Honorar- oder Nettotarife sind oft vorteilhaft. Die typischen Kosten eines Versicherungsmantels Fonds-gebundener Policen betragen lt. Literatur (M. Ortmann, Kostenvergleich) ca.4,5% (sog. Reduction in Yield). Wenn man eine Nettopolice verwendet, die nur eine RiY hat von ca. 1%, so spart man das Kostendelta von 3,5% aller Beiträge über die Laufzeit. 

Zu welchen Ergebnisse das führt, zeigt der folgende Sparrechner. Fiktiver "Zinssatz" wären dabei 3,5%.

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Notwendig ist aber natürlich eine Gegenrechnung der Kosten für eine Nettopolice. Bis vor wenigen Jahren gab es Nettopolicen praktisch nur über seriöse Honorarberater. In den letzten ca. zwei Jahren beobachte ich, dass auch unseriöse Anbieter hinzugetreten sind, die durch unmäßige Anfangskosten die Vorteile von Nettopolicen wieder aufzehren.

Es ist also weiterhin darauf zu achten, ob es sich um seriöse Angebote auf der Basis einer GESAMT-Rechnung handelt. 

Rebalancierungen nicht anders als bei "freiem" Depot, also meist ca. 1-2 x pro Jahr.

...zur Antwort

Die Entscheidung ist persönlich zu treffen, ich kann aber eine mathematische Hilfestellung geben:

  1. Der FT Fonds hat von 1996 bis 2013 eine Durchschnittsrendite erzielt von 6,18% p.a. (von 70 € auf 194 €)

  2. Der Dax hat im selben Zeitraum 8,74% p.a. erzielt (von 2.300 Indexstand auf 9.560)

  3. Wenn alles verkauft würde und künftig weiterhin 6,18% p.a. erzielt würden, dann kämen nach Abzug der Abgeltungssteuer nur noch 4,55% Rendite p.a. netto heraus (73,6% davon). Allerdings werden auch derzeit schon ca. 0,6% p.a. an Abgeltungssteuer abgeführt auf die ca. 40% an Dividenden.

  4. Um in der Nettobetrachtung Rendite-"neutral" zu bleiben, müßten künftig statt 6,18% dann 8,4% p.a. an Brutto-Rendite erzielt werden. Das ist möglich, aber dauerhaft eher schwierig, weil der Aktienmarkt historisch ca. 7-8% p.a. erwirtschaftet. Man müßte also schon ein etwas höheres Risiko eingehen (z.B. via Small Caps), um höher zu gelangen.

  5. Die derzeitige Besteuerung von ca. 2,5% p.a. an Dividendenerträgen macht ca. 0,6% Renditeverlust aus p.a.

  6. Fazit: Bei identischem Risiko wird es ein anderer Dax-naher Fonds schwer haben, die nötigen 1,6-2,2% p.a. an dauerhafter Zusatzrendite zu erzeugen. Wohl eher halten.

...zur Antwort

Ein Auszahlplan ist nur eine andere Form der privaten Kapitalanlage. Dafür gelten deshalb dieselben Regeln wie für ein übliches Wertpapier-Depot: Die Kapitalerträge sind steuerpflichtig mit 25% zzgl. Soli + ggf. Ki.-Steuer oberhalb des Freibetrages von 801 € / 1.602 € (vh).

Eine Auswirkung auf die KV-Pflicht ist weder bei privat Versicherten noch bei gesetzlich Versicherten gegeben.

Ausnahme: Zinsen zählen bei den sehr wenigen freiwillig in der gesetzlichen KV Versicherten als Einkünfte mit, die zu verbeitragen sind. (hierbei gibt es keinen Sparerfreibetrag, aber evt. Werbungskosten dürfen abgezogen werden).

Woran man noch denken sollte, ist ein Vergleich mit Fondsauszahlplänen, z.B. aus schwankungsarmen Mischfonds, die häufig 3-5% Jahresrendite erwirtschaften, während die besten Bankauszahlpäne es bestenfalls auf 2,5% p.a. schaffen.

http://www.biallo.de/finserv/rechnerinframe/Sparplan/Auszahlplanrechneri.php

...zur Antwort

Wenn es sich um eine Rentenversicherung handelt, gibt es keinen Todesfallschutz. Allerdings lassen sich ggf. eine Rentengarantiezeit, Beitragsrückgewähr oder Hinterbliebenenschutz bei Todesfall als zusätzliche Optionen einschließen, was die Rentenhöhe negativ beeinflussen würde. Tut man all dies nicht, so erzielt man für sich selbst "automatisch" die maximale Rente mit seinem Beitrag.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenversicherung_%28Erlebensversicherung%29

...zur Antwort

Wie führt man ein Rebalancing bei einem Sparplan-Portfolio durch?

Hallo,

ich bespare ab Februar ein Portfolio das aus zwei ETFs und einem Rentenfonds besteht.

Mein Budget habe ich nun prozentual auf drei Töpfe aufgeteilt: 45%, 30% und 25%.

Durch die unterschiedliche Kursentwicklung werden die realen Anteile der drei Fonds am Portfolio dieser gewünschten Gewichtung nicht entsprechen.

WIe geht man hier das Rebalancing an?

Ich habe mir vier mögliche Strategien überlegt:

  1. Alle x Monate berechne ich die realen Portfolioanteile der drei Fonds. Daraufhin passe ich die monatlichen Raten so an, dass nach y Monaten die Balance wieder hergestellt wäre (natürlich unter einem gleichbleibenden Kurs).

Z.B. x = 12 Monate und y = 6 Monate

  1. Ich lasse die monatlichen Raten immer gleich. Ich berechne alle x Monate die realen Portfolioanteile und schieße durch Einmalkäufe frisches Geld nach um die Balance wiederherzustellen. Ggf. müsste man das bei zu großen Zukäufen splitten, so dass man nicht zu viele Anteile zu einem Zeitpunkt kauft.

Das setzt viel Geld zum Nachkauf voraus. Wäre bei mir aber ganz gut machbar, da ich mehrfach im Jahr Zusatzeinnahmen habe (UG, WG, Bonus, Steuerrückerstattung).

  1. Ich verkaufe Anteile der zu starken Fonds und kaufe dafür von den zu schwachen Fonds.

Die dritte Option gefällt mir gar nicht. Ich möchte ein Verkauf vermeiden, falls es irgendwie geht.

  1. Man könnte natürlich auch alle drei Stategien fahren und bei jedem Rebalancingzeitpunkt sich die attraktivste aussuchen.

Um nochmal auf meine Frage von oben zurück zu kommen, wie geht ihr das Rebalancing an bzw. wie würdet ihr für solch ein Sparplan-Portfolio das Rebalancing gestalten?

Danke.

...zur Frage

Ich selber führe Rebalancing primär mittels Nachkäufen durch. Man sollte sich auch überlegen, ob zwei ETFs genügend Diversifikation bieten. Also vielleicht lieber noch weitere Segmente (z.B. Small Caps) mit aufnehmen, wenn das zum persönlichen Risikoprofil passt. Das muss ja nicht unbedingt via Sparplan erfolgen, sondern z.B. durch Einzelnachkäufe, wenn genügend Liquidität zur Verfügung steht.

Wer selber gestalten will, sollte sich unbedingt intensiver mit der Materie befassen. Mit Hilfe der Literatur von Gerd Kommer etwa. Ansonsten besser einen Berater hinzuziehen.

https://www.justetf.com/de/education/rebalancing.html

...zur Antwort

Nach einem Aspekt hatte ich noch gesucht. Es läge nämlich eine "schädliche Verwendung" als bAV vor, wenn der Antrag auf Kapitalauszahlung früher als 12 Monate vor dem Ausscheiden gestellt würde mit der Folge nachträglicher Aberkennung der Steuerfreiheit während der Beitragszahlung.

vgl. BMF-Schreiben, Nr. 177 unterer Abschnitt.

http://www.bav-recht.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=8

... Erfolgt die Ausübung des Wahlrechtes innerhalb des letzten Jahres vor dem altersbedingten Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, so ist es aus Vereinfachungsgründen nicht zu beanstanden, wenn die Beitragsleistungen weiterhin nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei belassen werden....

Eine etwas spätere Auszahlung hingegen ist unkritisch, es muss aber mindestens das 60. Lebensjahr vollendet sein.

...zur Antwort

Erfüllen Rentner bestimmte Vorversicherungszeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung, werden sie automatisch pflichtversichertes Mitglied in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR).

Dieser Fall ist gegeben, wenn ein Versicherter seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der 2. Hälfte des Berufslebens gesetzlich krankenversichert war.

Wenn diese Voraussetungen vorliegen, beträgt der KV-Eigenbeitrag dann 8,2% der Rente zzgl. Pflegeversicherungsbeitrag von 2,05% (Kinderlose: 2,3%), also insgesamt 10,25% (10,5%).

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/rentner/

...zur Antwort

Fraglich ist ja schon mal, was die "beste Art" sein könnte. Wenn ich mal unterstelle, es soll die wahrscheinlichste Art sein, so lautet die Antwort: Nein.

Bei vermieteten Immobilien (und auch bei sonstigen Anlagen) ist der Einstandspreis ganz entscheidend sowie die verbundenen Risiken bzgl. Instandhaltung, Mietausfallrisiko, Finanzierung. Nur wer nicht zu teuer einsteigt (max. das 17-20-fache einer Jahresnettomiete) und bei guter Lage, kann mit akzeptabler Rendite rechnen.

Mehr als 3-4% p.a. an Mietrendite sind aber nach Kosten kaum zu erzielen. Angesichts des hohen Beschäftigungsgrades mit einer vermieteten Immobilie kein toller Wert.

Nach den historischen Daten der letzten 100 Jahre sind Aktien die profitabelste Anlageklasse, mit dem - für viele leider abschreckenden - Begleitumstand, dass deren Kurse stark schwanken. Das braucht aber niemanden abzuschrecken, der ebenso lange investiert ist wie überlicherweise mit einer Immobilie, also mehr als 10 Jahre, denn langfristig wird man entschädigt mit einer hohen Risikoprämie von 6-9% p.a. Damit kann man also viel wahrscheinlicher sein Vermögen ausbauen.

Von dem geringen Teil von ca. 5% der Bevölkerung abgesehen, die eine große Karriere machen oder eine erfolgreiche Selbständigkeit erreichen, gilt wohl eher:

"Wer nichts erheirat oder erbt, bleibt ein armer Teufel, bis er sterbt."

http://www.finanzfrage.net/tipp/sinnvoll-anlegen-im-niedrigzinsumfeld

...zur Antwort

Ich denke, ein regelmäßiger persönlicher Kontakt wäre wünschenwert, nicht wahr? Dann würde ich zunächst renommierte Vermögensverwalter in regionaler Nähe ansteuern und 2-3 Vorgespräche führen sowie Angebote erbitten. Dann würde ich mir deren Investment-Philosophie erläutern lassen. Auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle.

Letztlich bleibt es immer eine persönliche Entscheidung, und das Bauchgefühl der Person/Institution gegenüber spielt ein wichtige Rolle.

...zur Antwort

Der "Rentenfaktor" ab Alter 65 Jahre beträgt ca. 38, d.h. bei 50.000 € und zehn Jahren Rentengarantiezeit wäre eine garantierte Sofortrente von ca. 190 € pro Monat zu erwarten, die bei entsprechenden Überschüssen noch weiter ansteigt.

Als zusätzliche Fragen wären zu beantworten::

  • Ist eine lebenslange Zusatzrente tatsächlich notwendig?
  • Darf das Kapital verzehrt werden oder soll möglichst viel erhalten bleiben?
  • Soll die Möglichkeit der zwischenzeitlichen Kapitalentnahme bestehen?
  • Soll das Kapital auch am Aktienmarkt angelegt sein mit höheren Chancen/Risiken für weitere Zuwächse? (jedoch ohne die einmal erreichte Rentenhöhe zu gefährden)?
...zur Antwort

Neue Police oder Zusatzbeiträge bei der InterRisk / SFRV und/oder myIndex

Guten Tag.

Vor zweieinhalb Jahren habe ich eine an sich recht gute Entscheidung getroffen, wie ich glaube. Durch verschiedene Informationen aus dem Netz und nach einer Empfehlung durch Finanztest habe ich am Telefon bei der InterRisk einen Fondssparplan im Versicherungsmantel mit größtmöglicher Freiheit bei gleichzeitig geringen Kosten abgeschlossen. Das gute Stück heißt SFRV – und glänzt mMn vor allem durch geringe Gebühren bei unregelmäßigen Beiträgen. Von 1000 Euro, die ich in die Privatreine stecke, gehen nur 0,5 Prozent für Kosten drauf. Davon könnte sich die Allianz durchaus mal eine Scheibe abschneiden. Wenn ich sehe, was da an Abschluss- und Vertriebskosten bei dürftiger Flexibiität und Fonds-Auswahl geboten wird... Na ja!

Jedenfalls habe ich neulich mit einem Freund gesprochen, der mir die myIndex ETF-Police der InterRisk angeboten hat. Ich würde den Vertrag zum Freundschaftspreis bekommen. Er lobt Kickback-Zahlungen (dürften bei ETF ja durchaus schmal ausfallen grins) und sonstigen geringen Kosten. Ich hatte nun überlegt die SFRV-Fonds (eben die mit Kickbacks) in einem neu abzuschließenden myIndex-Vertrag zu besparen und die ETFs in der alten SFRV.

Was haltet ihr von dem Plan? Besser nur einen Vertrag, den SFRV, und lieber mehr da rein stecken oder einen weiteren Vertrag abschließen? Hintergrund ist halt lediglich die Optimierung meiner Versicherungen. :-)

Lieben Dank für jede Antwort.

...zur Frage

Die Antwort zu den Kosten steht exakt im u.g. Link:

Die Gesamtkosten des Versicherungsmantels inkl. Fondsanlagekosten betragen bei 6% Rendite p.a. nur 4,44% - etwas abhängig vom Fonds, hier gewählt wurde einer von Fidelity. Das ist ein sehr günstiger Wert - eben der Wert einer sog.** Netto- oder Honorarpolice.**

Bei einer langfristigen Police würde ich mir überlegen, ob sich der größere Aufwand des Monitoring eines ETF-Portfolios lohnt - hier könnte der Aspekt "Bequemlichkeit" zugunsten des Fidelity sprechen. Ab und zu mal hinschauen würde ich auch da - es gibt ja noch andere Fonds im Angebot.

Das ITA-Institut (Dr. Mark Ortmann) bietet aus meiner Sicht sehr zuverlässige Kostenanalysen von Altersvorsorgeprodukten.

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CEAQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.ita-online.info%2FContent%2Fdownloads%2F2009%2F07_08_2009_Performance_Produktpruefung_InterRisk_Fonds_Rente_Tarif_AFRV_SFRV_HFRV.pdf&ei=X41JUovxN4vMswb71IHYCg&usg=AFQjCNFbBxq9IZPA8UmXzZdTFej8IUxT0Q&bvm=bv.53217764,d.Yms

...zur Antwort

Anlagevorschläge Sparkasse

Einen schönen guten Tag !

Da unsere Deka-Anlage in vielen Jahren eine durchschnittliche Rendite von 0,6% gebracht hat, war mein Plan, diesen sechsstelligen Betrag zu verkaufen und bei einer Direktbank als Tagesgeld anzulegen.

Der Bankberater sagte aber, daß alle Direktbanken unseriös und unsicher sind und riet uns zur Anlage einer der folgenden 4 Anlagen.

Was haltet Ihr so davon?

1. Carrara Zuwachsanleihe 09n/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thüringen HLB01L / DE000HLB01O

Laufzeit 6 Jahre

Zinsen= 1-2 Jahr = 1,5% Zinsen, 3.=1,6%, 4.=1,7%, 5.=1,8%, 6.=2%

Ausgabepreis = 100%

Rückzahlung = 100% des Nennbetrages am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 1,5% des Nennbetrages

2. Inflationsanleihe 09a/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thüringen HLB00y / DE000HLB00y5

Laufzeit = 8 Jahre

Zinsen = 1 Jahr lang 3%. Danach richtet sich der Zins an der Inflationsrate, mindestens aber 1%

Ausgabepreis = 101,50% (1,5% Ausgabeaufschlag)

Rückzahlung = 100% auf den Nennbetrag am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 2,25% des Nennbetrages

3. Geldmarktfloater 09a/2013

Helaba Landesbank Hessen-Thürigen HLB00U DE000HLB00U3

Laufzeit = 8 Jahre

Zinsen = Mindestens 1,6%, Höchstens 4%

Ausgabepreis = 100,85% (0,85% Ausgabeaufschlag)

Rückzahlung = 100% auf den Nennbetrag am Ende der Laufzeit

Transaktionskosten = 1,2% des Anlagebetrages oder Mindestentgelte zzgl. weitere Kosten wie z.B. Börsengebühren

zzgl. laufende Kosten

Vertriebskosten = 1,85% des Nennbetrages

4. GIA- Rentenplan.

Gesellschaft für Industrieberatung AG

Man entscheidet selbst, ob und wieviel man sich ausschütten lassen möchte.

Oder wäre es besser, aufgrund der Steuerfreiheit beim Verkauf des Dekabestandes (Kauf vor 2009), alles so zu lassen wie es ist?

Herzlichen Dank

...zur Frage

Ohne die Zielsetzungen für die Anlage zu kennen, ist keine spezifische Antwort möglich. Wenn man unterstellt, dass die Anlage nicht lfd. verzehrt werden soll als Rentenzubrot, dann wäre ein höherer Sachwertanteil bei längerfristiger Ausrichtung zu empfehlen.

Sämtliche empfohlenen Anleihe-Produkte machen wenig Sinn, da die Kombination von geringer Rendite bei üppigen Kaufgebühren wiederum zu ca. "0,6% Rendite" führen dürfte. Alter Wein in neuen Schläuchen. Da wäre sogar ein Tagesgeld bei einer guten Direktbank noch rentabler (ca. 1,5% derzeit) - wäre aber vermutlich nicht optimal, dort alles zu parken.

http://www.finanzfrage.net/frage/welches-sparprodukt-ist-euer-liebstes#answer631767

...zur Antwort

Die lfd. Kosten eines Versicherungsmantels liegen meist zwischen 6 und 12% (vgl. Vertragstext, "Kleingedrucktes") der Einzahlungen. Bei beitragsfreien Versicherungen fallen nur Teile dieser Kosten an. Von mind. 5% p.a. kann man aber meist ausgehen. D.h., wenn die in der RV enthaltenen Fonds weniger als ca. 5% Wertzuwachs pro Jahr erzielen, dann dürfte das Vertragsguthaben auch insgesamt sinken.

Ich empfehle, die Versicherung erneut zur Nennung der Kosten aufzufordern, ggf. hilft ein Hinweis auf die mögliche Einschaltung des Ombudsmannes: http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Alternativ kann man die Wertentwicklung einige Monate lang anschauen und selber kalkulieren, was verloren geht. Dabei ist dann die Differenz zu betrachten zur Wertentwicklung der Fonds im selben Zeitraum.

...zur Antwort

Seit 01.01.2013 gibt es auch für Finanzberater bzw. -vermittler eine vorgeschriebene Sachkundeprüfung, vgl. Link zur FinVermV.

Oder man hat bereits entsprechende Berufs-Qualifikationen. Besser als die vorgeschriebene Mindest-Sachkundeprüfung sind die ganzheitlich orientierten IHK-Ausbildungsgänge zum Fachberater für FDL (ca. 1 Jahr auf Basis entsprechender Vor-Qualifikation oder sogar zum Fachwirt für Finanzberatung (ein weiteres Jahr nach dem Fachberater, also insgesamt 2 Jahre Fortbildung).

Der Fachwirt ist die höchste fachpraktische Qualifikation, davon gibt es nur ca. 10.000 in Deutschland (bei ca. 250.000 Finanz- und Versicherungsvermittlern insgesamt).

http://www.buzer.de/gesetz/10153/a176072.htm

...zur Antwort

Ja, diese Regelung durch das GMG hat auch rückwirkende Geltung erlangt:

"Diese Verpflichtung ist nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) beschlossen worden und gilt damit auch für alle Direktversicherungen, die vor dem Jahr 2004 abgeschlossen wurden. Bei der Auszahlung einer Direktversicherung (oder Pensionskassenzahlung) wird die Gesamtsumme hinsichtlich der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf einen Zehn-Jahres-Zeitraum umgelegt."

Einziger Trost mag sein, dass sämtliche gezahlten KV-Beiträge steuerlich voll abzugsfähig sind.

http://www.finanztip.de/tip/finanzen/betriebsrente-gesetzliche-krankenversicherung.htm

...zur Antwort

Nein, der Arbeitgeber darf nicht beurteilen, was man selber an künftigem Einkommen erwartet. Ob man sich selbständig macht oder z.B. eine Weltreise, geht den alten AG nichts mehr an - nur das Finanzamt im Folgejahr. Deshalb sehe ich keinen Grund, weshalb das Januargehalt nicht als normales Monatsgehalt zu versteuern sein sollte. Siehe weitere Informationen im u.g. Link.

http://www.finanzfrage.net/tipp/wie-optimiere-ich-die-nettoquote-meiner-abfindung

...zur Antwort

Die Ausdrucksweise zu Versicherungsmaklern ist wirklich "grob vereinfacht". Es gibt sehr wohl auch eine Menge an qualifizierten Versicherungsmaklern, die "klassisch" auf Provisionsbasis arbeiten und dennoch gut beraten. Man sollte so etwas nicht "schwarz-weiß" betrachten. Eine gründliche Auswahl ist aber wichtig.

Zur Frage nach guten Honorarberatern empfehle ich z.B. dieses Portal: http://verbraucher.confee.de/Honorarberatersuche/

...zur Antwort

Riester Banksparplan übersparen / überzahlen

Hallo :)

Ich habe den Banksparplan vor kurzem abgeschlossen, Laufzeit 37 Jahre, keine Kosten, Mindestverzinsung + Kopplung an Umlaufrendite. (Zur Info: er dient als SICHERER BAustein in der Altersvorsorge, es existieren noch ein gewöhnlicher Fonds-Sparplan, ein fest verzinster Sparplan ohne Fonds, und vor den Unisex -Tarifen kommt noch eine gewöhnliche private Rentenversicherung)

Ich habe nun mal eine grundsätzliche Frage zum Riester Banksparplan:

mir ist klar, - dass man, um volle Zulagen zu erhalten, 4% seines Vorjahres-Bruttos einzahlen muss - dass man max. 2100€ Einzahlung pro Jahr steuerlich gefördert bekommt

Was ist nun, wenn ich mehr als diese 2100€ pro Jahr einzahle?

Szenario 1: Was passiert, wenn die Bank das im Vertrag ablehnt --> kündigt sie? Wird das überzahlte einfach nicht verzinst?

Szenario 2: die Bank duldet Überzahlungen und verzinst sie auch, wie wird das steuerlich behandelt? In Grunde bezahle ich ja auf jeden 1€ ,den ich über die 2100€ einzahle, doppelt Steuern weil die Steuerbegünstigung fehlt, ist der Denkansatz soweit korrekt?

Der Grund, warum ich überhaupt soweit denke: Stichwort Schonvermögen. Wir wissen, dass im äußersten Fall des Falles eines HArtz IV EIntritts ein Schonvermögen anrechnungsfrei verbleibt (750€/Lebensjahr). Im Lauf der nächsten Jahre komme ich da drüber (Fonds-Sparplan, herkömmlicher Sparplan, priv. Rentenversicherung, normale Rücklagen auf Tagesgeldkonto).

Nur der Riester-Sparplan ist def. Hartz IV sicher, also könte man dort ja feißig einzahlen, um sein Vermögen zu "schützen"; und dieses finanzielle Polster entsprechend auszubauen, und das halt Krisensicher falls der Super-Gau Hartz IV eintreten sollte.

ISt diese Überlegun soweit korrekt?

...zur Frage

"Überzahlungen" in einen Riester-Banksparplan sind möglich. Die entsprechend überzahlten Beiträge werden steuerlich behandelt wie Einzahlungen in einen privaten Sparplan bzw. eine Rentenversicherung. Sie dürften damit auch nicht zum Schonvermögen zählen.

...zur Antwort

Fragen zu Riester bei Ehepaar (Unmittelbar und Mittelbar Zulagenberechtigt)

Hallo liebe Community,

ich habe einige Fragen zu Riester in der speziellen Konstellation von meiner Frau und mir und würde mich über eure Antworten freuen. Ich habe auch schon sehr viel im Internet recherchiert, konnte aber nicht die passenden Infos finden bzw. habe auch schon viel widersprüchliches gelesen.

Folgende Ausgangssituation:

Ich bin Angestellter mit rentenversicherungspflichtiger Tätigkeit und bin somit unmittelbar Riester-Zulagenberechtigt. Seit mehreren Jahren bespare auch schon einen Riester-Fondssparplan (DWS TopRente Dynamik) mit ca. 1600€ jährlich. Der Riester wird momentan nicht mit der maximalen Zulagen bespart! Hierfür wären die 2100€ abzüglich der Grundzulage (154€) notwendig.

Meine Frau ist angestellt und einem berufständischem Versorgungswerk (Bayerische Ärzteversorgung) angeschlossen und somit von der Rentenversicherungspflicht befreit. Das heißt meine Frau erfüllt nicht die Vorraussetzung für die unmittelbare Riesterförderung. Durch meine Tätigkeit und meinen Riester-Vertrag wäre sie allerdings mittelbar zulagenberechtigt und könnte somit auch einen Riester-Vertrag abschließen.

Kinder sind aktuell noch nicht vorhanden, allerdings in Planung (1-2 Kinder).

Folgende Fragen stellen sich mir jetzt:

  1. Können meiner Frau durch Abschluß eines Riester-Vertrages Probleme bezüglich Rentenzahlung o.ä. bei ihrem Versorgungswerk entstehen?

  2. Meine Frau würde auf Grund ihres Einkommens mit einem relativ geringen Eigenanteil die maximale Zulage (+ evtl. spätere Kinder-Zulagen) erhalten. Gibt es hier noch etwas zu beachten? Ich habe bspw. schon gelesen, dass zuerst der unmittelbar zulagenberechtigte Riester-Vertrag (= mein Riester) mit der maximalen Zulage bespart werden muss, bevor der mittelbar zulagenberechtigte Riester-Vertrag (= Riester von meiner Frau) überhaupt Zulagen erhält. Das kann ich mir so aber eigentlich nicht vorstellen... Die beiden Verträge sind doch voneinander vollkommen unabhängig, oder?

  3. Was passiert, wenn einer von uns zwei stirbt? Würde der Riester dann auf die andere Person übertragen werden? Und würde meine Frau die Zulagenberechtigung verlieren, wenn ich versterben würde?

Als Riester-Form hätten wir einen Banksparplan ausgesucht, weil es noch einige Unwägbarkeiten (Immobilien-Kauf, Berufswechsel, etc.) gibt. Ich denke, dass es noch nicht das "finale" Altersvorsorge-Konzept ist, aber der Riester-Banksparplan bietet zumindest die Flexibilität um auf Veränderungen reagieren zu können und im Moment nicht auf die Riester-Förderung zu verzichten.

Danke für euere Antworten...

Viele Grüße,

Scribble

...zur Frage

Pflichtversicherte Mitglieder in Versorgungswerken erhalten keine Riesterförderung, auch nicht über einen "mittelbaren" Vertrag. Es wäre aber kein Problem, evt. Kinderzulagen auf den eigenen Vertrag zu nehmen.

...zur Antwort

Doch, das ist möglich. Das liegt an der sog. "Fünftelregelung", die (nur) für die Abfindung gilt, nicht hingegen für das Basiseinkommens des Jahres. Je höher das Basiseinkommen ist, desto stärker "verliert" die Abfindung. Das kann im Extremfall bis zu einer Besteuerung von 4 x 44,3% führen, das wären dann 177% auf den letzten Abfindungs-Euro.

Wie man das vermeidet? Eine Abfindung sollte man möglichst am Anfang eines neuen Kalenderjahres vereinnahmen. Vielleicht läßt sich das ja noch vereinbaren?

http://www.finanzfrage.net/tipp/was-hilft-zur-optimierung-von-abfindungs-situationen

...zur Antwort