Deka Struktur 4 Chance - könnt Ihr den Fonds für eine Riesteranlage empfehlen?

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Überlege mal, was Du eigentlich an sonstigen Anlagen noch hast. Wenn Du bereits über einen Portfolio an Wertpapieren verfügst (z.B. per Sparplan laufend Fondsanteile gekauft werden) und über eine eigengenutzte Immobilie verfügst, dann kannst Du durchaus davon ausgehen, daß Aktienmärkte und Immobilien als Anlageklassen schon abgedeckt sind. In diesem Fall ist zur Ergänzung vielleicht nicht ein kompliziertes Umschichtungskonstrukt, das ohnehin nur in einem kleinen Teil der Ansparphase zum Tragen kommt, sinnvoll, sondern eine klassische Riesterrente - nicht fondsgebunden.

Es gibt praktisch zu allen Deka-Fonds immer bessere Alternativen. Es gibt auch Anbieter von Altersvorsorgeverträgen, die ein größeres Fondsspektrum anbieten.

Die Anfangsphase eines Riestervertrags ist durch hohe Abbuchungen von Gebühren gekennzeichnet. Dadurch wird praktisch nur ein kleiner Teil der Einzahlungen wirklich angelegt. Die langsam stattfindende Partizipation an Aktienmärkten wird durch die notwendigerweise konservative Werterhaltungsstrategie konterkariert. Man trägt also entweder das volle Risiko ohne Garantien oder hat nur einen Bruchteil der tatsächlichen Marktperformance im Riestervertrag. Dritte Phase: gegen Ende des Vertrags, d.h. ab ca. 5-10 Jahren vor Ablauf, wird umgeschichtet und Anleihen stehen im Vordergrund. Da wir derzeit geringe Anleihezinsen sehen und über "Operation Twist" z.B. US-Staatsanleihen eine weitere Abflachung der Zinskurve sehen könnten, ist das zwar sicher, aber die fehlende Rendite könnte den Gewinn aus den aktienlastigeren Phasen deutlich reduzieren.

Mit anderen Worten: ja, das hört sich richtig gut an, aber keines dieser Konzepte hat mich aufgrund der genannten Besonderheiten wirklich überzeugt. Daher habe ich persönlich mich in Ergänzung meiner Direktversicherung für einen klassischen Riester-Vertrag bei der Debeka entschieden, die eigengenutzte Immobilie und ein Wertpapierdepot, das ich selbst verwalte.

Du solltest daher nicht nur den Werbeversprechungen trauen, sondern mal verschiedene Szenarien durchrechnen lassen. Was passiert, wenn die Aktienmärkte mit den üblichen 6-8% p.a. im Durchschnitt der nächsten 25 Jahre (oder was auch immer Deine Zeit bis zur Rente ist) steigen? Was passiert bei fallenden Märkten? Was passiert bei dauerhaft tiefen Aktienkursen? Was passiert, wenn Anleihen auch fallen?

Danke für die ausführliche Antwort, auch wenn ich nicht alles verstanden habe.

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Sparkassen Anlageberatung wahrgenommen - Frage zu Fonds

Hallo, ich hatte vergangene Woche nen Beratungstermin bei der Sparkasse. Es geht um eine Einmalanlage sowie 75 Euro, die ich monatlich besparen möchte. Empfehlung Fonds.

Die 10000 Euro könnte ich wohl in den Deka Immobilien Europa anlegen. Er erzählte mir etwas von Steuervorteilen (was meinte er damit?) bei den Ausschüttungen sowie eine Rendite von 4 % per Anno auf die letzten 10 Jahre. Jetzt hab ich im Internet geschaut, da steht bei dem Fonds an der Börse Stuttgart über 5% Minus auf 5 Jahre und im Kurs der Fondsgesellschaft das Plus von etwa 3,7% p.a...Jetzt bin ich verwirrt. Die 75 Euro monatlich könnten wohl in den Deka Struktur 4 Ertrag per Fondssparplan investiert werden. Das wäre wohl ne solide Basis.

Kurz zu meinen Bedürfnissen. Ich bin 21 Jahre jung und mag gerne eine bessere Rendite als auf dem Sparbuch. Ein zu hohes Risiko mag ich dabei nicht eingehen. Mir ist es wichtig, dass ich wie beim Sparbuch wenigstens eine Zinszahlung im Jahr erhalte. In diesem Fall nennt sich das ja Ausschüttung. Deshalb bin ich zur Sparkasse gegangen und habe dort nach ertragreichen Produkten gefragt. Habe im Internet etwas von Icomefonds gelesen. Das hat sich für mich positiv und verständlich angehört. Könntet ihr mir dazu ect etwas sagen. Ist das nur ein Trend wegen dem Niedrigzinsumfeld oder doch was sinnvolles?

An sich finde ich die Idee mit Fonds zu sparen ja gut. Kennt ihr andere ertragreichen Fonds, die mir jährlich nen Zins oder Ausschüttung auszahlen? Kann ich dieser Beratung folgen oder sollte ich mir noch nen anderen Berater nehmen. Kennt ihr Immobilienfonds, die ich mal mit dem Dekafonds vergleichen kann?

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Deka-Investmentfonds - Sparkasse

Hallo allerseits,

ich habe - so meine Meinung - vor zwei Wochen einen großen Fehler gemacht. Ich habe durch eine Lebensversicherung 11 000 Euro bekommen und diese auf mein Sparbuch bei der Sparkasse gelegt. Als ich dann einmal dort war um Geld abzuheben, hat mir eine Mitarbeiterin empfohlen einen Termin mit meinem Finanzberater zu machen um das Geld anzulegen. Ich muss sagen, dass ich mich nicht wirklich mit diesen Dingen auskenne (das mache ich mir gerade auch so sehr zum Vorwurf) und schon mein Leben lang bei der Sparkasse bin, weshalb ich auch ein relativ großes Vertrauen in diese Bank hatte. Bei dem Termin hat mit der Berater nach Gesprächen empfohlen, das Geld in einem Deka-Mischfonds anzulegen. Er hat mir das natürlich recht schmackhaft gemacht und gesagt, es sei auf jeden Fall besser, als das Geld auf dem Sparbuch zu lassen. Ich habe eingewilligt, weil sich für mich alles gut angehört hat und war erstmal froh, das Geld jetzt angelegt zu haben. Als ich jedoch zufällig mit einem anderen Vermögenberater gesprochen habe, hat dieser mir ins Gewissen geredet und gemeint, es sei total schlecht in Deka-Investmentfonds zu investieren, weil diese keine große Gewinnspanne hätten und die Bank und Deka ja auch gleich am Anfang 5 % von der Anlage kriegen. Zudem seien die Aktien im Moment schon so hoch, dass sie wahrscheinlich alle wieder runter gehen. Er hat mir dann geraten, den Fonds schnellstmöglich aufzulösen und den Berater zu fragen, ob die 5 % auf Kulanz erstattet werden können. Er wisse, dass die Sparkasse sowas ab und zu macht. Deshalb hat er mir empfohlen damit zu argumentieren, dass ich Studentin bin und nicht über viel Geld verfüge. Auch wenn ich das Geld nicht bekäme, sollte ich den Fonds seiner Meinung nach auflösen, weil die Gewinne zu niedrig seien und ich am Ende sehr wahrscheinlich Geld verliere. Ich mache mir riesige Vorwürfe, weil ich Studentin bin und 25 und es eigentlich besser wissen müsste. Ich habe dem Berater einfach vertraut, so idiotisch es auch klingen mag, weil er in meinem Alter war und sich alles gut angehört hat. Im Moment bin ich total ratlos, was ich jetzt machen soll und mit meinen Nerven ziemlich am Ende. Immerhin habe ich 500 Euro verloren, wenn ich den Fonds jetzt auflöse. Ich wollte fragen, was ihr mir empfehlen würdet bzw. was ich in meinem Gespräch nächsten Donnerstag zu meinem Berater sagen soll, da ich keine Ahnung habe, wie ich das angehen soll. Irgendwie fühle ich mich total über den Tisch gezogen, weil es mir vorkommt, als sei mein Unwissen total missbraucht worden. Ich weiß, sowas passiert wahrscheinlich jeden Tag, aber für mich ist das schon eine kleine Katastrophe, auch weil ich mir selbst ziemliche Vorwürfe wegen meines Unwissens mache. Ich danke euch bereits im Voraus für Antworten.

Mit freundlichen Grüßen Neutrogena

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