Kann ein Handwerker eine Begutachtung des Schadens abrechnen?

3 Antworten

Wenn er es kann, kann das Dir nur Recht sein, mit einer zweimaligen Anfahrt eines Handwerkers liegen die Kosten allemal über dem, was der Vermieter dir als Bagatellreparatur aufbürden kann.

Die Obergrenze für Instandhaltungs-/Instandsetzungskosten ist in meinem Mietvertrag festgelegt. Die vom Handwerker angedeuteten Kosten der noch durchzuführenden Reparatur belaufen sich auf ca. 140.- Euro. Damit ist die Obergrenze sowieso überschritten.

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@SvenAndreas

Da der Bearbeitungszeitraum abgelaufen ist, hab ich meine Korrektur nicht durch bekommen. Das wollte ich eigentlich schreiben:
Die Obergrenze für Instandhaltungs-/Instandsetzungskosten ist in meinem Mietvertrag festgelegt. Die vom Handwerker angedeuteten Kosten der noch durchzuführenden Reparatur belaufen sich auf ca. 140.- Euro. Damit ist die Obergrenze überschritten. Für die Anfahrt wäre die Obergrenze vermutlich nicht überschritten. Die Frage ist, wie das halt abgerechnet wird. Sind das zwei Rechnungen oder eine? Zwei Anfahrten habe ich jedenfalls nicht beauftragt.

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@SvenAndreas

Du kannst diese Angelegenheit getrost dem Vermieter überlassen. Die erste Anfahrt ist überhaupt keine Reparatur. Du zahlst schließlich pro Schaden bis zur Höchstgrenze, nicht pro Anfahrt.

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Mir ist nicht ganz klar, was Du unter Toilette und deren nicht näher beschriebenen Defekt verstehst und was genau in Deinem Mietvertrag für Kleinreparaturen und wie die zugehörigen Kosten geregelt sind.

Generell sind Kleinreparaturen keine Instandhaltungsmaßnahmen. Die Instandhaltungsmassnahmen und -kosten hat der Vermieter durchzuführen und zu tragen nach § 535 Abs 1 BGB.

Die mögliche Kleinreparaturklausel unterliegt einem zweifachen Maximierungsdeckel und sehr engen rechtlichen Grenzen, über die Du Dich hier informieren kannst:

https://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kleinreparaturen.htm

Wichtig ist auch, dass selbst bei einer wirksamen Kleinreparaturklausel der Mieter nicht Auftraggeber der Arbeiten sein darf, sondern nur der Vermieter!

Was wurde denn vereinbart?

Eine Reparatur wurde vereinbart. Ob eine Vorabbesichtigung üblich ist, um den Schaden genau einzuschätzen, vermag ich nicht zu sagen.

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Handwerkerrechnung bei Auftragsvergabe ohne Kostenvoranschlag

Liebes Forum,

ich würde mich über einen Rat oder eine Meinung zu einer Handwerkerrechnung freuen. In unserer Wohnanlage sind gesetzlich vorgeschriebene Wärmemengenzähler in die zentrale Warmwasserbereitung eingebaut worden.

Der Hausverwalter hat in der Annahme, daß es sich um eine "kleine Maßnahme" in der Größenordnung von EUR 500,- handelt, den Auftrag ohne Kostenvoranschlag an eine Handwerksfirma vergeben. Diese hat nun im Zuge der Arbeiten Teile der Heizungsanlage (Zulaufrohre etc.) erneuert, und uns eine Rechnung über EUR 5000,- präsentiert.

Auf die Frage hin, ob es nicht angemessen gewesen wäre, die Hausverwaltung oder die Hausgemeinschaft darüber zu informieren, daß voraussichtlich eine Rechnung über mehrere tausend Euro entstehen würde, hat der Handwerker sinngemäß geantwortet: "wenn niemand nach einem Kostenvoranschlag fragt, macht er auch keinen".

Daran, daß die berechneten Arbeiten durchgeführt wurden, gibt es keinen Zweifel. Allerdings war zum Zeitpunkt der Arbeiten bereits eine komplette Erneuerung der Heizungsanlage in der Diskussion, welche etwa EUR 10.000 kosten würde. Die Arbeiten an der alten Anlage für über 5.000 Euro waren demnach eine vollkommen sinnlose Investition.

Trägt Ihrer/Eurer Meinung nach der Handwerker oder die Verwaltung eine Mitschuld an dieser ärgerlichen Situation, und kann einer der beiden dafür belangt werden? Vielen Dank für alle Ratschläge!

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