Wieso können Unternehmen durch ihren Lagerbestand den Gewinn beeinflussen?

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3 Antworten

Dieses thema ist sehr weitreichend und auch etwas zu groß, um es hier zu behandeln.

Nur soviel, bei allen Waren die laufend nachgekauft werden und die zu unterschiedlichen Preisen eingekauft werden, kann man nach den Methoden FiFo, oder z. B. LiFo vorgehen.

Bei Fifo (First in First out) wird davon ausgegangen, das die zuletzt eingekauften Waren noch im Lager sind. Bei Lifo (last in first out) geht man davon aus das die zuletzt eingekaufte Ware zuerst verkauft wird und die älteren Teile noch im Lager sind. wenn nun der Preis gefallen ist kann ich mit Fifo einen Geringen Lagerbestandswert ansetzen und mit lifo einen höheren.

Bei selbst hergestellten Waren wiederum kann man bei den zu aktivierenden Gemeinkosten variieren. z. B. brauchen die Verwaltungskosten des Unternehmens sowiet sie anteilig in den Herstellungskosten enthalten sind nicht aktiviert zu werden, dürfen es aber. Die Vertriebskosten dürfen nie, die Material- und Fertigungslöhne müssen immer Aktiviert werden.

Aber dieses Thema ist sehr groß und nimmt in der Ausbildung von Steuerfachgehilfen und Steuerberatern einen breiten Raum ein. die Ausführungen oben kratzen wirklich nur die wichtigsten Punkte auf.

Hohe Lagerbestände bedeuten hohe Kapitalbindung. Denn das Material, die Halbfertigprodukte bzw. Fertigprodukte haben schon sehr viel Geld gekostet. Um neues Material zu kaufen und neue Produkte zu produzieren braucht man wieder Kapital. Es wäre optimal immer nur so viel Rohmaterial und Halbfertigprodukte im Lager zu haben, wie man innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit verarbeiten kann um eine kurze Lieferzeit zu haben. Ebenso verhält es sich mit dem Lagerbestand von Fertigprodukten.

lagerbestände unterliegen oft auch der verarbeitung. abhängig vom verarbeitungsgrad können die bestände unterschiedlich bewertet werden. das versteht man auch als laie, denke ich.

somit ist in den verarbeiteten - teils halbfertigen - produkten die enthaltene arbeit mit bewertet. und allein aufgrund der tatsache hat man erheblichen spielraum, diese zu bewerten. damit ergibt sich auch spielraum bei der bilanz. und damit auch auf den gewinn.

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