Ein Teil des Geldes in einem Fremdwährungskonto parken? Wann macht das Sinn?

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5 Antworten

Über dieses Thema gab es eine Untersuchung.

Fazit der Untersuchung: Der deutsche Mittelstand hat in Erwartung steigender Leitzinsen die Geldanlage überwiegend auf Cash umgestellt. Ein Teil ist in Festgeld und auf Fremdwährungskonten angelegt. Für Mittelständler ist das Tagesgeldkonto eine wichtige Kontoform für die Kapitalanlage.

Datenquelle: http://www.fh-mittelstand.de/fileadmin/pdf/Publikationen/Ergebnisbroschuere_2013_Studie_4.pdf

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Wenn Du nicht davon ausgehst, daß der Euro als Währung vom Angesicht dieses Planeten verschwinden wird (und damit eine Anlage in Gold, Platin etc. sinnvoller wäre), dann bedeutet das, daß Du eine ganz übliche Spekulation auf einen Wechselkurs durchführen möchtest. Das wird man idealerweise nicht in Fremdwährungskonten mit vollem Kapitaleinsatz und Risiko tun, sondern über gehebelte Produkte auf bestimmte Währungspaare.

Einziger Fall, in dem das Fremdwährungskonto wirklich eine Risikoreduktion darstellt, ist der bei Unternehmen, die Geld in einer Fremdwährung (z.B. USD) sowohl einnehmen, als auch ausgeben müssen. Sie sparen sich dadurch doppelte Konversionen und damit die Spreads. Selbst dann ist jedoch bei einem entsprechenden Ungleichgewicht (z.B. mehr Einnahmen in USD als Ausgaben in USD) nur ein Teil über das Fremdwährungskonto abzuwickeln, während der Rest ggf. per Hedging wieder über Hebelprodukte abgesichert würde.

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Deiner Frage ist schon zu entnehmen, dass es Dir auf eine Spekulation ankommt, weil Du dem Euro nicht traust. Mir ist völlig unklar, was Dein Misstrauen konkret für Dich bedeutet.

Denkst Du, dass der Euro abgelöst wird? Selbst in diesem Falle gäbe es kein Währungsvakuum, sondern eine wie immer genannte Ersatzwährung.

Der heutige Umtausch in eine Fremdwährung wäre im Falle einer Währungsreform ganz sicher nicht die von Dir gewählte Fremdwährung. Egal, welche Währung Du wählst, gehst Du ein Fremdwährungsrisiko ein, also ein Kursveränderungsrisiko, ein Konvertierungsrisiko, ein Zahlungsrisiko und ein mögliches Zahlungsmoratorium. Hinzukommt das wirtschaftliche Solvenzrisiko der von Dir ausgewählten Anlagebank, wenn für diese nicht die deutsche oder EU-Einlagensicherung gilt.

Hohe Zinserträge für Deine Anlagenbeträge kannst Du bei keiner relevanten Fremdwährung erwarten.

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das macht dann Sinn, wenn die Fremdwährung ggü. dem Euro an Wert gewinnt. Einen anderen Vorteil sehe ich hier nicht.

Würdest du Auswandern in einen anderen Währungsbereich vorhaben oder Anschaffungen in einer anderen Währung, dann mag das sinnvoll sein. Aber "nur", weil du dem Euro nicht traust, sehe ich keine Motivation, aus dem Euro auf diese Weise zu fliehen.

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Was spricht für/gegen ein Fremdwährungskonto?

Hast Du die Frage zum Roulettespiel gelesen? Genauso ist es, wenn man Fremdwährungskonten eröffnet ohne vom Thema wirklich eine Ahnung zu haben. Wenn Du trotzdem eine konkrete Empfehlung haben willst: Man traut dem US-$ zu, sich gegen den Euro stärker zu entwickeln. Dieser Rat ist ohne Gewähr und ich würde bei dem Anlagevolumen das Du uns hier ja mal mitgeteilt hast (waren doch 60 TEUR?!?) nicht gerade auch noch das Fremdwährungsrisiko mit an Bord nehmen.

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