Honorar- oder Nettotarife sind oft vorteilhaft. Die typischen Kosten eines Versicherungsmantels Fonds-gebundener Policen betragen lt. Literatur (M. Ortmann, Kostenvergleich) ca.4,5% (sog. Reduction in Yield). Wenn man eine Nettopolice verwendet, die nur eine RiY hat von ca. 1%, so spart man das Kostendelta von 3,5% aller Beiträge über die Laufzeit. 

Zu welchen Ergebnisse das führt, zeigt der folgende Sparrechner. Fiktiver "Zinssatz" wären dabei 3,5%.

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Notwendig ist aber natürlich eine Gegenrechnung der Kosten für eine Nettopolice. Bis vor wenigen Jahren gab es Nettopolicen praktisch nur über seriöse Honorarberater. In den letzten ca. zwei Jahren beobachte ich, dass auch unseriöse Anbieter hinzugetreten sind, die durch unmäßige Anfangskosten die Vorteile von Nettopolicen wieder aufzehren.

Es ist also weiterhin darauf zu achten, ob es sich um seriöse Angebote auf der Basis einer GESAMT-Rechnung handelt. 

Rebalancierungen nicht anders als bei "freiem" Depot, also meist ca. 1-2 x pro Jahr.

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Das sind schon gute Ansätze. Mit Fonds bleibt man flexibel, und das ist in jungen Jahren meist eine gute Idee! Der globale Aktienmarkt rentiert langfristig mit ca. 8% pro Jahr, davon gehen aber noch die Anlagekosten ab. Deshalb sollten diese minimiert werden. Es gibt sicher schlechtere Fonds als die beiden oben genannten, ich würde mir aber auch noch weitere Alternativen ansehen, vgl. im Link.

https://www.finanzfrage.net/tipp/was-aktien-investments-im-1-halbjahr-2014-erbracht-haben-sollten

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Kritik an Geldanlage / Altersvorsorge / Vermögensverwaltung erwünscht

Hallo zusammen, ich bin 34 Jahre alt verheiratet und habe ein Kind. Ich habe eine Lebensversicherung, eine betriebliche Altersvorsorge und wir wohnen in einem Mietshaus. Da wir wenig Miete zahlen und das Haus erben werden sind wir nicht an dem/einem Immobilienerwerb interessiert. Ich überlege mir gerade wie ich mein bisher erspartes sinnvoll anlegen kann. Im Moment schlummert es seit Jahren auf einem Tagesgeldkonto herum und ich bekomme sowenig Zinsen dass ich von dem doppelten Sparerfreibetrag garnicht profitieren kann und die Inflation langfristig alles zerstört. Tagesgeldkonto: 5-6 Netto-Monatsgehälter Rest (zwischen 50.000 und 100.000) würde ich gerne in ein Depot stecken. Vielleicht 60% Aktien (70% World 30% Emerging Markets) und 40% Anleihen (hier habe ich noch keine Idee, kurzfristig / mittelfristig? Deutschland? Europa? Nur Staatsanleihen oder auch Unternehmen?) In den kommenden Jahrzehnten würde ich dann vielleicht die Aktienquote runterfahren (100-Lebensalter) und langsam auch Rohstoffe hinzumischen (bis 10-15%). Das ganze würde ich gerne mit ETF´s realisieren. Mich reizen zwar auch der ARERO oder der db x-trackers Portfolio Total Return UCITS ETF 1C aber ich würde gerne mehr am Ball bleiben. Vielleicht nehme ich die beiden auch Anteilig mit ins Portfolio um sie im Auge zu behalten. Ich bin mir noch nicht sicher wie ich damit anfange. Ich bin mir bewusst dass niemand sagen kann wann in Gegenwart oder Zukunft ein Einstieg gut getimt ist, aber im Moment sind alle Kurse hoch und ich möchte es zumindest ein wenig strecken. Vielleicht alle paar Monate für ein Nettogehalt.

Das sind erstmal so meine Ideen, ich würde mich über Kritiken und Ideen sehr freuen!

Vielen Dank Euer Fichtenelch

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Bei soviel eigenem Interesse an Anlagefragen würde ich zunächst ein gutes Fachbuch empfehlen zur weiteren Absicherung der eigenen Ideen. Ein sehr rationaler Ratgeber ist etwa das Buch von G. Kommer: http://www.amazon.de/Die-Buy-Hold-Bibel-Anleger-langfristigen/dp/3593389711/ Die genannten Fonds sind in vielen Fällen bereits eine gute Basis, ich nutze sie auch regelmäßig.

Ansonsten gibt es auch eine Kurz-Zusammenfassung des o.g. Buches, vgl. den Link im Kommentarfeld.

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Eine Rentenversicherung sollte man nur einsetzen, wenn man noch eine lebenslange Absicherung benötigt hinsichtlich seines Grundbedarfes. Bei Vorhandensein einer GRV mit zusätzlichem Riestervertrag und klassischer Rentenversicherung scheint das aber nicht der Fall zu sein.

Eine weitere fondsgebundene Rentenversicherung dürfte im allgemeinen nicht zielführend sein. Zwar sind die angesprochenen Steuervorteile richtig, entscheidend ist aber der Vergleich mit freiem Fondssparen, bei dem vor allem die Kosten eines Versicherungsmantels nicht zusätzlich anfallen. Da diese im Bereich zwischen 1 und 2,5% p.a. des Sparvolumens ausmachen zusätzlich zu den Fondskosten, reichen die Steuervorteile im Regelfalle nicht aus, die Kosten des Versicherungsmantels einzuspielen.

Ein global ausgerichtetes und gut gestaltetes "freies" Fondsdepot mit geeigneten kostengünstigen Fonds dürfte viel eher geeignet sein und die beste Rendite erzeugen.

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Nein, eine Direktversicherung ist nicht verpfändbar oder beleihbar. Dies ist im Betriebsrentengesetz eindeutig geregelt.

http://www.gesetze-im-internet.de/betravg/__1b.html

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Die Entscheidung ist persönlich zu treffen, ich kann aber eine mathematische Hilfestellung geben:

  1. Der FT Fonds hat von 1996 bis 2013 eine Durchschnittsrendite erzielt von 6,18% p.a. (von 70 € auf 194 €)

  2. Der Dax hat im selben Zeitraum 8,74% p.a. erzielt (von 2.300 Indexstand auf 9.560)

  3. Wenn alles verkauft würde und künftig weiterhin 6,18% p.a. erzielt würden, dann kämen nach Abzug der Abgeltungssteuer nur noch 4,55% Rendite p.a. netto heraus (73,6% davon). Allerdings werden auch derzeit schon ca. 0,6% p.a. an Abgeltungssteuer abgeführt auf die ca. 40% an Dividenden.

  4. Um in der Nettobetrachtung Rendite-"neutral" zu bleiben, müßten künftig statt 6,18% dann 8,4% p.a. an Brutto-Rendite erzielt werden. Das ist möglich, aber dauerhaft eher schwierig, weil der Aktienmarkt historisch ca. 7-8% p.a. erwirtschaftet. Man müßte also schon ein etwas höheres Risiko eingehen (z.B. via Small Caps), um höher zu gelangen.

  5. Die derzeitige Besteuerung von ca. 2,5% p.a. an Dividendenerträgen macht ca. 0,6% Renditeverlust aus p.a.

  6. Fazit: Bei identischem Risiko wird es ein anderer Dax-naher Fonds schwer haben, die nötigen 1,6-2,2% p.a. an dauerhafter Zusatzrendite zu erzeugen. Wohl eher halten.

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Die folgende Webseite ermöglicht es, durch Klick auf die Spaltenbezeichnung "TER in % p.a" alle verfügbaren ETFs nach Kosten ("Total Expense Ratio" = Gesamtkostenquote) sortieren zu lassen. Ebenso ist eine Sortierung möglich nach Fondsgröße oder Wertentwicklung.

https://www.justetf.com/de/find-etf.html?assetClass=class-equity&country=DE

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Ein Auszahlplan ist nur eine andere Form der privaten Kapitalanlage. Dafür gelten deshalb dieselben Regeln wie für ein übliches Wertpapier-Depot: Die Kapitalerträge sind steuerpflichtig mit 25% zzgl. Soli + ggf. Ki.-Steuer oberhalb des Freibetrages von 801 € / 1.602 € (vh).

Eine Auswirkung auf die KV-Pflicht ist weder bei privat Versicherten noch bei gesetzlich Versicherten gegeben.

Ausnahme: Zinsen zählen bei den sehr wenigen freiwillig in der gesetzlichen KV Versicherten als Einkünfte mit, die zu verbeitragen sind. (hierbei gibt es keinen Sparerfreibetrag, aber evt. Werbungskosten dürfen abgezogen werden).

Woran man noch denken sollte, ist ein Vergleich mit Fondsauszahlplänen, z.B. aus schwankungsarmen Mischfonds, die häufig 3-5% Jahresrendite erwirtschaften, während die besten Bankauszahlpäne es bestenfalls auf 2,5% p.a. schaffen.

http://www.biallo.de/finserv/rechnerinframe/Sparplan/Auszahlplanrechneri.php

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Eine höhere Steuerbelastung in einer Abfindungssituation ist nicht ungewöhnlich. Im folgenden Link wird die Systematik der Besteuerung ein wenig erläutert, auch ein Steuerrechner ist integriert.

Es besteht auch die Möglichkeit, im Abfindungsjahr durch bestimmte Vorsorgeaufwendungen die Steuerbelastung deutlich zu senken.

http://www.finanzfrage.net/tipp/wie-optimiere-ich-die-nettoquote-meiner-abfindung

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Wenn es sich um eine Rentenversicherung handelt, gibt es keinen Todesfallschutz. Allerdings lassen sich ggf. eine Rentengarantiezeit, Beitragsrückgewähr oder Hinterbliebenenschutz bei Todesfall als zusätzliche Optionen einschließen, was die Rentenhöhe negativ beeinflussen würde. Tut man all dies nicht, so erzielt man für sich selbst "automatisch" die maximale Rente mit seinem Beitrag.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenversicherung_%28Erlebensversicherung%29

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Wie führt man ein Rebalancing bei einem Sparplan-Portfolio durch?

Hallo,

ich bespare ab Februar ein Portfolio das aus zwei ETFs und einem Rentenfonds besteht.

Mein Budget habe ich nun prozentual auf drei Töpfe aufgeteilt: 45%, 30% und 25%.

Durch die unterschiedliche Kursentwicklung werden die realen Anteile der drei Fonds am Portfolio dieser gewünschten Gewichtung nicht entsprechen.

WIe geht man hier das Rebalancing an?

Ich habe mir vier mögliche Strategien überlegt:

  1. Alle x Monate berechne ich die realen Portfolioanteile der drei Fonds. Daraufhin passe ich die monatlichen Raten so an, dass nach y Monaten die Balance wieder hergestellt wäre (natürlich unter einem gleichbleibenden Kurs).

Z.B. x = 12 Monate und y = 6 Monate

  1. Ich lasse die monatlichen Raten immer gleich. Ich berechne alle x Monate die realen Portfolioanteile und schieße durch Einmalkäufe frisches Geld nach um die Balance wiederherzustellen. Ggf. müsste man das bei zu großen Zukäufen splitten, so dass man nicht zu viele Anteile zu einem Zeitpunkt kauft.

Das setzt viel Geld zum Nachkauf voraus. Wäre bei mir aber ganz gut machbar, da ich mehrfach im Jahr Zusatzeinnahmen habe (UG, WG, Bonus, Steuerrückerstattung).

  1. Ich verkaufe Anteile der zu starken Fonds und kaufe dafür von den zu schwachen Fonds.

Die dritte Option gefällt mir gar nicht. Ich möchte ein Verkauf vermeiden, falls es irgendwie geht.

  1. Man könnte natürlich auch alle drei Stategien fahren und bei jedem Rebalancingzeitpunkt sich die attraktivste aussuchen.

Um nochmal auf meine Frage von oben zurück zu kommen, wie geht ihr das Rebalancing an bzw. wie würdet ihr für solch ein Sparplan-Portfolio das Rebalancing gestalten?

Danke.

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Ich selber führe Rebalancing primär mittels Nachkäufen durch. Man sollte sich auch überlegen, ob zwei ETFs genügend Diversifikation bieten. Also vielleicht lieber noch weitere Segmente (z.B. Small Caps) mit aufnehmen, wenn das zum persönlichen Risikoprofil passt. Das muss ja nicht unbedingt via Sparplan erfolgen, sondern z.B. durch Einzelnachkäufe, wenn genügend Liquidität zur Verfügung steht.

Wer selber gestalten will, sollte sich unbedingt intensiver mit der Materie befassen. Mit Hilfe der Literatur von Gerd Kommer etwa. Ansonsten besser einen Berater hinzuziehen.

https://www.justetf.com/de/education/rebalancing.html

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Nach einem Aspekt hatte ich noch gesucht. Es läge nämlich eine "schädliche Verwendung" als bAV vor, wenn der Antrag auf Kapitalauszahlung früher als 12 Monate vor dem Ausscheiden gestellt würde mit der Folge nachträglicher Aberkennung der Steuerfreiheit während der Beitragszahlung.

vgl. BMF-Schreiben, Nr. 177 unterer Abschnitt.

http://www.bav-recht.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=8

... Erfolgt die Ausübung des Wahlrechtes innerhalb des letzten Jahres vor dem altersbedingten Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, so ist es aus Vereinfachungsgründen nicht zu beanstanden, wenn die Beitragsleistungen weiterhin nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei belassen werden....

Eine etwas spätere Auszahlung hingegen ist unkritisch, es muss aber mindestens das 60. Lebensjahr vollendet sein.

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