

...zur Frage

Zweitstudium Minijob in der Steuererklärung angeben? Werbungskosten schieben...

Hallo,

habe Mitte 2013 nach meinem Masterstudium angefangen zu arbeiten und möchte jetzt von 2010-2012 die Verlustvorträge mit ein meine Einkommenssteuererklärung einbeziehen.

Nun zu meiner Frage: Ich hatte während dieser Zeit kontinuierlich einen Minijob mit 400€ Verdienst.

Zeige ich beispielsweise für 2010 einen Verdienst von 4800€ und Werbungskosten von 5000€ auf, dann werden die kompletten Werbungskosten mit dem Verdienst verrechnet. Ist das korrekt oder ginge es gar nicht, weil ich keine Steuern gezahlt habe? Ich möchte ja nach Möglichkeit die kompletten Werbungskosten in das Folgejahr übertragen und nicht mit meinem Minijob verrechnen.

Weiß da jemand etwas konkretes drüber?

Vielen Dank schonmal.

Viele Grüße Christian

...zur Frage

Bleibt Verlustvortrag bestehen trotz Lohnsteuererstattung?

Ich habe 2017 mein Masterstudium (=Zweitstudium) beendet und die letzten vier Monate des Jahres dann Einkommen aus Lohnarbeit erhalten, wobei monatlich Lohnsteuer gezahlt wurde (insgesamt ~ 1100€ Lohnsteuer). Auf das gesamte Jahr 2017 gesehen habe ich 9300€ Einkommen erhalten, das ist nur knapp über dem Grundfreibetrag von 8820€. Das heißt ja, dass ich nur 480€ zu versteuerndes Einkommen hätte und damit fast die komplette Lohnsteuer von 1100€ zurückerstattet bekommen sollte, wenn ich es richtig verstanden habe.

Nun möchte ich auch für die vergangenen vier Jahre des Studiums noch Steuererklärungen nachreichen, um vom Verlustvortrag der Werbungskosten zu profitieren.

Wie würde ein theoretischer Verlustvortrag aus den letzten vier Jahren dann mit der Situation in 2017 verrechnet werden?

Wir der Verlustvortrag dann um die 480€ gemindert, weil das mein jährlicher Einkommensgewinn war? Falls nach dieser Differenz noch etwas übrig bleiben sollte, wird der Verlust dann in 2018 weiter überführt? Oder kommt da noch die Werbungskostenpauschale zum tragen, die mir ja im Prinzip schon gewährt wurde, wenn ich es richtig verstanden habe?


...zur Frage

In welche Steuererklärung? Abfindung Februar 2017 erhalten (erstritten), auf Lohnsteuerausdruck für 2016!?

Hallo zusammen,

ich bin ein bisschen am Verzweifeln.

Folgendes:

Arbeitgeber hat mir August 2016 gekündigt. Aufgrund eines Rechtsstreits habe ich im Februar 2017 eine vom Arbeitsgericht erstrittene Abfindung von 1000 € erhalten. Die Stelle war Vollzeit und im Büro, mein eigentlicher Bruttolohn monatlich wäre 2000 € gewesen. Jedoch hat mein alter Arbeitgeber die Abfindung auf den Ausdrucke der Lohnsteuerbescheinigungen für 2016 abgerechnet.

Nun habe ich die Abfindung in der Steuererklärung für 2016 nicht mit abgerechnet. Wohl gemerkt die Abfindung wurde voll versteuert. Rausbekommen habe ich ca. 700 €.

Jetzt habe ich die Steuererklärung für 2017 angefangen.

Meine Frage:

Hätte ich die Abfindung in 2016 angeben müssen, obwohl mir die Zahlung erst 2017 zugegangen ist? Kann ich die Abfindung auch noch in 2017 angeben?

Oder muss ich mich beim Finanzamt jetzt wegen Unterschlagung selbst anzeigen?

Was muss ich denn jetzt machen? Und wo muss ich es eintragen wenn noch möglich?

Vielen Dank und schönen Abend.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?