Besteht Nachweispflicht für Handwerkerqualifikation?

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4 Antworten

WEnn Du Zweifel hast, kannst Du das bestimmt erfragen und ggf. eine Beschwerde auch über die Handwerkskammer (Ombudsmann) einreichen.

kannst Du das bestimmt erfragen

Danke. Mir fehlt die Rechtsgrundlage für die Auskunftspflicht.

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Die werden bei Dacharbeiten immer zu zweit kommen, da einer die Leiter halten muß :-)

Wenn auf Basis von Qualifikationen abgerechnet wird, dann kannst Du natürlich entsprechende Qualifikationsnachweise verlangen. Ich kann Dir ja auch nicht einen Senior-Berater berechnen, wenn in Wirklichkeit der frisch eingestellte Junior-Berater vor Ort war.

Im übrigen solltest Du auch den Vorarbeiter nachprüfen, denn als solche werden nicht irgendwelche (Gesellen) geschickt, sondern das sollten Meister bzw. Gesellen mit langjähriger Erfahrung und entsprechender Vorarbeiter-Schulung sein. "Vorarbeiter" ist primär nicht eine Funktion bei der Ausführung eines Auftrags, sondern eine Qualifikation.

Die Rechnung wäre damit nämlich falsch bzw. es wäre der Tatbestand des Betrugs, wenn Personen, die nicht die ausgewiesenen Qualifikationen besitzen, zu höheren Sätzen abgerechnet würden.

Daher würde ich einen netten Brief schreiben... "Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Rechnung über die von Ihrem Unternehmen bei mir am xx.xx.2014 ausgeführten Dachreparaturarbeiten haben ich erhalten. Sie verweisen dabei auf die Qualifikationen 'Vorarbeiter' und 'Geselle' als Grundlage des Leistungsnachweises. Ich bitte Sie um Übersendung von Kopien der fachlichen Ausweisungen Ihrer Mitarbeiter, die die Arbeiten ausgeführt haben." Dann solltest Du natürlich noch darauf achten, daß die Papiere, die dann übersandt werden, auch zu den beiden Nasen passen, die die Arbeiten ausgeführt haben.

Ich bitte Sie um Übersendung von Kopien der fachlichen Ausweisungen Ihrer Mitarbeiter

Danke hierfür. Kennst Du eine rechtliche Anspruchsgrundlage hierfür?

auch zu den beiden Nasen passen

Klar, denn in diesem Punkt weicht die Rechnung an einem Tag bereits von einer Nase ab. Aber ich will ja nun nicht tröpfchenweise an der Rechnung mäkeln. Stunden und Material waren übrigens korrekt.

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@LittleArrow

Die rechtliche Grundlage ist der Grundsatz der ordentlichen Buchführung. Man kann nicht Kekse abrechnen und Bananen liefern.

Wenn jemand nur die Namen der Personen hinschreiben würde mit einer Angabe der Stunden und Stundensätze, dann könntest Du hier wenig argumentieren, wenn die Personen stimmen.

Wenn jemand jedoch hinschreibt, daß es sich um einen Vorarbeiter handelt oder einen Gesellen, dann muß diese Qualifikation auch stimmen. Gibt es begründete Zweifel, fragst Du eben nach.

Rechtliche Grundlage wäre beispielsweise §14 Abs 4 Satz 5 UStG oder Du bemühst §242 BGB.

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Natürlich könnte man Vorlage des Gesellenbriefs verlangen. Ich bin mir sicher, dass ist auch nicht der einzige Beanstandungspunkt. Kaum ein Handwerker schreibt Arbeitsstunden korrekt auf, als Wegekosten werden Fantasiebetraege angesetzt und beim Arbeitsmaterial geschummelt was. das Zeug hält.

DH.

Du meinst es gibt Handwerker, die Stunden falsch aufschreiben?

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@wfwbinder

Natürlich runden die Handwerker Stunden auf. Mein Handwerker war nur 1,5 Stunden mein mir, auf der Rechnung stand 2 Stunden, also 30 Minuten mehr.

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Danke für Deine Meinung. Gibt es eine Rechtsgrundlage für die Vorlagepflicht des Gesellenbriefes bzw. das Einsichtsrecht?

Stunden und Material sind nicht das Problem, beides war korrekt. Aber z.B. die Namen waren nur teilweise korrekt.

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Hallo !

gib Jugend eine Chance ! Auch ein Betrieb muss jegliche Leute bezahlen.

Wurde den die Arbeit mies ausgeführt ? Warum hast dunicht angeboten die Leiter für lau zu halten und die Rechnung zu drücken ?

Für gewöhnlich lasse ich mir den Preis vorher nennen. Ob die dann mit 1,3 oder 5 Leuten plus Hund kommen ist mir wurscht.

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