Betriebsvermögen selbst genutztes Grundstück?

5 Antworten

Möglich ist es schon. Offenbar sollen Wohnungen auf dem Grundstück vermietet werden, was wohl der Geschäftszweck ist. Jedenfalls verstehe ich die Angabe "fremde Wohnzwecke" so.

Doch ich bitte um eine Erläuterung, wozu man das tun sollte? In der Regel bringt das keinen Vorteil. Man kann mit gleichem Ergebnis vermieten, wenn das Grundstück im Privatvermögen ist.

Nein.

Eigene Wohnzwecke haben nichts Betriebliches an sich und fremde Wohnzwecke sind in der Regel Einkünfte aus Vermietung. Und damit auch nicht betrieblich.

Deine Antwort hört sich vernüftig an. Bist du sicher, dass deine Antwort auch richtig ist?

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@RedDevil1982

Na ganz sicher nicht, ich befasse mich erst seit 26 Jahren mit Steuerrecht, in so einer kurzen Zeit kann man nicht alles wissen.

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@RedDevil1982

Natürlich kann man Teile eines privaten Grundstücks oder Hauses in das Betriebsvermögen nehmen. Woher ich das weiß? Ich habe es selber schon mal gemacht

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@peter1975
Ich habe es selber schon mal gemacht

Selbst wenn (was ich nicht glaube): Das Sehring-Modell ist seit mindestens 5 Jahren tot.

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@peter1975

klar, Enno ist Steuerberater und hat anscheinend null Ahnung vom Steuerrecht.

bytheway: in der Fragesteller war von EIGENEN WOHNZWECKEN die Rede, und diese sind NIE Betriebsvermögen.

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@wurzlsepp6682

Das Modell heißt richtig "Seeling". Blöde Autokorrektur.

Hiernach war es zumindest bei der Umsatzsteuer mal möglich, das eigene Haus in die Unternehmenssphäre zu bringen und den Privatanteil umsatzzuversteuern.

Aber das funktioniert schon lange nicht mehr.

Bei den Ertragsteuern hat es sowieso noch nie funktioniert.

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Technisch gesehen, kann es möglich sein, aber es gibt extrem wenige Fälle, wo es steuerlich eine sinnvolle Lösung wäre.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Nein, du musst mindestens 10% betriebliche Nutzung haben, sonst kommst du aus dem notwendigen Privatvermögen nicht raus.

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Hallo wfwbinder,

Das Eigenkapital (EK) einer Körperschaft wird soviel ich gelesen habe in EK unterschieden, dass das Unternehmen erwirtschaftet hat und in EK welches aus den Einlagen der Gesellschafter besteht => Steuerliches Einlagenkonto.

Die Ausschüttung der Gewinne wird versteuert, die Ausschüttung der Einlagen zurück an die Gesellschafter ist steuerfrei.

Was bedeutet der Begriff „Neutrales Vermögen“ in diesem Zsh. oder allgemein?

Es wäre sehr nett, wenn du mir dies mal erklären könntest.

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@RedDevil1982

Ich habe einen Mandanten, der sich vorher von einem Schlaumeier von Nachbarn hat beraten lassen.

Der hat eine GmbH gegründet und eine Mietwohnimmobilie über die GmbH erworben, renoviert und nun vermietet.

Kaufpreis 200.000,-, Renovierungskosten ca. 250.000,-, durch die Vermietung ist der Wert nun aber ca. 550.000,- bis 700.000,- Euro.

Er wollte den Wert vor eventuellen Rückgriffen schützen, falls mal etwas in seinem Gewerbebetrieb schief geht.

Bis ich ihn aufklärte, dass man ihm nicht das Haus weg pfänden muss, sondern man sich einfach die GmbH Anteile pfänden kann. Oder seinen Rückzahlungsnspruch, weil er seiner GmbH ein Gesellschafterdarlehen gegeben hat.

Nur leider Pech, denn der Wertzuwachs des Grundstücks geht nun auf jeden Fall in den Gewinn der GmbH, während er das Haus im Privatvermögen nach 10 Jahren hätte steuerfrei verkaufen können.

Es gibt nur einen GRund ggf. mit GmbH zu arbeiten, wenn man pro Immobilie eine eigene Gesellschaft hat, die wieder eines Holding gehört. Da kann nämlich die Holding gleich die GmbH inkl. Haus verkaufen und bei der Besteuerung vom Holdingprivileg profitieren.

Mit neutralem Vermögen wird eine Teilgröße der Rücklagen lt Bil bezeichnet, die nicht gesondert festgestellt wird und die sich zusammensetzt aus

aa) den in der Schlussfeststellung des modifizierten VEK nach § 36 Abs 7 KStG enthaltenen Beständen beim EK 30, EK 01/EK 03, Negativbeständen beim EK 02 und EK 04 sowie aus einem Positiv- oder Negativbestand beim EK 40;

bb) den ab 2001 (bei abw Wj: 2001/2002) eintretenden stpfl oder stfreien Vermögensmehrungen bzw -minderungen;

cc) den Verringerungen durch Ausschüttungen und nabzb Ausgaben.

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@RedDevil1982

Was ich hier nicht verstehe:

Was hat nun plötzlich eine KapGes hier zu suchen?

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@EnnoWarMal

Das mit dem neutralen Vermögen ist wieder einen andere Sache.

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Totale finanzielle Ungleichbehandlung von erbberechtigten Geschwistern... was tun?

Hallo da draußen!

Aaalsoo, ich bin wohl in dieser typischen Situation, wie viele Andere, die in einer Familie immer völlig ungerecht behandelt wurden. Und zwar wurde mein Bruder seit je her in ALLEM (!) immer bevorteilt. Das fing in der Jugend an, als er Taschengeld bekam und ich nicht... und gipfelte irgendwann darin, dass er ein Grundstück von den Eltern bekam und ich nichts, was bis heute ungeänderter Stand de Dinge ist. Natürlich habe ich dieser "Familie" irgendwann den Rücken gekehrt und später von Dritten erfahren, dass ich ungewollt war, wenn nicht sogar ein Unfall aus einer Beziehung mit einem der Chefs meines angeblichen Vaters. Wie auch immer, Keiner weis was ganz Genaues. Soviel erst einmal zum Persönlichen.

Als nun meine Mutter vor über 10 Jahren verstarb, erfuhr ich vom Berliner Testament der Eltern und wußte dann, dass mein "Vater" Alleinerbe ist, was mir zu dem Zeitpunkt auch (noch) nichts ausmachte. Im Laufe dieser 10 Jahre hat sich mein angeblicher Vater aber leider zu einem regelrechten Ekel (moralisch gesehen) entwickelt und viele schlechte Dinge in meinem Leben angerichtet. Mein Bruder bekam weiterhin alle erdenklichen Vorzüge und Hilfen. Als ich mit meiner eigenen Familie dann irgendwann das Ekel endgültig verließ, erfuhr ich kurze Zeit darauf vom Verkauf des Hauses, das er von meiner Mutter geerbt hatte. Das ist jetzt etwa ein dreiviertel Jahr her. Auch davon habe ich nie einen Anteil erhalten. Hingegen sehe ich wie er sich in einer anderen Familie regelrecht einkauft und nun dort lebt und Alle mit seinem Geld unterstützt, in offensichtlicher Art und Weise. Man kann sagen, dass er seine Ungerechtigkeit regelrecht genießt und sich von seinen eingekauften "Freunden" am Hals lecken läßt... wie ein echtes Ekel eben.

Nun meine Frage: Gibt es irgend ein Gesetz oder irgend eine Möglichkeit, wie ich ihn finanziell belangen und zur Rechenschaft ziehen kann? Mir geht es dabi noch nicht einmal um das Geld, denn ich habe mir inzwischen eine eigene Zukunft aufgebaut und bin selbst Immobilienbesitzer. Mir geht es darum, moralisch Recht zugesprochen zu bekommen und ihn für sein abartig antisoziales Verhalten (das er im Übrigen nie begründen konnte!) anzuprangern. Ich weis, jetzt kommen die einen oder anderen Stimmen wie "hak es einfach ab" oder "was willst du mit so einem Thema hier?"... aber Leute, mir ging es wegen diesem Ekel psychisch oft schlecht und es reicht mir nicht zu wissen, dass er nach seinem Ableben in die Hölle fährt. Ich möchte ihm jetzt schon im irdischen Dasein den moralischen Prozess machen, denn wenn es einer verdient hat, dann er!

Habe ich iiirgendweine rechtliche Möglichkeit, ihn anzuklagen? Gibt es Härtefallgesetze, die in so einem Fall vielleicht greifen? Oder weis jemand einen Rat mit einem Fakt, an das ich jetzt vielleicht noch nicht gedacht habe? Mich interessiert auch, ob es andere Leute gibt, die Ähnliches erleben mussten und was die dagegen unternommen haben.

Danke für jegliche Antworten!

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