Kann eine Versicherung bereits ausgezahltes wieder Geld anfechten?

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4 Antworten

Wenn das Gutachten bei 2500 € lag und die Versicherung nach Gutachten gezahlt hat ist normalerweise alles ok, es gibt eben günstige und weniger günstige Werkstätten. Das was in dem geschilderten Fall abgelaufen ist, ist natürlich völlig Panne, Du hättest die Einzelheiten vorher mit der Werkstatt besser besprechen müssen. Es kann jetzt dazu kommen das die Versicherung den Schaden direkt mit der Werkstatt abwickelt und von Dir die 2500 € zurück fordert.

Was Du tun kannst? Lass Dich überraschen! Unfälle sind nicht dazu da, dass sich Opfer daran bereichern, was Du anscheinend willst. Das findet im geltenden Recht keine Grundlage. Es gibt im Schadensrecht das, was man "Bereicherungsverbot" nennt. Es kann durchaus sein, dass die Versicherung die Differenz wieder zurück fordert. Es sei denn, ihr habt zusammen mit der Schadensregulierung eine Vereinbarung geschlossen mit dem Inhalt, dass mit der Schadensersatzzahlung alle gegenseitigen Ansprüche abgegolten sind. Das würde in beide Richtungen gelten.

Du hast schon Recht, aber es ist ja nichts Verbotenes daran, wenn etwas übrig bleibt, es dann auch zu behalten. Oder hat schon jemals einer bei einer Versicherung angerufen und gesagt ihr habt mir zu viel überwiesen bitte nehmt es euch wieder zurück!

Es ging darum das die Werkstatt mir einen Kostenvoranschlag mit € 2500.- vorlegt und plötzlich kostet es nur noch € 1500.- und die Werkstatt ist ein Kooperationspartner von der Versicherung. Als Otto Normal Verbraucher bekommt man, denke ich, nicht so einen guten Preis von der Werkstatt.

Daher ist es schon ärgerlich, wenn etwas übrig bleibt und man als Geschädigter nichts davon hat!

Aber zur Frage, könnte es sein das sich die Versicherung nicht meldet? Oder in der Regel eher schon?

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@bkillah

Vielleicht hast Du das mit dem "Bereicherungsverbot" falsch verstanden. Das ist ein juristischer Fachbegriff und zwar einer aus dem Schadensrecht und nicht etwa aus dem Strafrecht. Dieser Begriff bedeutet einfach nur, dass man nach dem Schadensfall nicht besser dastehen darf als ohne Schadensfall. Versicherungen achten auf so etwas schon und es ist deshalb -sofern es an der genannten Vereinbarung fehlt- durchaus möglich, dass man Rückzahlung der 1.000,-- Euro verlangt.

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an dem gesamten Ablauf ist allerdings nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Sehr oft kommt es vor, dass die Werkstatt die Rechnung an die Versicherung weitereicht. In dem Fall wirst du nicht drum herum kommen den überzahlten Betrag wieder zurückzuzahlen.

Du musst überhaupt nichts zurückzahlen!

Erstens sind Kfz-Sachverständige Fachleute und keine Idioten; das Gutachten muss zwangsläufig deutlich über 3.000 gelegen haben, denn eine Abrechnung der Versicherung auf Gutachtenbasis erfolgt in Deutschland immer ohne Mehrwertsteuer und abzüglich von Kosten, die nicht angefallen sind, z.B. Nutzungsausfall.

Hat also letztlich deine Reparatur mit MwSt. nur 1.500 gekostet, so sind definitv bestimmte Teile nicht getauscht worden - woraus folgt, das das Gutachten immer noch Bestand hat.

Das die Werkstatt die Rechnung an den Versicherer gesandt hat, ist vielmehr ein Glück für dich, denn nun wird dir auch Nutzungsausfall gezahlt.

Bitte schön! :-)

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