Nebenberuflich Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

Guten Tag miteinander,

ich hab folgendes Anliegen und würde mich über paar Meinungen und Einschätzungen freuen:

Ich arbeite derzeit Vollzeit und habe noch eine 450 EUR Anstellung im Familienunternehmen meines Vaters (Logistikbetrieb). Hier möchte ich demnächst noch mehr mitarbeiten. Bin grad am LKW-Führerschein samt Berufskraftfahrerqualifikation dran.

Jetzt ist es so, wenn ich ja über die 450€ hinauskomme wird mir die Lohnsteuerklasse 6 auf den Zweitjob gehauen. Find ich aber nicht so toll und ich muss hierfür eine andere Lösung finden, da ich in der Steuererklärung für diese Tätigkeit nichts angeben kann was mir steuerlich hilft (Ich hab keinerlei eigene Ausgaben/Investitionen für diese Tätigkeit). Für Steuerklasse 6 will ich nicht arbeiten.

Würde es Sinn machen ein Kleinunternehmen nach §19 UStG zu gründen? Hier kann ich ja bis 22.000 EUR umsatzsteuerfrei arbeiten und hätte keine Abgaben. Dann könnte ich als Externer für meinen Vater arbeiten. Als Kleinunternehmer wäre ich auch steuerlich flexibler, da es durchaus sein kann, dass ich mal einen Monat kaum arbeite und nur 100/200 EUR verdiene und im nächsten Monat viel Zeit aufwenden kann und sogar über 1200 EUR komme. 

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

Muss ich in Hinblick auf Sozialversicherungen was beachten? Gibt es Nachteile oder Grundlegendes was ich übersehen hab oder andere Möglichkeiten, die besser sind?

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Abgesehen von der Betrachtung durch wfwbinder ist es auf der Ebene des Arbeitslohns Quatsch.

Hier:

Für Steuerklasse 6 will ich nicht arbeiten.

Warum nicht?

Hier wird ja im Vergleich zur letztlich festzusetzenden Einkommensteuer zu wenig Lohnsteuer einbehalten, so dass es zu einer Nachzahlung kommt.

Wenn du die fürchtest: Auch das Einkommen als Unternehmer muss der Einkommensteuer unterworfen werden und dann kommt es eben da zur Nachzahlung. Wo ist der Unterschied?

Zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung bist du sowohl mit Lohnsteuerklasse 6 als auch als Unternehmer verpflichtet, also auch hier kein Unterschied.

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

Das verstehe ich nicht. Was ist damit gemeint?

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Wie sieht das ganze nun aus wenn ich eine feste Artbeitnehmerstelle habe meine Frau aber Freiberuflerin.

Da sieht es ganz genauso aus, denn die Steuerklasse 4 ist dieselbe Tabelle wie die Steuerklasse 1.

Ich habe immer gehört man würde als verheirates Paar weniger Abzüge haben.

Ich habe mal gehört, was kleine Känguruhbabies machen, wenn sie mal pullern müssen. Hab es aber leider vergessen.

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Das Finanzamt und das Gewerbeamt sind natürlich insbesondere hinter solchen Verbrechern her, die im Jahr 300 Euro einnehmen und - nach Abzug der Ausgaben - vielleicht 100 Euro übrigbehalten davon.

Auch wenn da nichts an Steuern bei rumkommt und man also deshalb gar keine hinterziehen kann, Ordnung muss sein.

Unter 8 Jahre Sibirien wird das wohl nichts werden, fürchte ich. Und die Kinder und Kindeskinder bis ins siebte Glied tun mir jetzt schon leid.

Also, ich würde folgende Vorgehensweise empfehlen:

  1. Geld einsacken

Hoffe, ich konnte helfen.

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Wo willst du denn weiterkommen?

Okay, gucken wir mal ganz langsam.

Zunächst hat sie Aktien gehabt, sonst könnte sie ja keine bekommen.

Dann hat sie Aktien verkauft, also hinterher keine Aktien mehr gehabt, sondern eine Forderung gegenüber dem Käufer.

Dann hat der Käufer alles bezahlt, und da hatte sie keine Forderung mehr, sondern ein Guthaben auf der Bank.

Bis hierher also immer derselbe Wert, ob nun als Aktien, als Forderung gegenüber dem Aktienkäufer, als Forderung gegenüber der Bank oder als klingende Münze im Handtäschchen.

An welcher Stelle genau hat sich jetzt ihr Endvermögen verringert?

Das mit den Steuern hab ich nicht verstanden.

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Sieh mal, hier hat jemand eine sehr ähnliche Frage gestellt:

https://www.finanzfrage.net/frage/2-taetigkeiten-unter-einer-steuernr

Und die wurde auch erschöpfend beantwortet.

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Kommt drauf an, um welche Steuererklärung es geht.

Bei der Umsatzsteuer wirst du doch ohnehin die IST-Versteuerung haben, so dass die Steuer noch gar nicht fällig geworden ist.

Zur Gewerbesteuer und zur Einkommensteuer siehe wfwbinder.

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Antrag auf Aufteilung der Steuerschuld, §§ 268 ff AO, stellen, und schon ist das Problem gelöst.

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Mal sehen.

Ohne Umsatzsteuer verkaufen kann man, wenn

  1. Eine Steuerbefreiung vorliegt
  2. der Verkäufer Kleinunternehmer ist
  3. Der Ort der Lieferung nicht in Deutschland ist.

Also:

Eine Steuerbefreiung könnte hier nach § 4 Nr. 1 b) UStG vorliegen. Um es kurz zu machen: Es scheitert am "neuen" Fahrzeug. Das Fahrzeug ist nicht "neu" im Sinne des UStG. Damit entfällt die Steuerbefreiung. Die würde sowieso nichts nützen, weil Italien dann halt italienische Umsatzsteuer festsetzen würde.

Ob das Unternehmen KU ist, weiß ich nicht. Das werden die wohl besser wissen.

Ort der Lieferung ist eindeutig Deutschland.

Fazit:

"Ohne Umsatzsteuer" könnte höchstens nach Tz. 2 klappen. Was aber auch nicht hilft, weil sie dann die Vorsteuer nicht abziehen konnten und sie deshalb mit einpreisen müssen.

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Ja, wenn man es richtig macht.

Das nennt sich Güterstandsschaukel.

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über 50% betrieblich Nutzung, daher muss ich das Auto doch theoretisch gezwungen ins Betriebsvermögen aufnehmen.

Kommt darauf an, wie weit über 50%. Solange es nicht 90% oder mehr sind, dann nicht.

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somit habe ich einen Endbestand im Haben von 20.000€.

Das kann ja wohl kaum sein.

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