Ziemlich viel Polemik.

Egal ob die Werbung zu Steuererklärung irgendwas erzählt davon, dass manche Unterlagen nicht mehr mit der Steuererklärung eingereicht werden müssen. Man muss die Unterlagen trotzdem vorhalten.

Wenn das Finanzamt entscheidet, dass es Unterlagen sehen will, dann sind diese vorzubringen. Wenn ein Bescheid fünf Seiten hat, dann hat er fünf Seiten und nicht nur eine. Wenn nicht alle fünf Seiten vorgelegt werden, dann wurde der Bescheid nicht vorgelegt. Wenn Unterlagen nicht vorgelegt werden, dann darf das Finanzamt die Aufwendungen aberkennen.

Ein SB öffnet gar keine Post. Die Poststelle öffnet Post. Vertraulich bedeutet nur, dass die Post direkt vom Empfänger geöffnet wird. Kein Amtsleiter bearbeitet Fälle selbst. Der nimmt den Inhalt zur Kenntnis und schickt es dem SB zur Bearbeitung.

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Es gibt wunderschöne Rechtssprechung des Bundesfinanzhofes. Der Leitsatz war ungefähr:

"Die Auskunftspflicht nach § 93 AO der Finanzverwaltung geht allem vor, sofern die Anwendung von § 93 AO nicht explizit ausgeschlossen ist."

Lustiges Beispiel aus meiner eigenen Karriere: Dienstpläne die von der Bundeswehr als "Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch" eingestuft wurden, musste herausgegeben werden, wegen mehrerer lächerlicher Reisekostenabrechnungen.

Alles was das Finanzamt erhält unterliegt dann nämlich der höchsten Geheimhaltung in Deutschland, dem Steuergeheimnis.

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Für die Berechnung der Abschreibungsdauer ist das Alter des Wirtschaftsgutes egal; es geht nur um den Zeitpunkt der Anschaffung.

Du hast das Ding 2017 für 700 Euro gekauft, also kannst Du es bis 2020 abschreiben.

Wenn aber davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Nutzungsdauer aus tatsächlichen Gründen kürzer ist, als die übliche Nutzungsdauer laut AfA Tabelle, dann kann kürzer abgeschrieben werden.

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Woher weißt Du denn, dass Du 52.000 km im Jahr fährst, wenn Du das nicht auch nachweisen kannst?

Das Einkommensteuergesetz sagt einfach nur: Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten sind Aufwendungen, die blablabla.

Wenn Du was absetzen willst, musst Du einen Aufwand haben und den musst Du auch irgendwie nachweisen können.

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Sorgerecht heißt unter anderem, dass Du bestimmen darfst, wo er wohnt. Wenn Du ihm erlaubst beim Vater zu wohnen, dann ist das doch okay.

Es gibt aber auch noch eine Personenfürsorge. Du musst zumindest versuchen, darauf hinzuwirken, dass er eben nicht mehr schwarz fährt.

Zur Vermögenssorge gehört, dass Du darauf achten darfst, dass er nicht verschuldet wird. Zum Beispiel darfst Du seine Rechnungen aus seinem Vermögen bezahlen. Wenn Du eh so nett bist, ihm das Kindergeld zu überlassen, dann bezahl davon einfach die erhöhten Beförderungsentgelte.

Wo er gemeldet ist, ist wieder etwas anderes. Als Sorgeberechtigte darfst Du ihn auch an die richtige Adresse ummelden.

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Im Moment: Ja.

Krypto ist ein Boom. An den "alten" Kryptowährungen lässt sich nicht genug verdienen, daher sprießen andauernd neue Kryptowährungen aus dem Datenstrom.

Ich persönlich finde Sachen "strange" in der ich die Kryptowährung nur in einer anderen Kryptowährung erwerben kann. Der Rückfluss in mein echtes Geld geht dann auch nur über Umwege und ich muss jemanden finden, der die neue Währung haben will.

Ganz lustig wird es dann, wenn über einen ICO eine Währung gelauncht werden soll, bei der man seinen Beitrag aber in einer Kryptowährung bezahlen muss, welche man erst über eine große Kryptowährung wie den bitcoin erwerben muss.

Jede Kryptowährung kann theoretisch in ein Kopfwallet, aber wer macht das schon? Irgendwo will ich meinen Private Key hinterlegen. Die großen Währungen bieten Hard- und Softwarewallets, die neuen kleineren, haben nicht mal ein eigenes Softwarewallet, sondern nur Online und teilweise auch nur bei dem, der die Währung gelauncht hat.

Die Seiten, die Onlinewallets für mehrere Währungen anbieten. Wer steht dahinter? Welche Chance hab ich, Ansprüche geltend zu machen? Wer garantiert für meine "Währung"?

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Das ganze Krypto-Zeug ist gerade ein Hype der erstaunlich lang anhält. Ich glaube, keine Woche vergeht, ohne dass irgendwer eine neue Kryptowährung auf den Markt wirft.

Meine aktuellen Erfahrungen damit: Es gibt ein paar die Glück hatten; es gibt viele die kein Glück haben und jeden Tag steht ein Dummer auf.

Wie viele Kryptowährungen jetzt als das Wunder der Welt angepriesen werden, bei denen aber letztlich nur der, der sie launcht Geld sehen will... Und wie viele Leute dort einsteigen.

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Der Staat wird nicht arm, denn er zahlt ja nichts aus, was er nicht hat.

In Deinem Fall muss das Deutsche Unternehmen 1.900 Euro USt an den Staat zahlen und erhält einen Vorsteuererstattungsanspruch von 1.900 Euro. Für beide Beteiligten ein Nullsummenspiel.

Führt das Deutsche Unternehmen aber zum Teil steuerfreie Umsätze aus, hätte es nur anteiligen Vorsteuerabzug. Dann bekommt der Staat doch noch was ab.

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Die Vorgeschichte ist egal. Das Finanzamt hat eine Aufgabe und zwar den Vollzug der Steuergesetze.

Für die Entstehung von Steuerrückständen gibt es nur einen Grund, der Steuerpflichtige hat die Steuer nicht bezahlt. Aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz ergibt sich für die Finanzbehörde die Pflicht zu vollstrecken, denn 98% der deutschen Steuerzahler zahlen ihre Steuern und es kann der Allgemeinheit nicht zugemutet werden, dass 2% sich auf Kosten des Restes ein schönes Leben machen.

Zwangsvollstreckung erfordert nun mal, dass die Pfändung dahingeht wo das Geld herkommt. Und der Gesetzgeber verlangt, dass dem Pfändungsempfänger der Rückstandsbetrag mitgeteilt wird, damit dieser weiß, wie viel eigentlich gepfändet ist.

Das Erfüllen einer gesetzlichen Vorgabe ist keine Verletzung des Datenschutzes.

Wenn ihr einen Steuerberater habt, warum kümmert der sich nicht schon um die Sache?

Keine Sorge, wenn aus den Pfändungen kein Geld kommt, dann wird das Finanzamt sich um die Einleitung des Insolvenzverfahrens kümmern.

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Jein. Einerseits ist es eine Leistung die unabhängig von der sachlichen Steuerpflicht gezahlt wird.

Andererseits ist es eine Abschlagszahlung auf die steuerliche Wirkung des Kinderfreibetrages, sofern es eine gibt.

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Wenn die Insolvenz schon läuft, ist es zu spät.

Eines der ersten Dinge, die ein Insolvenzverwalter macht ist das unbewegliche Vermögen zu prüfen.

Wenn die ETW erst in den Jahren vor der Insolvenz an das Kind übertragen wurde, dann bestehen Anfechtungsmöglichkeiten und die Wohnung muss unter Umständen herausgegeben werden.

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Die Bank braucht die Steuer-ID damit sie ihren gesetzlichen Datenübermittlungspflichten nachkommen kann. Jedes Bankkonto muss mit seinen Grunddaten an das BZSt übermittelt werden, bzw. das BZSt kann die Konten abfragen.

Wenn es irgendwann vom Bundestag gewollt sein wird, denn die technische Umsetzbarkeit dürfte das kleinere Problem sein, dann wird die Steuer-ID Nr. das verbindende Merkmal und die abgeführte KapESt kann direkt zugeordnet werden. Dann läuft es wie bei der LSt, dass das FA die Mitteilungen schon hat und Deine Steuer angerechnet werden kann.

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Bis die Gewerbeanmeldung dann beim Finanzamt ist, bis die den Vorgang zugeordnet und bearbeitet haben. Bis die Post dann bei Dir ist.

Es kann gute zehn Arbeitstage dauern bis der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Dir ankommt.

Wenn der zur Zufriedenheit des FAs ausgefüllt wurde, dann gibt es auch einer Steuernummer.

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Das Geld ist im Einflussbereich Deines Vaters, also ist davon auszugehen, dass es das Geld Deines Vaters ist.

In einem Streitfall muss die Oma sagen, dass es alles ihr gehört und dies auch nachweisen.

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Auf einem Konto liegt nur Geld. So wie Dein Ex eine Unterhaltsverpflichtung hatte, so hat er auch eine Pflicht Rechnungen zu bezahlen.

Im Vollstreckungsbereich gilt grundsätzlich: "Wer zuerst kommt, malt zuerst", aber ein Unterhaltspfändung geht einer normalen Pfändung vor und zudem kann bei Unterhaltspfändungen der unpfändbare Betrag verringert werden.

Wenn Dein Ex es also nicht schafft trotz Pfändung den Unterhalt zu zahlen, schauen, dass Du eine Unterhaltspfändung nachschieben kannst.

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Du hast inzwischen erkannt, dass Du umsatzsteuerlich nur ein Unternehmen haben kannst.

Du kannst die freiberufliche Tätigkeit und das Gewerbe als einen "Betrieb" führen; dass ist allerdings dann ein Gewerbebetrieb, denn steuerrechtlich gilt "Gewerbe sticht".

Was die Rechnungen betrifft. Auf den meisten Rechnungen die ich in letzter Zeit bekommen habe, steht nur die USt-ID-Nr. Steuernummern werden immer seltener.

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Das FA sagt, keine Steuererklärung da.

Du musst jetzt beweisen, dass die Erklärung im Einflussbereich des FA gelandet ist.

Dann kommst Du, und sagst, Dein Elsterprogramm sagt aber, dass die Erklärung angekommen ist.

Dann sagt das Finanzamt, dass keine Erklärung da ist.

Dann sagst Du, dass Dein Elsterprogramm sagt, dass die Erklärung da sein muss.

Dann sagt das Finanzamt, dass aber keine da ist.

Dann wird es Dir irgendwann vielleicht zu blöd und Du klagst.

Dann kommt das Finanzgericht; dass schaut sich die Sache an und fragt das Finanzamt wo die Erklärung ist.

Das Finanzamt sagt, sie wissen es nicht. Die Überprüfung der Telenummer hat nichts ergeben, sie haben aber keine Daten und können daher nichts veranlagen. Clever wie immer, sagt das Finanzamt im Schlußsatz dann, dass der Kläger die Erklärung ja hätte jederzeit erneut übermitteln können, dann wäre ja Daten dagewesen, die man hätte veranlagen können.

Dann fragt das Finanzgericht Dich, was Du getan hast. Du sagst dann wahrheitsgemäß: Nichts, ich habe dem Finanzamt nur gesagt, wann die Erklärung übermittelt wurde.

Dann fragt Dich das Finanzgericht, warum Du die Erklärung nicht einfach ein zweites Mal übermittelt hast, wenn das Finanzamt gesagt hat, dass nichts da ist.

Die einzige Antwort die Dir dann vom Inhalt her möglich ist, ist: Weil es um das Prinzip geht.

Ende des Spieles: Klage abgewiesen. Dass Finanzamt kann nur veranlagen was da ist. So wie bei der Post mal eine Erklärung verschwinden kann, so kann auch im elektronischen Datenmeer ein Datensatz verschwinden. Dir wurde mehrfach mitgeteilt, dass die Erklärung nicht da ist und das das FA nichts veranlagen kann. Du hast jedoch auf etwas bestanden, was tatsächlich nicht umsetzbar ist.

Wenn der Finanzrichter einen guten Tag hat, dann nennt er Dein Verhalten querulantorisch und die Gebühren wirst Du auch noch tragen.

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Meine Glaskugel sagt, dass das Finanzamt eine Kontrollmitteilung über erhaltene Einnahmen von 6.525 Euro hat.

Das Finanzamt hielt es für unwahrscheinlich, dass diese Einnahmen in den erklärten Einnahmen enthalten sind und wollte von Dir weitere Angaben.

Da keine Angaben gemacht wurden, wurden die erklärten Einnahmen um die Einnahmen aus dem Kontrollmaterial erhöht.

Geändert wurde vermutlich nach § 173 AO.

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Die 50qm ins Verhältnis setzen ist natürlich falsch.

Für die Kaufpreisaufteilung nimmt das Finanzamt Deine 50qm und multipliziert sie mit den Regelherstellungskosten.

z.B. 50qm * 940 Euro (Wert geschätzt) = 47.000 Euro

Dann nimmt man den Miteigentumsanteil und multipliziert diesen mit der Fläche des Grundstückes und das Ergebnis wird mit dem Bodenrichtwert (BRW) multipliziert.

1.770qm * 12,5% Anteil * BRW 360 Euro = 79650 Euro

Das zusammen ergibt einen Wert für die Wohnung, hier 126.650 Euro. Von dem Wert entfallen 37% auf das abschreibbare Gebäude und 63% auf den Grund und Boden.

Dieses errechnete Verhältnis wird dann auf Deinen tatsächlichen Kaufpreis angewendet. Hast Du die Wohnung also für 150.000 Euro erworben, geht das Finanzamt von einer AfA-Bemessungsgrundlage von 150.000 Euro * 37% = 55.500 Euro aus.

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600 Euro für zwei Monatsraten? Was ist das für ein bescheuerter Vertrag. Ich hab einen bescheuerten Altvertrag, der mir noch zwei Monate nachhängt, aber selbst der kostet nur 480 Euro im Jahr...

Mit Insolvenzeröffnung kann er Insolvenzverwalter sämtliche Dauerschuldverhältnis fristlos kündigen. Warum wurde der Handyvertrag nicht gekündigt?

Wenn der Verwandte eine Rechnung für Dich bezahlt, ist das nur ein abgekürzter Zahlungsweg und das Geld steht Dir zu. Das muss der Inso-Verwalter für die Masse zurückholen.

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