Kann eine Bank eine schriftliche (per Post eingereichte) Kündigung von einem verlangen?

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7 Antworten

Sicher viele Banken verlangen eine Kündigung in Schriftform. Ein Fax zählt normalerweise dazu. Es gab einen vergleichbaren Fall bei einem Stromanbieter. Der wollte ebenfalls Kündigungen nur per gelber Post und nur per Einschreiben mit Rückschein akzeptieren. Die wurde gerichtlich entschieden und ein entsprechender Passus in den AGBs für unwirksam erklärt. Ein Anbieter, egal ob Dienstleister oder Lieferungen von Waren, darf keinen bestimmten Weg der Kündigung bzw. Kontaktaufnahme vorschreiben. Aber bei Banken gibt es ja einige Ausnahmen wegen Geldwäschegesetz.

http://www.radziwill.info/Klausel-Kuendigung-nur-per-Einschreiben-Verstoss-dagegen-ist-unschaedlich


Wenn für die Kündigung die Schriftform vorgeschrieben ist, dann geht das Kündigen halt nur in Schriftform. Da noch ein ganzer Monat Zeit ist, kannst Du Dir das Versenden per Einschreiben zunächst sparen und auf eine Kündigungsbestätigung warten.

ender 27.09.2015, 18:39

danke. aber soweit ich das schreiben, das ich auf mein Fax erhalten habe, verstehe, gibt es ja keine Kündigungsbestätigung, weil ich zu früh meine Kündigung eingereicht habe. Ich muss also Ende Oktober bzw Anfang November per Post nochmal die Kündigung einreichen, weil die, die ich diese Woche per Fax geschickt hab, eben mangels postalischer Schriftform und mangels Einreichen per Post nicht gülgit ist.

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Mikkey 27.09.2015, 19:11
@ender

Eine Bestimmung, nach der das Aussprechen der Kündigung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes vorgeschrieben ist, wäre unwirksam.

Die Bank soll auch nicht die Kündigung vormerken, sondern entgegennehmen, und das hätte sie auch bereits im Februar 2015 tun müssen.

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ender 04.10.2015, 19:49
@Mikkey

kann es sein , dass irgendwo ein Missverständnis vorherrscht? was hat der Februar 2015 (das datum, dass du in deinem Kommentar erwähnt hast) mit meinem Fall zu tun?

ich hab mein Konto seit Januar 2015.

letzte Woche, also noch im September 2015, wollte ich , dass die Bank mein Konto (Tagesgeldkonto) nach Ablauf von 12 Monaten, also zum Ende Januar 2016, schließt. Diesen Kündigungswunsch meinerseits habe ich per Fax losgeschickt.

die Bank schrieb zurück, ich hätte die Kündigung zu früh ausgesprochen, bzw sie kann die Kündigung nur bis zu 3 Monaten vormerken, und ausserdem muss die Kündigung schriftlich und per Post erfolgen.

also muss ich jetzt nur bis Anfang November 2015 warten, also noch 1 Monat, und meine Kündigung nochmal per Post losschicken.

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Es ist meist so, dass es für die Kündigung eines Tagesgeldkontos der Schriftform bedarf. Eine Kündigung, die mündlich gegenüber einem Mitarbeiter der Hotline der Bank ausgesprochen, oder der Bank per E-Mail zugesendet wird, ist nicht rechtswirksam!

Kündige also besser noch einmal schriftlich zum rechten Zeitpunkt und lass Dir die Kündigung schriftlich bestätigen.

Das wird allerdings nicht von allen Banken so gehandhabt. Ich habe zum Beispiel bei der Bank of Scotland per Mail gekündigt und sie wurde anstandslos anerkannt.

ender 27.09.2015, 19:40

danke! hatte ich vor zu machen, also eben nochmal schriftlich per Post machen. MIch wunderte wirkliich nur, dass nicht mal Fax gut genug schien. immerhin wird fax im Geschäftsverkehr immer noch mehr akzeptiert (zumindest gerichtlich) als emails mit PDF scan. Ich hatte schließlich weder mündlich noch per email gemacht, sondern eben altmodisch per fax. (Mit Sendebericht, mach ich immer). Ich war auch vor ein paar jahren bei der BoS, stimmt, da gings auch anstandslos.

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Primus 27.09.2015, 20:21
@ender

So ist das nun mal.  Jede Bank  hat ihre eigene AGBs, an die wir uns halten müssen.

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Welche Klitsche ist das, die behauptet, dass man nicht an einem beliebigen Datum mit Frist von xx Monaten kündigen kann. Das könnte natürlich ein übler Trick sein, um sich wegen der Schriftform später auf eine nicht rechtswirksame Kündigung berufen zu können.

Dazu fehlt mir aber der Glaube.

Was sagen denn die AGB zur Kündigungsform? Wird das FAX erwähnt?

ender 28.09.2015, 18:06

danke ich werde heute abend in den AGBs gucken, war zu offentlich, dass ich natürlich nicht dran gedacht haben :)

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Wir wissen nicht, was in den AGB der Bank steht. An sich darf ein Anbieter nicht besondere Formvorschriften vorgeben. Die Frage ist, ob das Briefporto lohnt, sich darum zu streiten. 

ender 28.09.2015, 18:08

ich würde auch nicht um diese läppischen 62 cent streiten. Mir gings nur um Prinzip und darum dass ich verblüfft war, dass Fax anscheinend nicht gut genug ist, sondern es postalisch sein muss.

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Ja, wenn schriftliche Kündigung verlangt wird, ist das ein Brief. Alles andere ist nur Textform.


Viel Glück


Barmer


Wenn die Bank nicht will? Ja und? Dann lasse ich 0,01 € auf dem Konto stehen.

Fristen gibt es - anders als etwa bei Versicherungen - keine zu beachten, denn ein Tagesgeldkonto kann täglich gekündigt werden.

Sagt jedenfalls:

http://www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/tagesgeldkonto-kuendigen.html

ender 28.09.2015, 18:07

ich glaub nicht, dass es etwas mit nicht wollen zu tun hat. Sondern eben wie andere hier gesagt haben, es muss evt tatsächlich irgendwo in den AGBS versteckt sein, an die ich nicht gedacht hatte, reinzugucken. Ich war echt nur verblüfft, dass Fax nicht gut genug ist.

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